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Ich habe lange überlegt, ob ich die Neuübersetzung des Buches  „Mystic River“ überhaupt lesen sollte, da ich  vor einiger Zeit die Verfilmung gesehen habe. Denn die Spannung ist ja dahin, wenn man den Mörder schon kennt…

Doch tatsächlich konnte ich mich nur noch an die drei Hauptdarsteller (Kevin Bacon als Sean, Tim Robbins als Dave und Sean Penn als Jimmy), aber nicht an den genauen Inhalt des mit zwei Oscar prämierten Films erinnern.

Beim Lesen des Buches hatte ich dann die Schauspieler vor Augen und konnte so die Romanfiguren besser unterscheiden, was bei der komplexen Handlung und den vielen Mitwirkenden hilfreich war.
Die Geschichte beginnt in der Kindheit von Sean und Jimmy, deren Väter Arbeitskollegen sind und die beiden Jungen, obwohl sie in unterschiedlichen Bezirken wohnen, zusammen spielen. An Jimmys Rockzipfel hängt immer Dave, der es schwer hat im Leben, denn er wächst ohne Vater auf und seine Mutter ist psychisch nicht ganz auf der Höhe, außerdem wird er in der Schule gehänselt und verspottet.  Doch mit Sean und Jimmy verbindet ihn so etwas wie eine Freundschaft, bis dann etwas passiert, was Daves Leben für immer verändern sollte……

Dann sind 25 Jahre vergangen und die drei Jungen haben sich aus den Augen verloren und so ihre Erfahrungen im Leben mit Höhen und Tiefen gemacht. Durch den  Tod einer jungen Frau, die nach einer feuchtfröhlichen Feier erschossen in einem Park aufgefunden wird, kreuzen sich plötzlich die Wege der drei Freunde von damals wieder. Durch die folgenden Ereignisse, die sehr aufwühlend und für alle eine psychische Herausforderung sind, bleibt ihre Freundschaft auf der Strecke und nichts ist mehr so wie es einmal war….

Wer die junge Frau im Park getötet hat, kommt erst ganz am Ende zum Vorschein und durch die vielen falschen Fährten, die der Autor hier ausgelegt hat, ist dies Buch auch ein Zusammenschluss vieler Psychogramme, denn man erfährt viel von den Gedanken und Emotionen der Mitwirkenden. Streckenweise hätte ich mir eine etwas straffere Erzählweise gewünscht, aber dann hätte man natürlich nicht die ganzen Beweggründe und Abgründe der Menschen aus dieser Geschichte so gut erklärt bekommen.

Fazit: Keine leichte Krimi-Kost, die jedoch lesenswert ist und tief in die Abgründe der menschlichen Psyche führt und bereits oscarprämiert verfilmt wurde!

 

 

 

 

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Bei audio media sind jetzt zwei Bücher von Andreas Franz als Hörbuch-Fassung erschienen. Beide Male ermittelt die bekannte Frankfurter Kommissarin Julia Durant mit ihrem Team.

Wie auch schon einige andere Bücher aus der Reihe wie z.B. “Kaltes Blut“, liest Julia Fischer die Geschichten mit Wiedererkennungsfaktor vor und ich verbinde die Stimme der Sprecherin bereits sofort mit den Kriminalfällen um Julia Durant.

Hier kommt ein kleiner Einblick in die beiden Hörbücher:

Das Verlies“:

Im Prolog wird man als Zuhörer Zeuge wie jemand eine junge Frau mit Namen Melissa anspricht. Die beiden kennen sich flüchtig von der Uni und verbringen den Abend miteinander, allerdings mit tragischem Ausgang für Melissa…..

Rolf Lura ist kein sonderlich netter Mensch und seine Frau durchlebt eine Ehehölle mit Prügel und brutalen sexuellen Übergriffen. Sein Sohn geht ihm möglichst aus dem Weg. Eines Tages erscheint Rolf Lura nicht wie gewohnt in seiner Firma und gilt bald als vermisst. Dann wird sein Wagen mit Blutspuren gefunden und anfangs liegt der Verdacht nahe, die Ehefrau könnte sich aus ihrem Martyrium bereit haben, zumal sie anscheinend eine Affäre mit dem besten Freund ihres Mannes hat. Doch Julia Durant hat da so ihre Zweifel und bald sollte sich eine ganz andere Situation herauskristalisieren…….

 

Das Todeskreuz

Julia Durant ermittelt im Fall der tot aufgefundenen  ehemaligen Staatsanwältin Corinna  Sittler.  Diese wurde fast nackt auf dem Bauch liegend in ihrem Bett aufgefunden, auf dem Rücken wurde etwas eingeritzt, dass an einen Ritualmord erinnert und später wird in ihrem Mund noch ein Zettel gefunden, der wie ein Schuldbekenntnis formuliert ist. Unter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt, dass die Tote bestechlich gewesen war..

Wenig später wird Kommissar Peter Brand in Offenbach mit dem Fall eines getöteten Richters konfrontiert und auch bei dieser Leiche wurde etwas auf dem Rücken eingeritzt.

Ob es Zusammenhänge zwischen beiden Morde gibt, daß ermitteln Julia Durant und Peter Brand gemeinsam und sie  stoßen auf Verbindungen, die bereits zehn Jahre zurückliegen und bald gibt es noch weitere Mordopfer zu beklagen….

Die Zeit vergeht im Fluge, wenn man den Ermittlungen in beiden Hörbuchfällen lauscht und was mir besonders gut gefallen hat ist, dass sie so verfaßt sind, dass man nicht vorhersehen kann, wer der Täter ist und was als nächstes passieren wird, so dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt.

Fazit: Wenn Julia Durant ermittelt, ist Spannung garantiert.

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Belgien ist Schauplatz von brutalen Verbrechen, genauer gesagt die Stadt Gent. Hannah Maes kommt als neue Kriminalkommissarin zu einem Männerteam, dass aus drei Herren unterschiedlichen Alters besteht.  Sie übernimmt die Leitung, was natürlich mit anfänglichen Reibereien einhergeht, doch sie ist tough und kann sich in der Männerwelt behaupten und ihre Ermittlungsergebnisse sprechen für sie.

Das Team arbeitet im Sittendezernat, was den Titel der Serie dann auch  erklärt denn „Code 37 “  ist im  Fachjargon ein Sammelbegriff für Sexualdelikte, von denen man in den 13 Folgen so einige zu sehen bekommt. Es geht um brutale und pikante Verbrechen, weshalb ich hier nicht ins Detail gehen möchte, denn menschliche Abgründe werden hier dargestellt und man bekommt so manches Stück nackte Haut zu sehen….

Neben den Fällen arbeitet die Kommissarin ihre eigene Vergangenheit auf, da vor einigen Jahren maskierte Männer in ihr Elternhaus eingebrochen sind und sie selbst dabei  Zeugin bei dem brutalen Übergriff auf ihre Mutter wurde. Die Täter wurden nie gefasst und Hannah lässt nichts unversucht, trotzt starker Gegenwehr von Seiten ihres Vaters, um die Maskierten auf eigene Faust aufzuspüren……

So richtig fesseln konnte mich diese Serie nicht, denn unter spannenden Kriminalfällen verstehe ich etwas anderes. Durch die Kameratechnik, die man hier benutzt hat, entsteht der Eindruck, man schaue Reality-TV, was vielleicht die  Grausamkeiten der Verbrechen noch unterstreichen sollte, da ich aber kein Freund von Big-Brother-artigen Sendungen bin, fand ich das eher unpassend.

Die ganze Aufmachung des Team erinnerte mich an Undercover-Cops, besonders Hannahs Kleidung und ihr gesamtes Styling waren irgendwie flippig und ihr Auftreten nicht unbedingt so, wie ich es mir bei einer Ermittlerin  vorstelle, die Umgang mit traumatisierten Opfern hat. Da erwarte ich doch etwas mehr Einfühlungsvermögen, was mir bei den Herren der Abteilung besonders gefehlt hat. Abgesehen davon, waren die Täter viel zu leicht zu erkennen und daher die Fälle zu vorhersehbar.

Aber vielleicht ist diese ganze Serie ja  auch für eine andere bzw. jüngere Generation von Zuschauern gedacht und manch einer findet diese lockere und unkonventionelle Art zu ermitteln cool. Mich konnte diese neue Krimi-Serie leider nicht überzeugen, denn ich hatte etwas anderes erwartet.

Fazit:  Schade, trotz interessanter Kriminalfälle, konnte mich diese Serie nicht fesseln

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Nachdem im Buch „Duell“ der ermittelnde Beamte Marian Briem war und ganz zum Schluss ein ganz junger Streifenbeamter mit Namen Erlendur die Tür öffnete, haben die Fans von Kommissar Erlendur Sveinsson sicherlich wehmütig an seinen letzten Auftritt in „Eiseskälte“ gedacht.
Und nun kommt das Beste!

In „Nacht über Reykjavík” lernen wir den jungen, alles hinterfragenden und über viele Dinge nachdenkenden Erlendur kennen, als er noch als Streifenpolizist auf den nächtlichen Straßen von Islands Hauptstadt unterwegs war.
In vielen Nachtschichten  hat es Erlendur, der mit zwei Kollegen unterwegs ist, mit alkoholisierten Personen zu tun, die  aus dem Straßenverkehr gezogen werden oder sie müssen in Fällen von häuslicher Gewalt einzugreifen.  Oft haben sie es mit Menschen zu tun, die am Rande der Gesellschaft leben und in diesem Zusammenhang lernt Erlendur einen Obdachlosen kennen, der sich Hannibal nennt.
Und genau um das Schicksal dieses Obdachlosen kreisen die Gedanken Erlendurs, denn Hannibal war vor einem Jahr in einem Tümpel von spielenden Kindern tot aufgefunden worden. Die Kripo geht von einem Unfall aus, man vermutet, daß er in betrunkenem Zustand ins Wasser gefallen und dabei ertrunken ist.

Da Erlendur in seiner Freizeit wenig mit sich anzufangen weiß und ihn Hannibals Tod irgendwie berührt, fängt er an in den Kreisen der Obdachlosen nach ihm zu fragen und er liest alle Polizeiakten über das Wochenende an dem man ihn tot aufgefunden hatte. Neben der Erkenntnis, dass es sich hier um ein menschliches Schicksal handelt, stößt Erlendur dann in den Akten tatsächlich  auf einen neuen Ermittlungsansatz…..

Wer wie ich alle Bücher über Kommissar Erlendur kennt, der wird sich sicherlich freuen wieder mit diesem ganz besonderen Denker auf Spurensuche zu gehen. Arnaldur Indridason ist es gelungen die Zeit zurückzudrehen und den Leser mitzunehmen in eine Welt als Ermitteln noch Kopfarbeit war und man nicht auf schnelle technische Hilfsmittel zurückgreifen konnte.

Was soll ich noch schreiben, außer: Kommissar Erlendur ist zurück, verjüngt und mit hoffentlich ganz vielen neuen Fällen, die seinen grüblerischen Verstand herausfordern.

Fazit: Klasse! Kommissar Erlendur ist zurück, verjüngt, aber immer noch genauso erfolgreich im Aufklären von komplizierten Kriminalfällen

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Der Titel „Mammon “ gibt schon einen kleinen Hinweis darauf, um was es hier handlungsmäßig geht, nämlich um Reichtum oder viel Geld, zu dem man  auf nicht seriöse Weise oder wie man so schön sagt auf unmoralische Art gekommen ist.

Der Dreiteiler spielt in Norwegen, wo Daniel Veras für die Finanzen bei einem großen Konzern zuständig ist. Ihm wird vorgeworfen, dass er sich bereichert hat. Obwohl man ihm offiziell nichts nachweisen kann, ist der öffentliche Druck so groß, dass er kurze Zeit später das Handtuch wirft und von seinem Posten zurücktritt.
Niemand anders als sein Bruder Peter, der als Wirtschaftsjournalist bei einer großen Tageszeitung arbeitet, hat durch anonyme Hinweise den Stein ins Rollen gebracht und einen Artikel geschrieben in dem es um den Korruptionsverdacht geht.

Nach seinem Rücktritt bittet Daniel seinen Bruder zu einer Aussprache, in deren Verlauf Daniel  ihm zwar keine Vorwürfe macht, dass er den Artikel geschrieben hat, aber er macht Andeutungen, dass es Peter vielleicht später einmal leidtun könne.  Außerdem bittet er ihn sich um seinen Sohn Andreas zu kümmern, was Peter anfangs nicht versteht, da es im Vorfeld kaum Kontakt zwischen den Brüdern gegeben hat und Andreas seinen Onkel kaum kennt. Doch dies wird sich im Verlauf der Serie drastisch ändern, denn gerade als Peter in sein Auto steigen will, hört er einen Knall aus der Garage, wo sich Daniel erschossen hat……

Durch dieses drastisches Ereignis aufgerüttelt, fängt Peter an noch genauer zu recherchieren und sich der Frage zu stellen, wer der anonyme Tippgeber gewesen ist und auch fünf Jahre später ist er des Rätsels Lösung warum sein Bruder Selbstmord begangen hat noch nicht näher gekommen. Aber anscheinend schickt Daniel aus dem Jenseits eine Botschaft, denn eine Anwältin hatte von ihm den Auftrag genau nach fünf Jahren einen großen Metallkoffer an seine Witwe in Peters Beisein zu übergeben. Der Inhalt ist rätselhaft und bei dem Versuch ihn zu entschlüsseln kommt es wieder zu einem Selbstmord – genau vor den Augen der beiden Koffererben……

Spannung von Anfang bis Ende wird einem hier geboten und ich habe mir den Luxus gegönnt, die drei Teile in einem Rutsch anzusehen, so fesselnd und mysteriös zugleich ist die Mini-Serie.

Fazit: Packender nordischer Dreiteiler, der von Anfang bis Ende fesselt

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Dies ist  bereits der vierte Fall für Sebastian Bergmann.         Das Hörbuch liest wie gewohnt und mit Wiedererkennungsfaktor  Douglas Welbat, der mit seiner markanten Stimme wirklich eine sehr gute Wahl ist um die Spannung des Buches wiederzugegen.

Familie Carlsten (Vater, Mutter und zwei Söhne) ahnt nicht als es klingelt, was gleich passieren wird. Die Mutter geht an die Tür und öffnet und dann erfolgt ein Knall….
Die Reichsmordkommission einschließlich Sebastian Bergman wird hinzugezogen als die ermittelnde Polizei  im Mordfall der Familie Carlston, die alle ohne erkennbaren Grund erschossen worden sind, nicht recht weiter kommt.
Plötzlich kommt Bewegung in den Fall, denn anscheinend war noch jemand im Haus als der Mord geschah und dieser Jemand ist auf der Flucht. Es handelt sich um die zehnjährige Nicole Carlsten, die Cousine der beiden Jungen, die zu Besuch war. Eine ausgedehnte Suche nach dem Mädchen beginnt und kein anderer als Sebastian Bergman findet die Kleine völlig verstört in einer Höhle.

Durch das erlebte Trauma spricht Nicole nicht. Sebastian ermutigt „ rel="nofollow" target=_"blank">Das Mädchen, das verstummte.“ Bilder zu malen. Und so malt sie ihre Erlebnisse auf und bald wird deutlich, dass sie den Mörder gesehen hat. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass auch der Mörder von Nicole weiß und zum Schutz des Mädchens zieht sie mit ihrer Mutter bei Sebastian vorrübergehend ein….
Tatsächlich weiß der Mörder von der kleinen Zeugin und bald ist das Versteck nicht mehr sicher und es wird gefährlich für Nicole…

Neben der Mördersuche erfährt der Zuhörer auch wieder viele Details aus den Privatleben der Ermittler und was besonders auffällt, Sebastian Bergman scheint durch den Vorfall aus dem letzten Teil immer noch unter Schock zu stehen, denn Frauen interessieren ihn am Anfang des vierten Teils gar nicht mehr!!!
Doch er legt nur eine kleine Verschnaufpause im Sachen Frauen ein und bald ist er wieder in seinem Element und am Ende des Hörbuch wird es dann ganz besonders brenzlich für ihn, denn jemand ist auf sein sehr gut gehütetes Geheimnis gekommen und versucht ihn zu erpressen……

Auch der vierte Fall enttäuscht nicht und man bekommt wieder einen spannenden Kriminalfall geboten und bei dem brisanten Ende des Hörbuches, kann das hoffentlich nur bedeuten, dass es bald wieder etwas vom Womanizer Sebastian Bergman zu hören gibt….

Fazit: Fesselnder vierter Fall, der auf weitere hoffen lässt

Hörprobe: Das Mädchen, das verstummte

Teil 3: Die Toten, die niemand vermißt

Teil 2: Die Frauen, die er kannte

Teil 1: Der Mann, der kein Mörder war

Hide and Seek

12 Dezember 2014 · DVD/Blu-ray · 0 Kommentare

Hide and Seek

안녕하세요 bzw. Hallo!

Bekanntermaßen habe ich ja des Öfteren das Vergnügen, Ihnen nervenzerreißende Krimis oder auch andere düstereWerke präsentieren zu dürfen. Der mehrfach ausgezeichnete Thriller, den ich Ihnen heute vorstellen möchte, war ein großer Überraschungserfolg in Südkorea und stieg mit 35,5 Mio. $ Einspielergebnis bis auf Platz 8 der South Korean Yearly Boxoffice-Charts 2013.

Das Low-Budget-Erstlingswerk des jungen Regisseurs HUH Jung Hide And Seek (Edel:Motion Film) basiert auf einer wahren Begebenheit und fesselt von Anfang bis zum Ende mit überraschenden, völlig unerwarteten Wendungen, beklemmenden Bildern und einer an den Nerven zerrenden Handlung:

Familienvater Sung-soo hat alles, was ein Mann sich nur wünschen kann: Mit seiner Ehefrau Min-ji und den beiden Kindern Ho-se und Soo-ah führt er ein Leben im Wohlstand, fährt eine (deutsche!) Limousine und lebt in einem luxuriösen Apartment. Doch tatsächlich leidet Sung-soo an extremen Albträumen und Zwangsneurosen, die sich noch verstärken, als er erfährt, dass sein Bruder, den er jahrelang totgeschwiegen hatte, spurlos verschwunden ist. Sung-soo begibt sich auf die Spur seines Bruders und stellt schockiert fest, dass der Kontrast zu seinen eigenen Lebensumständen nicht größer sein könnte, denn der Ex-Sträfling hauste in einem verwahrlosten Wohnhausblock, in dem es kurz vor seinem Verschwinden zu einem brutalen Mord und unheimlichen Vorfällen kam. Bei seinen Nachforschungen entdeckt Sung-soo im Wohnkomplex seines Bruders zudem an jeder Wohnung rätselhafte Zeichen. Kurz darauf tauchen diese  Zeichen auch in seinem, von Sicherheitspersonal bewachten Apartmenthaus auf und ein unbekannter Stalker terrorisiert ihn und seineFamilie… Ist Sung-soos Bruder wirklich verschwunden oder in Gefahr – oder ist er gar selbst der brutale Killer?

Trailer: www.youtube.com/watch?v=5WHJUFmCy6U&feature=youtu.be

Koreanische Thriller erfreuen sich auch hierzulande steigender Beliebtheit – nicht zuletzt aufgrund des großes Erfolges des Kult-Thrillers Oldboy, der 2003 dem Genre den Weg geebnet hat und nun digital remastert als VoD-Premiere ebenfalls bei Edel:Motion Film am 01.09.2014 veröffentlicht wird.

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Acht CD’s beinhaltet die gekürzte Hörbuch-Fassung des mittlerweile 7. Falls für Pia Kirchhof und Oliver von Bodenstein. Gelesen wird „Die Lebenden und die Toten“ wieder sehr gekonnt und mit Wiedererkennungsfaktor von Julia Nachtmann.

Den letzten Fall „Böser Wolf“ musste mal erst einmal verdauen, denn es ging ja um Mord und Kindesmissbrauch. Auch in ihrem neusten Krimi befasst sich Nele Neuhaus wieder einem sehr brisanten Thema, dass allerdings in letzter Zeit auch zu einigen Schlagzeilen in der Presse geführt hat, aber das nur vorweg, hier geht es zum Inhalt:

 

Dezember 2012: Es ist sehr kalt draußen und deshalb freut Pia Kirchhoff, die heimlich ihren Freund Christoph geheiratet hat,  auf die Flitterwochen in Südamerika.  Doch die wird sie im Verlauf der Handlung erst einmal zurückstellen, denn Ingeborg Rohleder wird von einem Unbekannten erschossen. Die Angehörigen können sich nicht vorstellen, warum die Frau getötet wurde. Es dauert nicht lange und noch vier weitere Menschen sterben und ein Warum kann niemand nennen, denn die Opfer waren allesamt beliebt und haben niemanden etwas zu leide getan.

Während die Polizei die Umstände und Zusammenhänge zwischen den fünf Toten aus der Presse heraushalten will, findet der selbsternannte „Richter“ das nicht gut und er verbreitet Todesanzeigen und gibt der Presse selbst Hinweise in welcher Richtung nach ihm gesucht werden muss!

Im Verlauf der Handlung stellt sich heraus, dass die Angehörigen der Toten alle Schuld auf sich geladen haben, denn es gibt tatsächlich einen gemeinsamen Nenner für die anfangs zufällig und wahllos erschossenen Menschen…

Wieder traut sich Nele Neuhaus an ein sehr brisantes Thema heran, allerdings hätten mir etwas weniger Opfer gereicht, denn bei den vielen Personen und der Komplexität der Handlung musste man genau aufpassen, damit man nicht den Faden verliert, denn acht CD’S hört man sich ja nicht am Stück an. Die Spannung geht leider in der Ausführlichkeit der Story und den immer wieder neuen Verdächtigen etwas unter, was schade ist.

 

Fazit: Trotz brisantem Thema verliert sich die Spannung etwas in der sehr komplexen Handlung

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Kommissar Völxen und sein Team ermitteln in einem gruseligen Fall:

In der Nähe Hannovers liegt das Resser Moor. Dort ist man in Herrgottsfrühe dabei und bereitet eine Treibjagd vor. Fabian Zimmer ist als Treiber eingeteilt, da er sich auf seine Jägerprüfung vorbereitet. Noch etwas verkatert nach einer Geburtstagsfeier steht er nun im Wald und wartet auf seinen Einsatz. Um sich die Zeit zu vertreiben will er noch ein paar Pilze einsammeln und er geht etwas in den Wald hinein und seine Augen sind suchend auf den Boden gerichtet als er zwischen einigen Farnen etwas Dunkles liegen sieht. Vorsichtig tastet er sich voran, es dauert einige Zeit bis er wahrnimmt, was dort auf dem Boden liegt:
Ein Mensch wurde ausgeweidet wie ein Tier……

Die herbeigerufene Polizei bekommt schnell die Identität des Toten heraus, denn es handelt sich um Johannes Falkenberg, von seinen Kritikern auch Hühner-Hannes genannt, da er bei der Haltung der Tiere mehrfach angeeckt ist und auch seine Hühnereier als Bio deklariert hat, wovon diese Bezeichnung ganz weit entfernt ist, denn es handelt sich um Massentierhaltung der schlimmsten Art!

Die Ermittlungen sind angelaufen und eine Tierschutzgruppe zu der auch Wanda, die Tochter von Kommissar Völxen gehört, rückt in den Fokus der Polizei. Zwischen Vater und Tochter kommt es zum Disput und bald wird Völxen vom Fall abgezogen…
Doch es gibt auch noch andere Spuren, denn die Familie des Toten ist auch nicht sonderlich kooperativ und auch der Stiefsohn des Opfers macht sich verdächtig, denn er scheint untergetaucht zu sein.

Eine große Wendung nimmt der Fall, als sich herausstellt, dass das Opfer dunkle Wege beschritten hat, um sich sein neues Herz transplantieren zu lassen und dann gibt es wieder einen Toten….

Viele Spuren, viele Verdächtige, aber niemals langweilig ist “Einen Tod musst du sterben“. Susanne Mischke schafft es immer wieder neue Ansatzpunkte und Personen in den Fall einzubeziehen und die Lösung des Rätsels wird dann auch sehr geschickt verpackt präsentiert…

Fazit: Brisantes Thema geschickt in einen spannenden lesenswerten Krimi eingewoben!

Ebenfalls lesenswert: Todesspur

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Meinen ersten humorvollen Krimi mit Pippa Bolle, “Unter allen Beeten ist Ruh” habe ich 2011 gelesen. Zwischenzeitlich sind die Veröffentlichungen wohl an mir vorbeigegangen, denn „Tote trinken keinen Whisky“ ist bereits der 5. Fall für die berliner Hobbydetektivin Pippa Bolle, die aber eigentlich ihren Lebensunterhalt mit mehrsprachigen Übersetzungen bestreitet. Durch ihre auffallend roten Haare, die sie immer mit einer anderen Kopfbedeckung im Zaum hält und ihrem freundlichen und aufgeschlossenen Wesen, behält die Umgebung sie in Erinnerung.

Eine Einladung von Freunden führt Pippa und ihren Bruder Freddy, nach Schottland, wo sie als Haushüterin engagiert wurde, da ihre hochschwangere Freundin Anita den Schotten Duncan Blakely heiraten will.

Schon während der Überfahrt zu der schottischen Halbinsel Kintyre kommt es zu einem tragischen Zwischenfall: Eine Frau stürzt von der Fähre und im Verlauf der Handlung stellt sich die Frage: War es Mord?

Nachdem Pippa und Freddy ihr Feriendomizil in der wunderschönen schottischen Landschaft bezogen haben, lernen sie viele unterschiedliche Menschen kennen, die nicht unbedingt alle dem Brautpaar freundlich gesinnt sind, denn Duncan Blakely ist nicht nur Schotte, sondern auch Erbe einer renommierten Whiskybrennerei, wo es erst kürzlich zu einem folgenschweren Unfall gekommen ist…

Die Stimmung während der Hochzeitsvorbereitungen ist angespannt und wird nicht besser als während einer Kinovorstellung genau neben Pippa jemand erschossen wird…

Die am Buchanfang namentliche Nennung aller Mitwirkenden mit kleinen Hinweisen zum Wiedererkennen fand ich sehr hilfreich, so konnte man immer mal wieder nachschauen, wer den hier sein Unwesen treibt.

Zusammenfasst findet man hier neben wundervoller Landschaftsidylle, eine Geschichte über Whiskybrennen, Schmuggel, schottischer Mentalität nebst Dudelsackmusik und unheimlichen Todesfällen. In einer sehr humorvollen Art ist dieses Buch geschrieben, so dass man über die etwas naive Art eine Schmugglerbande zu stellen, hinwegsehen kann. Passend beim Lesen wäre ein Gläschen Whisky, an dem man nippen kann um noch mehr in die Handlung einzutauchen.

Fazit: Humor, unheimliche Todesfälle in schottischer Landschaft und sympathische Charaktere machen dieses Buch lesenswert

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