agent hamilton

Carl Hamilton alias Mikael Persbrandt vom schwedischen Geheimdienst hat einen neuen Auftrag. Diesmal sind es keine geheimen Regierungsaufträge, die er zu meistern hat, sondern es betrifft sein privates Umfeld. Seine Patentochter Natalie wird aus einem Park entführt. Ihre Mutter ist eine an führender Stelle arbeitende Kollegin von Carl. Nach einem völlig verquer in den Medien wiedergegebenen  Interview von ihr bekommt sie aus vielen Richtungen Anfeindungen und darunter sind  auch terroristische Gruppierungen. Haben die etwas mit der Entführung zu tun?

Da der schwedische Geheimdienst nicht offiziell agieren kann, da es zu politischen Verwicklungen kommen könnte,  macht sich Carl zuerst allein auf die Suche nach Natalie. Nachdem er erst im Inland und dann in England Erkundigungen einholt, wird langsam klar, dass Natalie nach Saudi-Arabien verschleppt wurde und dort von einem sehr gläubigen und terroristischen Kreisen zugehörigen Ölmulti entführt wurde, dessen größter Wunsch ist,  aus ihr eine westliche Muslimin zu machen…

 Nachdem Carl Hamilton endlich einen Hinweis auf den Aufenthaltsort von Natalie hat, macht er sich mit einer kleinen Gruppe von Helfern auf in die saudi-arabische Wüste, wo sie in einer gut bewachten Art Festungsanlage gefangen gehalten werden soll. Es ist für die kleine Gruppe ein schwierige Aufgabe, denn die Bewacher sind bis an die Zähne bewaffnet…

Mikael Persbrandt verkörpert den Geheimagenten Carl Hamilton wieder ganz cool und zu allem entschlossen, wenn es darum geht seine Patentochter aus den Fänger der Entführer zu befreien. Kampftechnisch kommt er,  egal ob mit Muskelkraft oder mit Hilfe von Waffen,  voll zum Einsatz und wenn auch die Story nicht neu ist, so hat mir die Umsetzung doch gut gefallen. Und das Ende des Films lässt auf eventuelle Fortsetzungen hoffen.

Als Bonus auf der DVD “Agent Hamilton 2” gibt es den deutschen und den Original-Trailer zum Film der mit FSK 16 freigegeben ist.

Faszit: Auch in dem zweiten Einsatz vom schwedischen OO7 kommen Actionfans voll auf ihre Kosten.

Hier gibt es Infos über “Agent Hamilton” Teil 1

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Devid Striesow  (vielen bekannt als Jan Martensen aus „Bella Block“ oder als neuer “Tatort”-Kommissar)  liest diese Hörbuch, nein eigentlich spielt er es und das passt perfekt zu dieser Krimihandlung, die eine Kombination aus Spannung und schrägem Humor ist. Durch die Mundart bzw. das Plattdeutsch,  das auf Rügen und Umgebung gesprochen wird, würzt der Vorleser seine Vortragsart, die dann die Charaktere so richtig lebendig werden lässt.

Die Handlung in groben Zügen beinhaltet  eine Liebesgeschichte, die Jahre überdauert hat,  einen mysteriösen Todesfall, Erpressung und zu guter Letzt einen tragischen Todesfall.  All dies kombiniert die Aurtorin mit einer gehörigen Portion Humor und ganz viel Augenzwinkern. Einfach nur herrlich!

Henning Zapotek ist Kriminalhauptkommissar. Er hat lange daraufhin gearbeitet um ein Jahr lang Urlaub zu haben und sich seinen großen Traum von einer Reise nach Jan Mayen, einer Insel in der Nähe von Grönland, zu verwirklichen. Aber zuvor muss er noch zum Haus seiner Eltern fahren, das sich in einem kleinen Dörfchen in der Nähe Rügens befindet.

Diese Fahrt lastet sehr auf ihn,  denn seine Vergangenheit holt ihn wieder ein. Er ist vor 27 Jahren durch Flucht in den Westen dort weggegangen und hat seine Jugendliebe Ulrike ohne ein Wort verlassen. Außerdem ist  Ingo, der Mieter bzw. Bewohner von Zapoteks Elternhaus dort erhängt aufgefunden worden.. Mord oder Selbstmord?

Nachdem Zapotek die Nacht in seinem Elternhaus verbracht hat, passieren dort merkwürdige Dinge. Anscheinend ist jemand eingebrochen und hat Ingos Hinterlassenschaft durchsucht. Es wäre Henning wahrscheinlich gar nicht aufgefallen, aber der Einbrecher hat die alte Katze des Hauses in einem Zimmer eingeschlossen, was diese gar nicht mag, denn das ganze Haus ist und bleibt ihr Revier, dass sie ohne Barrieren betreten oder verlassen kann…

Auch bei Ingos ehemaligen Arbeitgeber Klöwer scheint etwas nicht in Ordnung zu sein, denn Zapotek erfährt von dessen Frau Gitti, das ihr Mann Drohbriefe bekommt…

Der Kontakt Gittis zu Henning Zapotek gefällt dem Ehemann überhaupt nicht und er ist rasend eifersüchtig, was dann zu schweren Verwicklungen und letztendlich den Einsatz der Polizei notwendig macht…

Fazit:  In „Zapotek und die strafende Hand“ treffen Spannung und Humor aufeinander und werden durch den Vorleser zu einem besonderen Hörerlebnis

Hörprobe Zapotek

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Durch die Fersehserie „Arne Dahl“ (über die ich bereits an anderer Stelle hier berichtet habe) bin ich auf den schwedischen Schriftsteller aufmerksam geworden. Das Buch “Zorn” ist die Fortsetzung der Reihe.

Erst dachte ich wie ich das seitenstarke Buch vor mir sah, hoffentlich ist es nicht zu kompliziert geschrieben, denn wenn ich an die Verfilmung denke, war die Handlung doch sehr weitreichend und es kamen sehr viele Personen darin vor.  Aber meine Bedenken haben sich gleich nach den ersten Kapiteln verflüchtigt, denn Arne Dahl hat einen sehr guten Schreibstil, in dem er Personen und Handlungen immer wieder ins aktuelle Geschehen einfügt, damit man niemals den Faden beim Lesen verliert.

Also dann zum Inhalt des wahnsinnig spannenden Krimis:

Diejenigen, die die Fernsehserie  kennen, denen begegnen in diesem Buch bekannte Personen wieder wie z.B. Paul Hjelm, der mittlerweile der operierende Chef der geheimen, europaübergreifenden Spezialeinheit, auch OPCOP-Gruppe genannt wird, ist.

Diese aus vielen, sehr speziellen Kriminalisten bestehende Gruppe ist in Den Haag beheimatet, wo sich das Hauptquartier befindet. Die Mitglieder sind aus den unteschiedlichsten europäischen Ländern zusammengewürfelt und sie haben es diesmal mit vielen Todesfällen zu tun, die alleinstehend nicht unbedingt auf einen Zusammenhang mit Morden, Selbstmorden oder Unfällen quer über den Globus verteilt, denken lassen.  Aber durch gewisse Puzzleteile, die an den verschiedenen Tatorten gefunden werden wie z.B. auf Wachstuch geschriebene Passagen aus der „Graf von Monte Christo“ oder auch die Tötungsarten lassen bald Hjelm und Co.  aufhorchen.  Sie finden heraus, daß sie es mit einem ganz gefährlichen Serienkiller zu tun haben, der mit Vorliebe auf ehemaligen Gefängnisinseln mordet. Als sie endlich einen Verdächtigen im Visier haben und ihn dingfest machen wollen, fallen auf einmal Schüsse und es gibt mehrere Tote….

Mich hat schon lange nicht mehr ein Krimi so gefesselt, dass ich ihn kaum aus der Hand legen konnte.

Fazit: Diesen Thriller sollte man unbedingt lesen!

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Sarah Lunds Versetzung in eine ruhigere Abteilung der dänischen Polizei steht kurz bevor, denn ihr Privatleben hat durch ihre Arbeit an spektakulären Kriminalfällen sehr gelitten. Ihr mittlerweile erwachsener Sohn lehnt einen engeren Kontakt ab und nur durch Zufall erfährt Kommissarin Lund, dass sie Großmutter wird….

Doch viel Zeit darüber nachzudenken, was schief gelaufen ist, hat sie nicht, denn ihre ganze Aufmerksamkeit fordert ein sehr  verzwickter  Kriminalfall in deren Verlauf ein Kind verschwindet:

Im Focus der Handlung steht die Großreederei Zeeland. Robert Zeuthen ist der Leiter dieser Reederei. Er ist geschieden und hat zwei Kinder. Als seine Tochter Emelie verschwindet und es sich dann  herausstellt, dass die Kleine entführt wurde,  setzt er alle Hebel in Bewegung um sie aus den Fängen des Entführers zu befreien. Doch dieser Entführer  ist sehr undurchsichtig und wie sich im Verlauf herausstellt, sehr gefährlich.  Erst fordert er eine hohe Summe Lösegeld,  doch die Geldübergabe läßt er dann aber  verstreichen.

Als wieder einmal eine Übergabe stattfinden soll,  ist es bereits Abend und der Entführer hält mit seinem Lkw auf einer großen Brücke.  Als Sarah Lund sich dem Wagen nähert ist dieser leer. Sie und der herbeieilende Vater hören die Rufe von Emelie, die sich in einem Boot unterhalb der Brücke zu befinden scheint. Dann folgt ein Schuss und aus dem sich entfernenden Boot wird ein großes Bündel ins Wasser geworfen…..

Wie schon in den zwei Staffeln davor ist auch diesmal wieder die Handlung mit politischen Machenschaften, in die z.B. der amtierende Ministerpräsident verstrickt ist, ausgeschmückt, was ich persönlich eher als verwirrend als spannend finde. Auch die immer etwas mürrisch dreinschauende Sarah Lund ist zwar bei der Ermittlung erfolgreich, aber mit zwischenmenschlichen Beziehungen hat sie so ihre Schwierigkeiten.

Fazit: Eigentlich geht bei der ganzen Machtrangelei und den immer neuen Verdächtigen die Spannung verloren und das kann auch das deftige Ende  von “Kommissarin Lund – Staffel 3” nicht auffangen.

 

 

 

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Ein weiterer Fall für Kommissar Robert Kern. Auch dieser Krimi ist wieder so geschrieben, als wenn man sich als „Mäuschen“ auf der Dienststelle der Mordkommission in der berliner Friesenstraße aufhält.

Durch die schwere Erkrankung eines Kollegen hat die Mordkommission eine neue Kollegin erhalten, die durch ihre auffallenden roten Haare und ihre sonstige Erscheinung die Blicke der Männerwelt auf sich zieht und auf den Namen Vikotria Semmler hört. Gleich am ersten Arbeitstag gibt es einen Mord aufzuklären und Kommissar Kern nimmt die neue Kollegin gleich mit zum Tatort. Dort finden sie eine erdrosselte Frau vor und der Ehemann sagt, er habe sie aus Liebe getötet….

Die nächste Leichte lässt nicht lange auf sich warten, denn es wird eine Frauenleiche in Zehlendorf  gefunden. Sie wird vor dem Haus, wo sie wohnte bei den Müllcontainern gefunden.  Dass es sich um Mord handelt steht schon nach kurzer Zeit fest.  Bei den Recherchen stellt sich heraus, dass die junge Frau für einen exklusiven Begleitservice gearbeitet hat. Ist sie dort ihrem Mörder begegnet?

Der dritte Fall, den die Mordkommission zu bearbeiten hat, ist etwas schwieriger zu untersuchen, denn der Tote ist ein bekannter Schauspieler, der von seinem Gegenspieler auf der Bühne mit einem Messer erstochen wurde. Der Täter behauptet, dass jemand die Theaterwaffe gegen eine richtige ausgetauscht hat.

Neben den beruflichen Ermittlungen geht es im Privatleben von Robert Kern drunter und drüber. Seine Frau Mona liegt nach einem Zusammenbruch in einer Entzugsklinik und will sich scheiden lassen, sein bester Freund und ehemaliger Kollege ist schwer erkrankt und wird den Dienst wohl nicht mehr ausüben können.

Wie bereits erwähnt schreibt die Autorin so lebensnah, dass man das Gefühl hat, man nimmt live am Geschehen teil und das gefällt mir persönlich sehr gut. Es bleibt zu hoffen, dass es noch mehr Kriminalfälle für Robert Kern zu lösen gibt und das  in seinem Privatleben wieder Stabilität einkehrt, was wir dann als Leser in einem weiteren Buch erfahren werden?!

Der vorherige Krimi von Petra Eichler lautet Herzsplitter und ist ebenfalls sehr lesenswert

 

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Hauptkommissar Rudolf von Rhoden ermittelt in seinem zweiten Fall. Das Taubertal wird von einer Mordserie erschüttert, was zur der Bildung der Sonderkommission „Liebliches Taubertal“ führt.

Das erste Mordopfer wird von einem Jagdhund erschnüffelt, der mit seinem Herrchen auf einem Spaziergang war. Der Eigentümer des Hundes ruft die Polizei und kann auch gleich zur Identität des Toten beitragen. Es handelt sich um den ca. 60 Jahre alten Vorsitzenden des katholischen Gemeinderates Joseph Beck. Die Leiche wurde auf einer Wiese so drapiert, dass beim ersten Hinsehen der Betrachter denken könnte, der Mann bete dort. Doch beim genaueren Hinsehen kann man an der Stirn ein Einschussloch erkennen.

Da Joseph Beck Witwer ist und seine Tochter in Kanada lebt, erzählt die Haushälterin des Toten, dass seit einiger Zeit merkwürdige Telefonanrufe im Vorfeld stattgefunden haben. Sobald jemand den Hörer abgenommen hatte um das Gespräch anzunehmen, wurde aufgelegt….

Sonderlich beliebt scheint der Tote auch nicht gewesen zu sein, so werden ihm mehrere Affären nachgesagt, die skandalumwittert sind.

Der nächste Opfer des Mörders ist der 59-jährige Friedhelm Burger, der an eine Blutbuche gelehnt in der Nähe eines Radweges tot aufgefunden wird. Genau wie beim ersten Mord ist der Schuss aus einer großkalibrigen Waffe aus großer Distanz abgegeben worden.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und man sucht den gemeinsamen Nenner. Doch es könnte besser voran gehen, wenn sich nicht einige Personen vehement den Befragungen der Polizei entziehen würden. Eine Spur bei  den Ermittlungen führt zu einem Journalisten, der dann auch ins Visier des Mörders rückt….

Aus vielen verschiedenen Fäden spinnt sich zum Schluss ein Knäul von Fakten, die dann letztendlich zur Lösung des Falles führen.

Mord im lieblichen Taubertal” ist genau wie das vorherige Buch “Tot auf dem Schlossplatz“  mit viel Lokalkolorit geschmückt, wobei Essen und Trinken und eine Nuance feiner Humor wieder mit dabei sind.

Fazit: Bitte mehr davon!

 

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Der nicht sehr seitenstarke Kriminalroman handelt von der etwas naiv daherkommenden Kriminalhauptkommissarin Charlotte Weber, von allen nur Charlie genannt, die zwar im Berufsleben sehr tough ist, aber ihr Privatleben scheint irgendwie nicht existent zu sein.

Zwar haben sich einige Hinterlassenschaften von Männerbekanntschaften in ihrer Wohnung angesammelt, aber lange haben ihre Beziehungen nicht gehalten. Da sie sich dieser Sachen nun langsam mal entledigen will, plant sie einen Entrümpelungstag, denn der Krempel soll in den Müll. Doch ihr langjähriger Kollege Peter Nörten hat eine andere Idee: “Verkauf die Sachen doch im Internet und greif dann damit noch etwas Kohle für die Sachen ab”.

Doch Charlotte Weber ist im Bereich von ebay & Co. völlig unbedarft und ist so auf die Hilfe ihres Kollegen angewiesen, der sie dann auch schnell bei einem Auktionshaus anmeldet und ruck zuck, werden  bereits am gleichen Tag einige Sachen zum Verkauf angeboten.

Es dauert eine Weile, denn erst schleppend kommt ein Verkauf zu Stande, aber dann hat Charlotte einen Interessenten mit dem Pseudonym Geige 64. Er kauft so einiges und es entsteht ein reger Mail-Austausch, in deren Verlauf sich Charly richtiggehend in diesen unbekannten Mann verliebt. Trotz Warnungen ihrer Kollegen, dass sie vorsichtig sein soll bei Kontakten im Netz, kann sie sich nicht dazu entschließen, den Kontakt abzubrechen. Um sich aber etwas zu distanzieren und in der Hoffnung, dass sich dann die Sache von selbst erledigt, fährt  sie erst einmal für zwei Wochen in Urlaub um somit den Kontakt einschlafen zu lassen. Im Urlaub passieren dann einige merkwürdige Dinge, die sie verunsichern und denen sie unbedingt nachgehen will…..

“Gefangen im world wide web” ist ein kleiner Krimi für die Handtasche. Leider ist das Thema nicht neu und die Spannung hielt sich für mich in Grenzen, denn die Handlung ist zu vorhersehbar. Die teilweise raue „Polizistensprache?“ finde ich etwas unpassend, aber um sich auf einer Bahnreise oder im Strandkorb die Zeit zu vertreiben, ist dies Buch durchaus geeignet.

 

 

 

 

Das Dorf der Moerder von Elisabeth Herrmann

Irgendwo in Brandenburg fangen eines nachts die Hunde eines  kleinen unscheinbaren Dorfes an zu jaulen bzw. es ist ein herzzerreißendes Wehklagen, was sie anstimmen, denn es ist irgendetwas Schreckliches passiert…

Berlin, 20 Jahre später: Es ist Mai und es sollte ein schöner Tag werden, den eine Kindergartengruppe im Tierpark verbringen wollte. Die Stimmung ist ausgelassen und nach einiger Zeit bleiben sie am Gehege kleiner Schweine, auch Pekaris genannt, stehen und schauen die Tiere an und dann machen die Kinder eine schreckliche Entdeckung: Eines der Schweine hat eine menschliche Hand im Maul…

Die junge engagiert Polizeimeisterin Sanela Beara und ihr Kollege sind die ersten im Tierpark, denn die Erzieherin der Kindergartengruppe hatte einen Notruf abgesetzt und ist gerade dabei die Gruppe zu beruhigen und zusammenzuhalten, denn die Kinder stehen unter Schock.

Als Sanela zu der aufgeregt durcheinander redenden Gruppe von Kindern geht, fängt sie Satzfetzen auf wie: „Das Schwein hatte die blutige Hand im Maul“, „der Clown hatte eine Schubkarre“, „da war eine Kugel, die aussah wie ein Kopf“, „fressen Schweine auch Kin…“

Nachdem der grausige Fund näher untersucht wurde, ist bald klar, das nicht nur eine menschliche Hand  im Futtertrog der Pekaris gelandet war, sondern verschiedene Körperteile einschließlich des Kopfes eines Mannes dort entsorgt werden sollte.

Einige Zeit später gibt es eine geständige Mörderin, doch Sanela und auch der eingeschaltete Psychologe haben da so ihre Bedenken und fangen unabhängig von einander an sich für die Biographie bzw. Herkunft der Mörderin zu interessieren und was sie dann herausfinden, bringt sie selbst in größte Gefahr….

Was für ein Buch! „Das Dorf der Mörder“ ist Nervenkitzel pur! Das ganze Buch hindurch zieht eine unheimliche, nicht fassbare Ahnung, was eine junge Frau zu einer geständigen Mörderin werden lässt.  Aber auch die Auflösung dieses Rätsels wird erst fast am Ende des Buches dem Leser präsentiert und das schafft nicht jeder Autor, so einen Spannungsbogen zu halten!

Fazit:  So müssen Krimis sein! Bitte mehr davon!

 

Die Hörbuchfassung von „Das Dorf der Mörder“ wird von Eva Mattes gelesen, was wirklich eine sehr gute Wahl ist. Frau Mattes ist ja u.a. auch bekannt als Ermittlerin Klara Bluhm aus der „Tatort-Reihe“ und deshalb kennt sie sich ja in diesem Metier gut aus. Durch ihr feinsinniges Vorlesen ist man von der wirklich spannungsgeladenen Handlung gefesselt und es fällt einem sichtlich schwer eine Pause beim Anhören einzulegen und nicht gleich  alle sieben CD’s hintereinander anzuhören.

Fazit: Unbedingt anhören, denn besser kann man sich diesen Thriller nicht vorlesen lassen

 

Hier geht es zu weiteren spannenden Krimis aus der Feder von Elisabeth Herrmann:

Schattengrund

Die letzte Instanz

Die Zeugin der Toten

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Ich kann mich noch gut an die Verfilmung des spektakulären Kriminalfalles aus der DDR erinnern. In der ostdeutschen Krimireihe „Polizeiruf 110“ wurde der Fall aufgegriffen:

Im Januar 1981 wird der siebenjährige Lars Bense von seiner Mutter als vermisst gemeldet, er war nach einem Kinobesuch nicht nach Hause gekommen. Da der Junge als sehr zuverlässig galt, wird bald eine großangelegte Suchaktion nach ihm gestartet. Doch er blieb verschwunden. Ende Januar 1981 fanden Gleisarbeiter an der Bahnlinie Richtung Leipzig einen Koffer. Darin befand sich die schrecklich entstellte Leiche des vermissten Kindes. Neben seiner Kleidung befanden sich  außerdem Zeitungen mit gelösten Kreuzworträtseln darin. Nun beginnt eine großangelegte Ermittlung, in deren Verlauf  jeder Einwohner von Halle-Neustadt um eine Schriftprobe gebeten wurde. Für die Polizei eine  Sisyphusarbeit, aber  sie hat Erfolg: Sie führte zu einer Frau und deren Tochter, die wiederum mit ihrem Freund Sven zusammenlebte, welcher  dann den Mord an dem kleinen Lars Bense gestand und in der DDR zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Dann kam der Mauerfall und die Wende und die Anwälte von Sven G. erreichten eine Wiederaufnahme und nach BRD-Recht wurde in diesem Fall dann Jugendstrafrecht angewandt und das Urteil in eine zehnjährige Haftstrafe mit anschließender Einweisung in die Psychiatrie umgewandelt. Mittlerweile soll er unerkannt irgendwo in Thüringen leben. Dies erfährt man alles aus dem oben genannten Buch, denn die Autorin outet sich darin als die Freundin, des Mörders!

Sie schreibt am Anfang, dass das Buch zwar auf einer wahren Begebenheit beruht, aber doch auch frei erfunden ist und als Leser kann man das nur für die Autorin hoffen, denn sie enthüllt so einiges, was – falls es doch real sein sollte – bestimmt zu einer neuen Untersuchung des Falles führen könnte.

Nichtsdestotrotz ist „Der Kreuzworträtselmord: Die wahre Geschichte“  so spannend geschrieben, dass einem die Gänsehaut geht.

Fazit: Ob nur real oder fiktiv ein sehr spannendes Buch, das einem beim Lesen einen Schauer über den Rücken laufen lässt…

 

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Ich fange mal am Cover des Buches an: Durch ein Schiffsbullauge sieht man einen älteren Herren mit einer  Pistole und auf der Nase eine coole Brille. Daneben eine Dame, ebenfalls mit einer coolen Brille. Das allein schon hätte mich schon zum Kauf dieses Buches verleitet. Cover und Titel zusammen, assoziieren eine Kriminalgeschichte mit einem gewissen Augenzwinkern.

Ich wurde beim Lesen nicht enttäuscht, denn hier kommt alles zusammen: Ein etwas in die Jahre gekommener Ermittler, dessen Spürsinn, aber immer noch am Puls der Zeit ist und eine Rahmenhandlung, in der Humor und Spannung gut kombiniert sind und zum Schluss mit einem nicht hervorsehbaren Ende das Ganze abrundet.

Zum Inhalt:

Eine Einladung zum 90. Geburtstag ist der Grund warum James Gerald,  ein ehemaliger Agent des britischen SIS (Secret Intelligence Service),  sich jetzt nebst seiner ehemaligen Kollegin Sheila Humphrey an Bord der „Victory“, einem Luxuskreuzfahrtschiff,  befindet und sich steinalt fühlt, denn obwohl er selbst bereits 70 Jahre alt ist, meint er immer noch „Kreuzfahrten sind was für alte Leute“. Aber was tut man nicht alles, denn die Jubilarin ist niemand anderes als Phyllis, die Mutter von Sheila.

Die alte Dame ist zwar körperlich etwas eingeschränkt und dadurch auf einen Elektrorollstuhl angewiesen, aber sie besticht durch ihren scharfen Verstand und ihre unverblümte Art, Dinge auf den Punkt zu bringen: „Ich will es noch mal so richtig krachen lassen, denn in meinem Alter, kann es morgen schon zu spät sein“.  Phyllis war auch sonst kein Kind von Traurigkeit, denn durch ihre zahlreichen Ehen ist sie zu einigem Wohlstand gekommen. Vor nicht allzu langer Zeit hat sie zum siebten Mal geheiratet und diesmal einen sehr viel jüngeren Mann mit Namen Eden Philpotts. Im Familien- und Freundeskreis wird Eden zwar argwöhnisch beäugt, aber Phillys hält fest zu ihm und Gerüchte, dass Eden nur hinter ihrem Geld her wäre, lässt sie an sich abprallen.

Die Geburtstagsgesellschaft vergnügt sich bei Landausflügen und genießt die luxuriöse Umgebung, die es an nichts fehlen lässt. Doch dann fehlt doch etwas bzw. jemand, nämlich der frisch angetraute 7. Ehemann. Das ganze Schiff wird unauffällig nach ihm durchsucht, aber alle Bemühungen sind zwecklos, er bleibt wie vom Erdboden verschwunden und dann wird die nächste Person aus Phyllis Umkreis vermisst. James alter Spürsinn ist erwacht und mit Sheila Hilfe macht er sich an die Nachforschungen……

Fazit: “Null-Null-Siebzig: Agent an Bord” ist humorvolle Krimiunterhaltung

Leseprobe: Null-Null-Siebzig

 

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