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Nachdem im Buch „Duell“ der ermittelnde Beamte Marian Briem war und ganz zum Schluss ein ganz junger Streifenbeamter mit Namen Erlendur die Tür öffnete, haben die Fans von Kommissar Erlendur Sveinsson sicherlich wehmütig an seinen letzten Auftritt in „Eiseskälte“ gedacht.
Und nun kommt das Beste!

In „Nacht über Reykjavík” lernen wir den jungen, alles hinterfragenden und über viele Dinge nachdenkenden Erlendur kennen, als er noch als Streifenpolizist auf den nächtlichen Straßen von Islands Hauptstadt unterwegs war.
In vielen Nachtschichten  hat es Erlendur, der mit zwei Kollegen unterwegs ist, mit alkoholisierten Personen zu tun, die  aus dem Straßenverkehr gezogen werden oder sie müssen in Fällen von häuslicher Gewalt einzugreifen.  Oft haben sie es mit Menschen zu tun, die am Rande der Gesellschaft leben und in diesem Zusammenhang lernt Erlendur einen Obdachlosen kennen, der sich Hannibal nennt.
Und genau um das Schicksal dieses Obdachlosen kreisen die Gedanken Erlendurs, denn Hannibal war vor einem Jahr in einem Tümpel von spielenden Kindern tot aufgefunden worden. Die Kripo geht von einem Unfall aus, man vermutet, daß er in betrunkenem Zustand ins Wasser gefallen und dabei ertrunken ist.

Da Erlendur in seiner Freizeit wenig mit sich anzufangen weiß und ihn Hannibals Tod irgendwie berührt, fängt er an in den Kreisen der Obdachlosen nach ihm zu fragen und er liest alle Polizeiakten über das Wochenende an dem man ihn tot aufgefunden hatte. Neben der Erkenntnis, dass es sich hier um ein menschliches Schicksal handelt, stößt Erlendur dann in den Akten tatsächlich  auf einen neuen Ermittlungsansatz…..

Wer wie ich alle Bücher über Kommissar Erlendur kennt, der wird sich sicherlich freuen wieder mit diesem ganz besonderen Denker auf Spurensuche zu gehen. Arnaldur Indridason ist es gelungen die Zeit zurückzudrehen und den Leser mitzunehmen in eine Welt als Ermitteln noch Kopfarbeit war und man nicht auf schnelle technische Hilfsmittel zurückgreifen konnte.

Was soll ich noch schreiben, außer: Kommissar Erlendur ist zurück, verjüngt und mit hoffentlich ganz vielen neuen Fällen, die seinen grüblerischen Verstand herausfordern.

Fazit: Klasse! Kommissar Erlendur ist zurück, verjüngt, aber immer noch genauso erfolgreich im Aufklären von komplizierten Kriminalfällen

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Der Titel „Mammon “ gibt schon einen kleinen Hinweis darauf, um was es hier handlungsmäßig geht, nämlich um Reichtum oder viel Geld, zu dem man  auf nicht seriöse Weise oder wie man so schön sagt auf unmoralische Art gekommen ist.

Der Dreiteiler spielt in Norwegen, wo Daniel Veras für die Finanzen bei einem großen Konzern zuständig ist. Ihm wird vorgeworfen, dass er sich bereichert hat. Obwohl man ihm offiziell nichts nachweisen kann, ist der öffentliche Druck so groß, dass er kurze Zeit später das Handtuch wirft und von seinem Posten zurücktritt.
Niemand anders als sein Bruder Peter, der als Wirtschaftsjournalist bei einer großen Tageszeitung arbeitet, hat durch anonyme Hinweise den Stein ins Rollen gebracht und einen Artikel geschrieben in dem es um den Korruptionsverdacht geht.

Nach seinem Rücktritt bittet Daniel seinen Bruder zu einer Aussprache, in deren Verlauf Daniel  ihm zwar keine Vorwürfe macht, dass er den Artikel geschrieben hat, aber er macht Andeutungen, dass es Peter vielleicht später einmal leidtun könne.  Außerdem bittet er ihn sich um seinen Sohn Andreas zu kümmern, was Peter anfangs nicht versteht, da es im Vorfeld kaum Kontakt zwischen den Brüdern gegeben hat und Andreas seinen Onkel kaum kennt. Doch dies wird sich im Verlauf der Serie drastisch ändern, denn gerade als Peter in sein Auto steigen will, hört er einen Knall aus der Garage, wo sich Daniel erschossen hat……

Durch dieses drastisches Ereignis aufgerüttelt, fängt Peter an noch genauer zu recherchieren und sich der Frage zu stellen, wer der anonyme Tippgeber gewesen ist und auch fünf Jahre später ist er des Rätsels Lösung warum sein Bruder Selbstmord begangen hat noch nicht näher gekommen. Aber anscheinend schickt Daniel aus dem Jenseits eine Botschaft, denn eine Anwältin hatte von ihm den Auftrag genau nach fünf Jahren einen großen Metallkoffer an seine Witwe in Peters Beisein zu übergeben. Der Inhalt ist rätselhaft und bei dem Versuch ihn zu entschlüsseln kommt es wieder zu einem Selbstmord – genau vor den Augen der beiden Koffererben……

Spannung von Anfang bis Ende wird einem hier geboten und ich habe mir den Luxus gegönnt, die drei Teile in einem Rutsch anzusehen, so fesselnd und mysteriös zugleich ist die Mini-Serie.

Fazit: Packender nordischer Dreiteiler, der von Anfang bis Ende fesselt

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Dies ist  bereits der vierte Fall für Sebastian Bergmann.         Das Hörbuch liest wie gewohnt und mit Wiedererkennungsfaktor  Douglas Welbat, der mit seiner markanten Stimme wirklich eine sehr gute Wahl ist um die Spannung des Buches wiederzugegen.

Familie Carlsten (Vater, Mutter und zwei Söhne) ahnt nicht als es klingelt, was gleich passieren wird. Die Mutter geht an die Tür und öffnet und dann erfolgt ein Knall….
Die Reichsmordkommission einschließlich Sebastian Bergman wird hinzugezogen als die ermittelnde Polizei  im Mordfall der Familie Carlston, die alle ohne erkennbaren Grund erschossen worden sind, nicht recht weiter kommt.
Plötzlich kommt Bewegung in den Fall, denn anscheinend war noch jemand im Haus als der Mord geschah und dieser Jemand ist auf der Flucht. Es handelt sich um die zehnjährige Nicole Carlsten, die Cousine der beiden Jungen, die zu Besuch war. Eine ausgedehnte Suche nach dem Mädchen beginnt und kein anderer als Sebastian Bergman findet die Kleine völlig verstört in einer Höhle.

Durch das erlebte Trauma spricht Nicole nicht. Sebastian ermutigt „ rel="nofollow" target=_"blank">Das Mädchen, das verstummte.“ Bilder zu malen. Und so malt sie ihre Erlebnisse auf und bald wird deutlich, dass sie den Mörder gesehen hat. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass auch der Mörder von Nicole weiß und zum Schutz des Mädchens zieht sie mit ihrer Mutter bei Sebastian vorrübergehend ein….
Tatsächlich weiß der Mörder von der kleinen Zeugin und bald ist das Versteck nicht mehr sicher und es wird gefährlich für Nicole…

Neben der Mördersuche erfährt der Zuhörer auch wieder viele Details aus den Privatleben der Ermittler und was besonders auffällt, Sebastian Bergman scheint durch den Vorfall aus dem letzten Teil immer noch unter Schock zu stehen, denn Frauen interessieren ihn am Anfang des vierten Teils gar nicht mehr!!!
Doch er legt nur eine kleine Verschnaufpause im Sachen Frauen ein und bald ist er wieder in seinem Element und am Ende des Hörbuch wird es dann ganz besonders brenzlich für ihn, denn jemand ist auf sein sehr gut gehütetes Geheimnis gekommen und versucht ihn zu erpressen……

Auch der vierte Fall enttäuscht nicht und man bekommt wieder einen spannenden Kriminalfall geboten und bei dem brisanten Ende des Hörbuches, kann das hoffentlich nur bedeuten, dass es bald wieder etwas vom Womanizer Sebastian Bergman zu hören gibt….

Fazit: Fesselnder vierter Fall, der auf weitere hoffen lässt

Hörprobe: Das Mädchen, das verstummte

Teil 3: Die Toten, die niemand vermißt

Teil 2: Die Frauen, die er kannte

Teil 1: Der Mann, der kein Mörder war

Hide and Seek

12 Dezember 2014 · DVD/Blu-ray · 0 Kommentare

Hide and Seek

안녕하세요 bzw. Hallo!

Bekanntermaßen habe ich ja des Öfteren das Vergnügen, Ihnen nervenzerreißende Krimis oder auch andere düstereWerke präsentieren zu dürfen. Der mehrfach ausgezeichnete Thriller, den ich Ihnen heute vorstellen möchte, war ein großer Überraschungserfolg in Südkorea und stieg mit 35,5 Mio. $ Einspielergebnis bis auf Platz 8 der South Korean Yearly Boxoffice-Charts 2013.

Das Low-Budget-Erstlingswerk des jungen Regisseurs HUH Jung Hide And Seek (Edel:Motion Film) basiert auf einer wahren Begebenheit und fesselt von Anfang bis zum Ende mit überraschenden, völlig unerwarteten Wendungen, beklemmenden Bildern und einer an den Nerven zerrenden Handlung:

Familienvater Sung-soo hat alles, was ein Mann sich nur wünschen kann: Mit seiner Ehefrau Min-ji und den beiden Kindern Ho-se und Soo-ah führt er ein Leben im Wohlstand, fährt eine (deutsche!) Limousine und lebt in einem luxuriösen Apartment. Doch tatsächlich leidet Sung-soo an extremen Albträumen und Zwangsneurosen, die sich noch verstärken, als er erfährt, dass sein Bruder, den er jahrelang totgeschwiegen hatte, spurlos verschwunden ist. Sung-soo begibt sich auf die Spur seines Bruders und stellt schockiert fest, dass der Kontrast zu seinen eigenen Lebensumständen nicht größer sein könnte, denn der Ex-Sträfling hauste in einem verwahrlosten Wohnhausblock, in dem es kurz vor seinem Verschwinden zu einem brutalen Mord und unheimlichen Vorfällen kam. Bei seinen Nachforschungen entdeckt Sung-soo im Wohnkomplex seines Bruders zudem an jeder Wohnung rätselhafte Zeichen. Kurz darauf tauchen diese  Zeichen auch in seinem, von Sicherheitspersonal bewachten Apartmenthaus auf und ein unbekannter Stalker terrorisiert ihn und seineFamilie… Ist Sung-soos Bruder wirklich verschwunden oder in Gefahr – oder ist er gar selbst der brutale Killer?

Trailer: www.youtube.com/watch?v=5WHJUFmCy6U&feature=youtu.be

Koreanische Thriller erfreuen sich auch hierzulande steigender Beliebtheit – nicht zuletzt aufgrund des großes Erfolges des Kult-Thrillers Oldboy, der 2003 dem Genre den Weg geebnet hat und nun digital remastert als VoD-Premiere ebenfalls bei Edel:Motion Film am 01.09.2014 veröffentlicht wird.

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Acht CD’s beinhaltet die gekürzte Hörbuch-Fassung des mittlerweile 7. Falls für Pia Kirchhof und Oliver von Bodenstein. Gelesen wird „Die Lebenden und die Toten“ wieder sehr gekonnt und mit Wiedererkennungsfaktor von Julia Nachtmann.

Den letzten Fall „Böser Wolf“ musste mal erst einmal verdauen, denn es ging ja um Mord und Kindesmissbrauch. Auch in ihrem neusten Krimi befasst sich Nele Neuhaus wieder einem sehr brisanten Thema, dass allerdings in letzter Zeit auch zu einigen Schlagzeilen in der Presse geführt hat, aber das nur vorweg, hier geht es zum Inhalt:

 

Dezember 2012: Es ist sehr kalt draußen und deshalb freut Pia Kirchhoff, die heimlich ihren Freund Christoph geheiratet hat,  auf die Flitterwochen in Südamerika.  Doch die wird sie im Verlauf der Handlung erst einmal zurückstellen, denn Ingeborg Rohleder wird von einem Unbekannten erschossen. Die Angehörigen können sich nicht vorstellen, warum die Frau getötet wurde. Es dauert nicht lange und noch vier weitere Menschen sterben und ein Warum kann niemand nennen, denn die Opfer waren allesamt beliebt und haben niemanden etwas zu leide getan.

Während die Polizei die Umstände und Zusammenhänge zwischen den fünf Toten aus der Presse heraushalten will, findet der selbsternannte „Richter“ das nicht gut und er verbreitet Todesanzeigen und gibt der Presse selbst Hinweise in welcher Richtung nach ihm gesucht werden muss!

Im Verlauf der Handlung stellt sich heraus, dass die Angehörigen der Toten alle Schuld auf sich geladen haben, denn es gibt tatsächlich einen gemeinsamen Nenner für die anfangs zufällig und wahllos erschossenen Menschen…

Wieder traut sich Nele Neuhaus an ein sehr brisantes Thema heran, allerdings hätten mir etwas weniger Opfer gereicht, denn bei den vielen Personen und der Komplexität der Handlung musste man genau aufpassen, damit man nicht den Faden verliert, denn acht CD’S hört man sich ja nicht am Stück an. Die Spannung geht leider in der Ausführlichkeit der Story und den immer wieder neuen Verdächtigen etwas unter, was schade ist.

 

Fazit: Trotz brisantem Thema verliert sich die Spannung etwas in der sehr komplexen Handlung

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Kommissar Völxen und sein Team ermitteln in einem gruseligen Fall:

In der Nähe Hannovers liegt das Resser Moor. Dort ist man in Herrgottsfrühe dabei und bereitet eine Treibjagd vor. Fabian Zimmer ist als Treiber eingeteilt, da er sich auf seine Jägerprüfung vorbereitet. Noch etwas verkatert nach einer Geburtstagsfeier steht er nun im Wald und wartet auf seinen Einsatz. Um sich die Zeit zu vertreiben will er noch ein paar Pilze einsammeln und er geht etwas in den Wald hinein und seine Augen sind suchend auf den Boden gerichtet als er zwischen einigen Farnen etwas Dunkles liegen sieht. Vorsichtig tastet er sich voran, es dauert einige Zeit bis er wahrnimmt, was dort auf dem Boden liegt:
Ein Mensch wurde ausgeweidet wie ein Tier……

Die herbeigerufene Polizei bekommt schnell die Identität des Toten heraus, denn es handelt sich um Johannes Falkenberg, von seinen Kritikern auch Hühner-Hannes genannt, da er bei der Haltung der Tiere mehrfach angeeckt ist und auch seine Hühnereier als Bio deklariert hat, wovon diese Bezeichnung ganz weit entfernt ist, denn es handelt sich um Massentierhaltung der schlimmsten Art!

Die Ermittlungen sind angelaufen und eine Tierschutzgruppe zu der auch Wanda, die Tochter von Kommissar Völxen gehört, rückt in den Fokus der Polizei. Zwischen Vater und Tochter kommt es zum Disput und bald wird Völxen vom Fall abgezogen…
Doch es gibt auch noch andere Spuren, denn die Familie des Toten ist auch nicht sonderlich kooperativ und auch der Stiefsohn des Opfers macht sich verdächtig, denn er scheint untergetaucht zu sein.

Eine große Wendung nimmt der Fall, als sich herausstellt, dass das Opfer dunkle Wege beschritten hat, um sich sein neues Herz transplantieren zu lassen und dann gibt es wieder einen Toten….

Viele Spuren, viele Verdächtige, aber niemals langweilig ist “Einen Tod musst du sterben“. Susanne Mischke schafft es immer wieder neue Ansatzpunkte und Personen in den Fall einzubeziehen und die Lösung des Rätsels wird dann auch sehr geschickt verpackt präsentiert…

Fazit: Brisantes Thema geschickt in einen spannenden lesenswerten Krimi eingewoben!

Ebenfalls lesenswert: Todesspur

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Meinen ersten humorvollen Krimi mit Pippa Bolle, “Unter allen Beeten ist Ruh” habe ich 2011 gelesen. Zwischenzeitlich sind die Veröffentlichungen wohl an mir vorbeigegangen, denn „Tote trinken keinen Whisky“ ist bereits der 5. Fall für die berliner Hobbydetektivin Pippa Bolle, die aber eigentlich ihren Lebensunterhalt mit mehrsprachigen Übersetzungen bestreitet. Durch ihre auffallend roten Haare, die sie immer mit einer anderen Kopfbedeckung im Zaum hält und ihrem freundlichen und aufgeschlossenen Wesen, behält die Umgebung sie in Erinnerung.

Eine Einladung von Freunden führt Pippa und ihren Bruder Freddy, nach Schottland, wo sie als Haushüterin engagiert wurde, da ihre hochschwangere Freundin Anita den Schotten Duncan Blakely heiraten will.

Schon während der Überfahrt zu der schottischen Halbinsel Kintyre kommt es zu einem tragischen Zwischenfall: Eine Frau stürzt von der Fähre und im Verlauf der Handlung stellt sich die Frage: War es Mord?

Nachdem Pippa und Freddy ihr Feriendomizil in der wunderschönen schottischen Landschaft bezogen haben, lernen sie viele unterschiedliche Menschen kennen, die nicht unbedingt alle dem Brautpaar freundlich gesinnt sind, denn Duncan Blakely ist nicht nur Schotte, sondern auch Erbe einer renommierten Whiskybrennerei, wo es erst kürzlich zu einem folgenschweren Unfall gekommen ist…

Die Stimmung während der Hochzeitsvorbereitungen ist angespannt und wird nicht besser als während einer Kinovorstellung genau neben Pippa jemand erschossen wird…

Die am Buchanfang namentliche Nennung aller Mitwirkenden mit kleinen Hinweisen zum Wiedererkennen fand ich sehr hilfreich, so konnte man immer mal wieder nachschauen, wer den hier sein Unwesen treibt.

Zusammenfasst findet man hier neben wundervoller Landschaftsidylle, eine Geschichte über Whiskybrennen, Schmuggel, schottischer Mentalität nebst Dudelsackmusik und unheimlichen Todesfällen. In einer sehr humorvollen Art ist dieses Buch geschrieben, so dass man über die etwas naive Art eine Schmugglerbande zu stellen, hinwegsehen kann. Passend beim Lesen wäre ein Gläschen Whisky, an dem man nippen kann um noch mehr in die Handlung einzutauchen.

Fazit: Humor, unheimliche Todesfälle in schottischer Landschaft und sympathische Charaktere machen dieses Buch lesenswert

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Eine unsichtbare Organisation, die über sehr viel Macht und Einfluss verfügt, hält in dieser Geschichte alle Fäden in der Hand. Sie ist im Besitz eines geheimnisvollen Codes, der in der menschlichen DNA zu finden sein soll. Viele haben schon versucht diesen Code zu entschlüsseln, doch niemand scheint auf die richtige Lösung gekommen zu sein….

Zwei Menschen verschwinden spurlos: In Stockholm hatte der Kryptologe William Sandberg gerade versucht sich das Leben zu nehmen und seine Rettung war knapp. Im Krankenhaus bekommt er Besuch von zwei Männern und bald ist er wie vom Erdboden verschwunden. Die Polizei vertritt die Ansicht, dass William abgehauen ist, denn sein Arbeitszimmer  und  sämtliche Kleiderschränke sind leer. Williams Ex-Frau ist da ganz anderer Ansicht….

Die zweite Person, die ebenfalls spurlos verschwindet,  ist Janine Charlotta Haynes, Doktorantin für Archäologie, allerdings befand sie sich in einem Cafe in Amsterdam und ward fortan nicht mehr gesehen. Ihr Freund, der sie in diesem Cafe treffen wollte, setzt alle Hebel in Bewegung um sie zu finden….
Beide Personen haben eins gemeinsam, denn sie werden von besagter Organisation entführt und an einem geheimen Ort gefangen gehalten damit sie den Code entschlüsseln um die Menschheit vor einer bevorstehenden viralen Katastrophe zu retten….

Spätestens seit den Büchern von Dan Brown weiß ich, dass es tatsächlich Menschen gibt, die aus irgendwelchen Zahlenkolonnen oder Zeichen und Symbolen etwas herauslesen können, was den meisten Menschen verborgen bleibt. War es bei Dan Brown noch interessant und spannend umgesetzt, so muss ich nach dem Lesen des Buches “Der Code sagen, dass es am Anfang noch vielversprechend war, aber dann war irgendwann die Spannung raus. Der Autor kann  sehr gut mit Worten Situationen beschreiben und hat auch versucht durch die sehr ausführlichen Schilderungen die psychische Zerrissenheit der Hauptakteure einzufangen, aber für meinen Teil war das zu viel des Guten  und ich hätte eine gestraffte Version der Ereignisse besser gefunden.

Fazit: Vielversprechender Anfang, dann verliert sich der Autor in der Ausführlichkeit

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Alle anschnallen und es geht wieder mit ganz viel Reggie-Musik Richtung Karibik, denn es gibt „Death in Paradise – Staffel 3 “.

Nachdem am Ende von Staffel 2 die Frage aufkam, ob DI Richard Poole wohl nach St. Marie zurückkehren wird, kann man dies bejahen. Doch leider bleibt er nur noch eine Folge lang am Leben, denn er wird während eines Treffens mit alten Studienfreunden ermordet!

Um diesen Mord aufzuklären kommt frisch aus England DI Humphrey Goodman auf die Karibik-Insel um dem restlichen Team aus tatkräftig unter die Arme zu greifen.

Doch genau wie ein Vorgänger hat der neue DI so seine ganz speziellen Angewohnheiten, so schreibt er wichtige Dinge z.B. auf Bierdeckel oder Servietten und trägt diese Utensilien dann in seiner Sakkotasche mit sich herum. Sein ganzes Auftreten erinnert an einen tollpatschigen großen Jungen und er wirkt des Öfteren etwas fehl am Platz, was allerdings seinen kriminalistischen Spürsinn in keiner Weise beeinträchtigt und so gelingt es ihm auch den Mörder von DI Richard Poole zu entlarven.

Im Gegensatz zu Richard Poole  kommt DI Goodman gut mit dem karibischen Wetter und mit seinem kleinen Untermieter, dem Gecko Harry (der jetzt eine größere Rolle abgekommen hat!) zurecht.

Die nächsten sieben Folgen drehen sich um ein durch Schokolade vergiftetes Filmcrewmitglied, dann wird ein alter Freund von Fidel erschossen, der pikanter Weise sein Geld anscheinend als Gigolo verdiente. Ein Politiker wird in seinem Haus ermordet und plötzlich steht der seit vielen Jahren abgetauchte Vater von Camilles vor ihr und kommt als Tatverdächtiger in Frage!

Dies sind nur einige Fälle, die der neue DI und sein Team zu lösen haben und am Ende der Staffel wird es auch noch romantisch…

Obwohl es ja erst ein trauriger Anfang ist, da wir uns von DI Richard Poole verabschieden müssen, der mir zumindest durch eine kleinen Macken sehr sympathisch geworden war,  kann ich nur sagen dieser tapsig,  jungenhafte und immer etwas schusselig wirkende DI Goodman ist ein würdiger Nachfolger und die Fälle mit karibischem Charme und Witz sind auch nach der dritten Staffel noch sehenswert und es gibt hoffentlich bald eine Fortsetzung…..

Als Bonus sind auf der DVD ein Making of sowie ein Inelrundgang mit DI Richard Poole.

Fazit: Trotz neuem DI bekommt man Spannung, Humor und karibisches Feeling geboten, bitte mehr davon!

Auch sehenswert Staffel 1 und Staffel 2

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Fall Nr. 2 für Femke Folkmer und Tjark Wolf

Femke arbeitet  jetzt in Wilhelmshaven bei der Kripo und KHK Tjark Wolf ist abgetaucht um nachzudenken und niemand kennt seinen Aufenthaltsort.

Femke trifft sich mit ihrer Kollegin Ceylan, die gerade Leiterin der Sonderkommission für organisierte Kriminalität beim LKA geworden ist, wo sie Jagd macht auf rivalisierende Banden, die ihre Finger in Drogen- und Waffengeschäften haben.

Die beiden Frauen bummeln unbeschwert über einen Rummel im Hafengebiet als plötzlich Ceylan blutüberströmt zusammenbricht, irgendjemand hat ihr mit einem Messer in den Rücken gestochen….

Die Vermutung liegt nahe, dass jemand aus dem Bandenmilieu Rache an Ceylan nehmen will und man sie deswegen niedergestochen hat.  Nach dem anfänglichen Schockzustand fängt es bei Femke an zu arbeiten und sie setzt alle Hebel in Bewegung um Tjark ausfindig zu machen, denn sie braucht jetzt dringend jemanden zum Reden, denn Ceylan liegt mit ihrer schweren Verletzung im Koma…

Das Buch „Dünentod“ beginnt aber mit einer ganz anderen Geschichte:  Der fast 30-jährige Maxim Ferner  lebt immer noch bei seinen Eltern, die ihn wegen einer schweren Erkrankung beschützen wollen. Doch Maxim will das nicht mehr, denn er will sich als „gefährlichster Mann Deutschlands“ outen,  in dem er schwer bewaffnet und mit zwei Bomben im Gepäck sich auf eine Nordseefähre begibt, wo er Rache nehmen will an allen Menschen, die ihn sein ganzes Leben lang nur gemobbt und gepeinigt haben.  Als die Fähre unplanmäßig stoppt, gibt es kein Halten mehr für Maxim,  er dringt in das Steuerhaus vor und erschießt den Kapitän und den Steuermann, denn nun gab es auch Maxim nicht mehr,  sondern Charon, der Fährmann, der die Verstorbenen über den Fluss Styx in die Unterwelt geleitet, hatte nun das Ruder übernommen!

Wie die beiden Handlungsstränge zusammenkommen, erzähle ich hier bestimmt nicht, denn dieses Buch fesselt einen von der ersten Seite an und das bleibt so bis zum dramatischen Ende. Der Autor hat hier ein Alptraum-Szenario aufgeschrieben, dass es einem kalt den Rücken runterläuft…..

Fazit: Nach dem spannenden ersten Buch „Dünengrab“  mit den beiden ostfriesischen Ermittlern,  ist dieser neue Fall noch eine Steigerung in Sachen Spannung, aber auch mit einem kleinen “open end”, was auf weitere Fälle hoffen läßt.

 

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