Arnaldur Indridason: Eiseskälte

25 Februar 2013 · Buchformat,Hardcover,Thriller · 0 Kommentare

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Es heißt Abschiednehmen von dem eigenwilligen und doch über die  Jahre aus der nordischen Krimilandschaft nicht wegzudenkenden Ermittler Kommissar Erlendur.  Er hat sich in die Ostfjorde aufgemacht, dort wo er seine Kindheit verbracht hat.  Er kehrt immer wieder auf den bereits verfallenden Hof  seiner Eltern zurück,  wo  er dann campiert und in die Berge wandert um dort seinen Gedanken nachzuhängen…

Auch dort ist er jetzt wieder unterwegs. Er trifft auf den alten Fuchsjäger  Boa, der schon sehr lange in der Gegend lebt und mit dem er einige Zeit durch die Berge streift und ins Gespräch kommt.  Boa erzählt , dass er bei der Suche nach Erlendurs kleinen Bruder mitgeholfen hat,  als der in einem schweren Schneesturm verloren ging.  Erlendur selbst war damals nur knapp dem Tode entronnen und von seinem Bruder fehlt bis heute jede Spur.

Auch kommt die Sprache auf einen Vorfall, der sich 1942 ereignet hat. Dort kamen britische Soldaten auf einer Bergtour in ein Unwetter und viele starben. Zur gleichen Zeit verschwand die  junge Mathilda. Laut ihrem Ehemann war  sie auf dem Weg zu ihrer Mutter, wie immer durch die Berge. Auch das Schicksal von  Matthildur  ist bis heute nicht geklärt und Erlendur lässt diese Geschichte nicht los und er fängt an sich mit der Sache zu beschäftigen und sucht nach noch lebenden Familienmitgliedern.

Erlendur, wäre nicht Erlendur, wenn seine Hartnäckigkeit nicht belohnt werden würde. Es gelingt ihm eine noch lebende Schwester der Vermissten zu besuchen und sich mit ihr über den Fall zu unterhalten.  Er bohrt immer weiter und es treten doch einige Ungereimtheiten auf, die auch nach so langer Zeit  den Verdacht aufkommen lassen, dass Matthildur einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist…

Der Titel „Eiseskälte“ passt hervorragend zu diesem Buch. Dem Autor gelingt es die Kälte der Schneelandschaft und auch die Kälte des Verbrechens dem Leser vor Augen zu führen. Durch seine ganz besondere Erzählkunst und die Hartnäckigkeit seines Ermittlers schauert es einen beim Lesen, wenn so langsam Licht ins Dunkel  gefördert wird…

Fazit: Erlendurs Abschied darf man auf keinem Fall verpassen!

Leseprobe Eiseskälte

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