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Kommissar Völxen und sein Team ermitteln in einem gruseligen Fall:

In der Nähe Hannovers liegt das Resser Moor. Dort ist man in Herrgottsfrühe dabei und bereitet eine Treibjagd vor. Fabian Zimmer ist als Treiber eingeteilt, da er sich auf seine Jägerprüfung vorbereitet. Noch etwas verkatert nach einer Geburtstagsfeier steht er nun im Wald und wartet auf seinen Einsatz. Um sich die Zeit zu vertreiben will er noch ein paar Pilze einsammeln und er geht etwas in den Wald hinein und seine Augen sind suchend auf den Boden gerichtet als er zwischen einigen Farnen etwas Dunkles liegen sieht. Vorsichtig tastet er sich voran, es dauert einige Zeit bis er wahrnimmt, was dort auf dem Boden liegt:
Ein Mensch wurde ausgeweidet wie ein Tier……

Die herbeigerufene Polizei bekommt schnell die Identität des Toten heraus, denn es handelt sich um Johannes Falkenberg, von seinen Kritikern auch Hühner-Hannes genannt, da er bei der Haltung der Tiere mehrfach angeeckt ist und auch seine Hühnereier als Bio deklariert hat, wovon diese Bezeichnung ganz weit entfernt ist, denn es handelt sich um Massentierhaltung der schlimmsten Art!

Die Ermittlungen sind angelaufen und eine Tierschutzgruppe zu der auch Wanda, die Tochter von Kommissar Völxen gehört, rückt in den Fokus der Polizei. Zwischen Vater und Tochter kommt es zum Disput und bald wird Völxen vom Fall abgezogen…
Doch es gibt auch noch andere Spuren, denn die Familie des Toten ist auch nicht sonderlich kooperativ und auch der Stiefsohn des Opfers macht sich verdächtig, denn er scheint untergetaucht zu sein.

Eine große Wendung nimmt der Fall, als sich herausstellt, dass das Opfer dunkle Wege beschritten hat, um sich sein neues Herz transplantieren zu lassen und dann gibt es wieder einen Toten….

Viele Spuren, viele Verdächtige, aber niemals langweilig ist “Einen Tod musst du sterben“. Susanne Mischke schafft es immer wieder neue Ansatzpunkte und Personen in den Fall einzubeziehen und die Lösung des Rätsels wird dann auch sehr geschickt verpackt präsentiert…

Fazit: Brisantes Thema geschickt in einen spannenden lesenswerten Krimi eingewoben!

Ebenfalls lesenswert: Todesspur

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Nach „Gier“ und „Zorn“ ist nun der nächste Thriller mit dem Titel “Neid” erschienen, der über die Arbeit der  international agierenden Opcop-Gruppe um Paul Hjelm, dem Leiter dieses Teams, erzählt.

In Den Haag beziehen die Ermittler ihr neues Hauptquartier.  Doch die Zentrale ist so gut wie leer, denn die meisten aus dem Team halten sich wegen eines ganz speziellen Überwachungsauftrags in  Amsterdam auf. Dort observieren sie eine Wohnung, in der sich drei Männer aufhalten, die wahrscheinlich rumänischer Abstammung sind und sich auf Menschenhandel spezialisiert haben. Unterstützung bekommt das Team durch einen Simultanübersetzer. Ziel der Überwachung ist es, die Drahtzieher zu ermitteln, die z.B. in rumänischen Waisen- oder Pflegeheimen Menschen regelrecht einkaufen und dann über dunkle Kanäle ins Ausland schaffen um sie dann z.B. als „arme Bettler“ auf die Straße zu schicken, was eine gute Einnahmequelle zu sein scheint.

Die Überwachung gestaltet sich schwierig, da die drei sich kaum unterhalten und durch andere Kommunikationsmittel wie chiffrierte handgeschriebene Zettel Kontakt mit den Drahtziehern halten…

Auf einem Bankett  lernen Kerstin Holm und Paul Hjelm die EU-Kommissarin Marianne Barriére kennen, die in Kürze einen Gesetzesentwurf vorstellen will,  der sich ganz besonders gegen die mächtige Ölindustrie wendet. Um ihr Einhalt zu gebieten, scheint dieser riesigen Lobby jedes Mittel Recht zu sein und bald versucht man sie mit kompromittierenden Bildern aus ihrer Vergangenheit zu erpressen. Sie bittet Paul Hjelm um Hilfe. Die Sache muss  unter höchster Geheimhaltung ablaufen. Alles scheint unter Kontrolle zu sein, doch es kommt bei der öffentlichen Lesung des Gesestzesentwurfs zu einem Zwischenfall und es gibt Tote.

Außerdem gilt es noch den Tod eines auf offener Straße regelrecht abgeschlachteten Professors aufzuklären, der zu einer geheimen Forschungsgruppe gehörte. Eine Spur bei den Ermittlungen führt geradewegs zu Marianne Barriére!

Das ganze Buch über ist man als Leser in einer ungewissen Spannung gefangen.  Wie kleine Puzzleteile fügen sich die unterschiedlichen Handlungsstränge zu einem Gesamtbild zusammen. Das Thema des Buches ist hochaktuell und wenn man regelmäßig die Nachrichten verfolgt, findet man so manche Berichterstattung in abgewandelter Form hier wieder.

Fazit: Internationaler Menschenhandel, Erpressung und Mord sind Bestandteile dieses fesselnden Thrillers, den man unbedingt lesen sollte!

 

 

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Viele Leser von Kriminalromanen werden Kommissar Erlendur kennen, den Arnaldur Indridason erschaffen und  ja in seinem letzten Buch mit dem Titel „Eiseskälte“ ein letztes Mal hat auftreten lassen. Wer die Buchreihe verfolgt hat, wird auch den Namen Marian Briem kennen und sich freuen, denn er übernimmt jetzt den Part des leitenden Ermittlers.

Wie auch die anderen Krimis des Autors geht es nicht ausschließlich um Ermittlungen und Polizeiarbeit, sondern man bekommt Einblick in die isländische Gesellschaft und die Menschen mit ihren unterschiedlichen Schicksalen.

Die Handlung ist im Jahr 1972 angesiedelt und spielt in Reykjavík. Zurzeit schaut die ganze Welt nach Island, denn hier findet die Schachweltmeisterschaft statt.  Und dies hat auch einen politischen Hintergrund, denn man befindet sich im Kalten Krieg und der amtierende russische Weltmeister Boris Spasski wird von dem Amerikaner Bobby Fischer herausgefordert. Fischer gilt als schwierig und  durch seine hohe ansprüchliche Haltung wird die angespannte Lage noch zusätzlich strapaziert.  Neben unzähligen Pressevertretern sind hochrangige Politiker aus aller Herren Länder, Prominente und viele internationale Gäste vor Ort um sich dieses Schachturnier anzusehen.

Während dieser angespannten Situation haben Marian Briem und sein Kollege Albert den Tod des kinobegeisterten  jungen Ragnar aufzuklären, dieser wurde während einer Filmvorführung in einem Kinosaal erstochen. Die Ermittlungen ergeben,  dass Ragnar immer seinen Kassettenrekorder bei sich hatte um den Ton der Filme aufzunehmen. Es wird vermutet, dass er zufällig etwas sehr Brisantes mit aufgenommen hat, was geheim bleiben sollte und er deswegen sterben musste.

Nun beginnt eine umfangreiche Suche nach den anderen Kinobesuchern, was ein schwieriges Unterfangen ist. Außerdem fehlen der Rekorder und die Tasche, die der Junge bei sich hatte.  Marian Briem und sein Kollege ermitteln in alle Richtungen und auf einmal führt eine Spur direkt zur Schachweltmeisterschaft.

Neben der Mördersuche erfährt man in diesem Buch auch sehr viel aus Marian Briems Kindheit sowie seinen langen Kampf gegen eine schwere Krankheit.

Als Krimi würde ich “Duell” nicht unbedingt zuerst einordnen, sondern eher als interessanten und lesenswerten Roman, der mit Krimi-Elementen angereichert ist. Außerdem ist es eine Zeitreise zu medizinischen Behandlungsmethoden, bei denen  man  Gänsehaut bekommt. Der reale Hintergrund der Schachweltmeisterschaft rundet das Ganze noch ab.

Fazit: Wer die Kommissar-Erlendur-Reihe kennt, sollte dieses Buch nicht verpassen

Hier  geht es zu weiteren spannenden Büchern des Autors:

Kälteschlaf

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Eiseskälte

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Nachdem im Fernsehen bereits einige Verfilmungen der Romane von Camilla Läckberg gezeigt wurden, hat man jetzt auch eine Vorstellung wie es in dem schwedischen Ort Fjällbacka aussieht. Die vielen kleinen Schäreninseln bilden eine schöne Kulisse und auch in diesem neuen Krimi spielt eine davon eine große Rolle.

Das Ehepaar Ebba und Marten plant auf der kleinen Schäreninsel Valö ein Ferienheim zu eröffnen Das Gebäude in dem das Ferienheim eingerichtet werden soll, hat eine schlimme Vergangenheit und Ebba, ist ein Teil dieser.  Sie hat das Gebäude von ihren Eltern geerbt.  Sie ist die einzige Überlebende ihrer Familie, denn ihre Eltern, die auf Valö ein Internat geleitet haben sind gemeinsam mit Ebbas beiden Geschwistern an Ostern 1974 spurlos verschwunden.  Die ganze Insel wurde abgesucht, aber niemand gefunden und bis heute  gilt der Fall als ungelöst.

Ebba und Marten  sind handwerklich sehr geschickt und sie wollen die notwendige Renovierung selbst übernehmen.  Als sie in einem Zimmer die alten Fußbodendielen hochnehmen, stockt Ihnen der Atem, denn es findet sich ein großer dunkler Fleck darunter, der Blut sein könnte. Alle hatten ja vermutet, dass die Familie getötet wurde, aber es wurde nie ein Hinweis darauf gefunden, dass könnte sich jetzt ändern…

Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat, arbeiten Ebba und Marten in den anderen Räumen weiter. Doch es scheint jemanden zu geben, der dass nicht gut findet, denn auf einmal steht das ganze Haus in Flammen….

Ich habe dieses Buch an einem Wochenende durchgelesen, denn aus der Hand legen konnte ich „Die Engelmacherin“ nicht, dafür war die Handlung einfach zu spannend. Außerdem ist der Titel des Buches sehr gut gewählt, denn es gibt in jeder Zeitebene, die hier erzählt wird, eine Engelmacherin!

Nur ein kleines Detail fand ich nicht so gut: Erica hat diesmal sehr viel hinter dem Rücken von Patrick agiert und sich eingemischt, was in das sonst so harmonische Bild der beiden irgendwie nicht passt.

Nichtsdestotrotz ist das Buch eine gelungene fesselnde Zeitreise, in die Camilla Läckberg spannende Krimielemente eingefügt hat, so dass man sich diesem Buch wieder einmal nicht entziehen kann.

Fazit: Sogartige Spannung, der man nicht entgehen kann

Auch diese Bücher der Autorin sind sehr lesenswert:

Der Leuchtturmwärter

Meerjungfrau

Engel aus Eis

 

 

 

 

Verleumdet von Thomas Enger

Endlich ist der da, der dritte Fall für Henning Juul!

Wie im ersten Teil „Sterblich“ zu erfahren war, ist Henning Juul ein Journalist, der durch einen Wohnungsbrand seinen kleinen Sohn verloren hat. Beim Versuch ihn zu retten wird Henning Juul selbst schwer verletzt und hat Brandwunden im Gesicht davon getragen.  Nach seiner Genesung rekapituliert er, was eigentlich geschehen ist und er hat die Vermutung, dass der Brand in seiner Wohnung gelegt worden ist, doch von wem und warum ist die Frage, doch da er sich kaum an das Geschehen erinnern kann, stochert er im Trüben.

Im zweiten Teil „Vergiftet“ erhält er von Tore Pulli, einem in Haft sitzenden verurteilten Mörder einen Hinweis darauf, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt, dass der Brand gelegt worden ist. Den Namen des Täters kann er ihm dann aber nicht mehr nennen, da ermordet wird.

Im dritten Teil „Verleumdet“ geht die Suche nach den Zusammenhängen zum Tod seines Sohnes Jonas weiter, aber so richtig Licht in die Sache kommt nicht.  Dafür ist Hennings Schwester Trine, die Justizministerin ist, in großen Schwierigkeiten, denn sie wird öffentlich bezichtigt einen Kollegen sexuell genötigt zu haben. Die Öffentlichkeit wartet auf eine Erklärung, aber Trine schweigt. Zwar haben sich die Geschwister lange Zeit nicht gesehen und schon gar nicht miteinander gesprochen, aber Henning will ihr trotzdem irgendwie helfen und fängt an zu recherchieren und erkennt, warum seine Schwester beharrlich schweigt…..

Außerdem soll er für seinen Arbeitgeber die Onlinezeitung „123nyheter” über einem brutalen Mord an einer Seniorin im Altenheim berichten. Die ehemalige Lehrerin war kein sonderlich beliebter Mensch, doch das ist ja noch kein Grund jemanden zu ermorden und dann auch noch Stricknadeln in die Augen zu stechen…..

Thomas Enger schafft es erneut einen dermaßen spannenden Krimi zu schreiben, den ich in einem Rutsch gelesen habe. Auch wer die zwei vorherigen Bücher nicht kennt, kommt schnell in die Vorgeschichte und hechtet mit dem Reporter von einer Recherche zur nächsten.

Fazit: Dieser Krimi ist  spannend, fesselnd und man bekommt Lust auf weitere Fälle mit Henning Juul

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Zehn scheint eine magische Zahl zu sein,  die eine Krimi-Reihe umfasst, denn wie schon z.B. die Autoren der „Kommissar-Beck-Reihe“,  ist auch bei Arne Dahl das 10. Buch mit dem Titel “Bußestunde” um Paul Hjelm und seine Mitarbeiter,  dem sogenannten A-Team, das letzte.

Doch vor ihrem Abschied können sie noch einmal zeigen,  wie gut ihre Zusammenarbeit ist. Nur Paul Hjelm ist außen vor. Zum einen muss er sich um seine an Magersucht erkrankte Tochter Tova kümmern und für sie eine geeignete Klinik finden und zum anderen bekommt er einen Geheimauftrag, in dem es darum geht einen hochrangigen Geheimdienstmitarbeiter ausfindig zu machen.

Hier erinnert die Story ein wenig an die Schnitzeljagden für die der Autor Dan Brown bekannt ist, denn Paul Hjelm muss geheime Botschaften aus Texten  und anderem Material deuten, die der Vermisste hinterlassen hat. Er muss seinen analytischen Verstand einsetzen um die Aufgabe zu meistern, was dann jedoch in einem Flammeninferno endet…..

Lena Lindholm, ein Mitglied des A-Teams wird zufällig Zeuge eines Raubüberfalls auf eine Videothek.  Der Täter kann fliehen, aber er hat völlig brutal eine gerade an der Kasse stehende Kundin so stark verletzt, dass sie bewusstlos zusammenbricht.

Das A-Team übernimmt die Ermittlungen und beim Sichten des Videomaterials aus der Überwachungskamera kommen schnell Zweifel daran auf, dass es sich um einen gewöhnlichen  Raubüberfall  gehandelt hat.  Auch bei den Zeugenbefragungen ist einiges unstimmig und bald ist das Team auf der Jagd nach einem sehr gefährlichen sadistischen Serienkiller, der mit Vorliebe junge magersüchtige Frauen anlockt und sie dann über längere Zeit foltert und tötet..

Da Abschiednehmen nicht immer ganz einfach ist, habe ich  Arne Dahls Abschluss-Thriller auch in Form des Hörbuchs  genossen. „Bußestunde  wird gekonnt von Achim Buch vorgetragen und die Figuren bekommen ein „akustische Gesicht“. Es  umfasst 6 CDs, die 450 spannende Minuten garantieren.

Auch wenn das Buch anfänglich wie aus der Vogelperspektive geschrieben ist und wie in Slow-Motion das jetzige Dasein der Mitglieder des A-Teams betrachtet wird, plätschert die Handlung anfangs etwas dahin,  dann wird es aber wie gewohnt spannend und man bleibt in der Handlung gefangen und ein kleiner Funke Hoffnung bleibt, dass es doch irgendwann eine Wiederbelebung des Teams gibt.

Fazit: Egal ob als Hörbuch oder Hardcover, den finalen Teil um das A-Team darf man nicht verpassen

 Auch sehr spannend sind die  zwei vorherigen Teile der Reihe:

Gier

Zorn

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Durch die Fersehserie „Arne Dahl“ (über die ich bereits an anderer Stelle hier berichtet habe) bin ich auf den schwedischen Schriftsteller aufmerksam geworden. Das Buch “Zorn” ist die Fortsetzung der Reihe.

Erst dachte ich wie ich das seitenstarke Buch vor mir sah, hoffentlich ist es nicht zu kompliziert geschrieben, denn wenn ich an die Verfilmung denke, war die Handlung doch sehr weitreichend und es kamen sehr viele Personen darin vor.  Aber meine Bedenken haben sich gleich nach den ersten Kapiteln verflüchtigt, denn Arne Dahl hat einen sehr guten Schreibstil, in dem er Personen und Handlungen immer wieder ins aktuelle Geschehen einfügt, damit man niemals den Faden beim Lesen verliert.

Also dann zum Inhalt des wahnsinnig spannenden Krimis:

Diejenigen, die die Fernsehserie  kennen, denen begegnen in diesem Buch bekannte Personen wieder wie z.B. Paul Hjelm, der mittlerweile der operierende Chef der geheimen, europaübergreifenden Spezialeinheit, auch OPCOP-Gruppe genannt wird, ist.

Diese aus vielen, sehr speziellen Kriminalisten bestehende Gruppe ist in Den Haag beheimatet, wo sich das Hauptquartier befindet. Die Mitglieder sind aus den unteschiedlichsten europäischen Ländern zusammengewürfelt und sie haben es diesmal mit vielen Todesfällen zu tun, die alleinstehend nicht unbedingt auf einen Zusammenhang mit Morden, Selbstmorden oder Unfällen quer über den Globus verteilt, denken lassen.  Aber durch gewisse Puzzleteile, die an den verschiedenen Tatorten gefunden werden wie z.B. auf Wachstuch geschriebene Passagen aus der „Graf von Monte Christo“ oder auch die Tötungsarten lassen bald Hjelm und Co.  aufhorchen.  Sie finden heraus, daß sie es mit einem ganz gefährlichen Serienkiller zu tun haben, der mit Vorliebe auf ehemaligen Gefängnisinseln mordet. Als sie endlich einen Verdächtigen im Visier haben und ihn dingfest machen wollen, fallen auf einmal Schüsse und es gibt mehrere Tote….

Mich hat schon lange nicht mehr ein Krimi so gefesselt, dass ich ihn kaum aus der Hand legen konnte.

Fazit: Diesen Thriller sollte man unbedingt lesen!

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Hauptkommissar Rudolf von Rhoden ermittelt in seinem zweiten Fall. Das Taubertal wird von einer Mordserie erschüttert, was zur der Bildung der Sonderkommission „Liebliches Taubertal“ führt.

Das erste Mordopfer wird von einem Jagdhund erschnüffelt, der mit seinem Herrchen auf einem Spaziergang war. Der Eigentümer des Hundes ruft die Polizei und kann auch gleich zur Identität des Toten beitragen. Es handelt sich um den ca. 60 Jahre alten Vorsitzenden des katholischen Gemeinderates Joseph Beck. Die Leiche wurde auf einer Wiese so drapiert, dass beim ersten Hinsehen der Betrachter denken könnte, der Mann bete dort. Doch beim genaueren Hinsehen kann man an der Stirn ein Einschussloch erkennen.

Da Joseph Beck Witwer ist und seine Tochter in Kanada lebt, erzählt die Haushälterin des Toten, dass seit einiger Zeit merkwürdige Telefonanrufe im Vorfeld stattgefunden haben. Sobald jemand den Hörer abgenommen hatte um das Gespräch anzunehmen, wurde aufgelegt….

Sonderlich beliebt scheint der Tote auch nicht gewesen zu sein, so werden ihm mehrere Affären nachgesagt, die skandalumwittert sind.

Der nächste Opfer des Mörders ist der 59-jährige Friedhelm Burger, der an eine Blutbuche gelehnt in der Nähe eines Radweges tot aufgefunden wird. Genau wie beim ersten Mord ist der Schuss aus einer großkalibrigen Waffe aus großer Distanz abgegeben worden.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und man sucht den gemeinsamen Nenner. Doch es könnte besser voran gehen, wenn sich nicht einige Personen vehement den Befragungen der Polizei entziehen würden. Eine Spur bei  den Ermittlungen führt zu einem Journalisten, der dann auch ins Visier des Mörders rückt….

Aus vielen verschiedenen Fäden spinnt sich zum Schluss ein Knäul von Fakten, die dann letztendlich zur Lösung des Falles führen.

Mord im lieblichen Taubertal” ist genau wie das vorherige Buch “Tot auf dem Schlossplatz“  mit viel Lokalkolorit geschmückt, wobei Essen und Trinken und eine Nuance feiner Humor wieder mit dabei sind.

Fazit: Bitte mehr davon!

 

Das Dorf der Moerder von Elisabeth Herrmann

Irgendwo in Brandenburg fangen eines nachts die Hunde eines  kleinen unscheinbaren Dorfes an zu jaulen bzw. es ist ein herzzerreißendes Wehklagen, was sie anstimmen, denn es ist irgendetwas Schreckliches passiert…

Berlin, 20 Jahre später: Es ist Mai und es sollte ein schöner Tag werden, den eine Kindergartengruppe im Tierpark verbringen wollte. Die Stimmung ist ausgelassen und nach einiger Zeit bleiben sie am Gehege kleiner Schweine, auch Pekaris genannt, stehen und schauen die Tiere an und dann machen die Kinder eine schreckliche Entdeckung: Eines der Schweine hat eine menschliche Hand im Maul…

Die junge engagiert Polizeimeisterin Sanela Beara und ihr Kollege sind die ersten im Tierpark, denn die Erzieherin der Kindergartengruppe hatte einen Notruf abgesetzt und ist gerade dabei die Gruppe zu beruhigen und zusammenzuhalten, denn die Kinder stehen unter Schock.

Als Sanela zu der aufgeregt durcheinander redenden Gruppe von Kindern geht, fängt sie Satzfetzen auf wie: „Das Schwein hatte die blutige Hand im Maul“, „der Clown hatte eine Schubkarre“, „da war eine Kugel, die aussah wie ein Kopf“, „fressen Schweine auch Kin…“

Nachdem der grausige Fund näher untersucht wurde, ist bald klar, das nicht nur eine menschliche Hand  im Futtertrog der Pekaris gelandet war, sondern verschiedene Körperteile einschließlich des Kopfes eines Mannes dort entsorgt werden sollte.

Einige Zeit später gibt es eine geständige Mörderin, doch Sanela und auch der eingeschaltete Psychologe haben da so ihre Bedenken und fangen unabhängig von einander an sich für die Biographie bzw. Herkunft der Mörderin zu interessieren und was sie dann herausfinden, bringt sie selbst in größte Gefahr….

Was für ein Buch! „Das Dorf der Mörder“ ist Nervenkitzel pur! Das ganze Buch hindurch zieht eine unheimliche, nicht fassbare Ahnung, was eine junge Frau zu einer geständigen Mörderin werden lässt.  Aber auch die Auflösung dieses Rätsels wird erst fast am Ende des Buches dem Leser präsentiert und das schafft nicht jeder Autor, so einen Spannungsbogen zu halten!

Fazit:  So müssen Krimis sein! Bitte mehr davon!

 

Die Hörbuchfassung von „Das Dorf der Mörder“ wird von Eva Mattes gelesen, was wirklich eine sehr gute Wahl ist. Frau Mattes ist ja u.a. auch bekannt als Ermittlerin Klara Bluhm aus der „Tatort-Reihe“ und deshalb kennt sie sich ja in diesem Metier gut aus. Durch ihr feinsinniges Vorlesen ist man von der wirklich spannungsgeladenen Handlung gefesselt und es fällt einem sichtlich schwer eine Pause beim Anhören einzulegen und nicht gleich  alle sieben CD’s hintereinander anzuhören.

Fazit: Unbedingt anhören, denn besser kann man sich diesen Thriller nicht vorlesen lassen

 

Hier geht es zu weiteren spannenden Krimis aus der Feder von Elisabeth Herrmann:

Schattengrund

Die letzte Instanz

Die Zeugin der Toten

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Dies ist mittlerweile der siebte Krimi um Erica, Patrik und die Kriminalfälle rund um das schwedische Städtchen Fjällbacka. Und genau „Der Leuchtturmwärter“ wird mir persönlich noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben, denn die Autorin befand sich auf Lesereise in Deutschland, wo sie ihr neues Buch vorstellte. Bei einer dieser Lesungen habe ich sie persönlich kennengelernt und mir dieses Buch signieren lassen.

Camilla Läckberg ist eine sehr sympathische junge Frau, die den gebannt lauschenden Zuhörern so einiges aus ihrem Privatleben verraten und auch zur Entstehung  ihrer Bücher erzählt hat. Mittlerweile ist sie in Schweden so bekannt, dass es in Fjällbacka, wo ja ihre Krimis spielen, es für Krimiliebhaber und  Touristen eine Reihe an Guides gibt, die durch den beschaulichen Ort führen und manchmal sogar besser als die Autorin selbst wissen, wo die einzelnen Leichen aus ihren Krimis aufgefunden wurden….

 

Zum Inhalt des Buches:

Mats Sverin, ein ehemaliger Schulkamerad von Erica kommt nach einiger Zeit wieder zurück nach Fjällbacka. Er arbeitet für die Gemeinde und hat mit den Finanztransaktionen für den kurz vor der Eröffnung stehenden Wellnesstempel „Badis“ zu tun. Egal wen man fragt, er gilt als freundlich, zuverlässig und pünktlich und so kann sich niemand erklären, warum er ohne eine Nachricht zu hinterlassen nicht zur Arbeit erscheint. Auch seine Eltern haben keine Erklärung für sein Fernbleiben und machen sich auf den Weg um in seiner Wohnung nach ihm zu sehen. Dort machen sie eine schreckliche Entdeckung, denn im Flur der Wohnung liegt ihr toter Sohn, der augenscheinlich erschossen wurde…..

Wie bereits in den anderen Krimis gibt es auch wieder eine Reise in die Vergangenheit und zwar ins Jahr 1870. Auf der kleinen Schäreninsel Graskär – von den Einheimischen auch  Geisterinsel genannt – lebt der Leuchtturmwärter Karl mit seiner Frau Emelie und dem Gehilfen Julian. Und ihr Schicksal ist eng mit dem von Mats Sverin verknüpft…

Mehr will ich hier nicht verraten, denn um dieses Lesevergnügen will ich niemanden bringen.

Spannung von Anfang bis Ende und wie ich bei der Lesung erfahren habe, gibt es bereits in Schweden Nachschub an weiteren Krimis von Camilla Läckberg!

Dies ist das vorherige sehr spannende Buch aus der Reihe: Meerjungfrau

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