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Durch die Fersehserie „Arne Dahl“ (über die ich bereits an anderer Stelle hier berichtet habe) bin ich auf den schwedischen Schriftsteller aufmerksam geworden. Das Buch “Zorn” ist die Fortsetzung der Reihe.

Erst dachte ich wie ich das seitenstarke Buch vor mir sah, hoffentlich ist es nicht zu kompliziert geschrieben, denn wenn ich an die Verfilmung denke, war die Handlung doch sehr weitreichend und es kamen sehr viele Personen darin vor.  Aber meine Bedenken haben sich gleich nach den ersten Kapiteln verflüchtigt, denn Arne Dahl hat einen sehr guten Schreibstil, in dem er Personen und Handlungen immer wieder ins aktuelle Geschehen einfügt, damit man niemals den Faden beim Lesen verliert.

Also dann zum Inhalt des wahnsinnig spannenden Krimis:

Diejenigen, die die Fernsehserie  kennen, denen begegnen in diesem Buch bekannte Personen wieder wie z.B. Paul Hjelm, der mittlerweile der operierende Chef der geheimen, europaübergreifenden Spezialeinheit, auch OPCOP-Gruppe genannt wird, ist.

Diese aus vielen, sehr speziellen Kriminalisten bestehende Gruppe ist in Den Haag beheimatet, wo sich das Hauptquartier befindet. Die Mitglieder sind aus den unteschiedlichsten europäischen Ländern zusammengewürfelt und sie haben es diesmal mit vielen Todesfällen zu tun, die alleinstehend nicht unbedingt auf einen Zusammenhang mit Morden, Selbstmorden oder Unfällen quer über den Globus verteilt, denken lassen.  Aber durch gewisse Puzzleteile, die an den verschiedenen Tatorten gefunden werden wie z.B. auf Wachstuch geschriebene Passagen aus der „Graf von Monte Christo“ oder auch die Tötungsarten lassen bald Hjelm und Co.  aufhorchen.  Sie finden heraus, daß sie es mit einem ganz gefährlichen Serienkiller zu tun haben, der mit Vorliebe auf ehemaligen Gefängnisinseln mordet. Als sie endlich einen Verdächtigen im Visier haben und ihn dingfest machen wollen, fallen auf einmal Schüsse und es gibt mehrere Tote….

Mich hat schon lange nicht mehr ein Krimi so gefesselt, dass ich ihn kaum aus der Hand legen konnte.

Fazit: Diesen Thriller sollte man unbedingt lesen!

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Hauptkommissar Rudolf von Rhoden ermittelt in seinem zweiten Fall. Das Taubertal wird von einer Mordserie erschüttert, was zur der Bildung der Sonderkommission „Liebliches Taubertal“ führt.

Das erste Mordopfer wird von einem Jagdhund erschnüffelt, der mit seinem Herrchen auf einem Spaziergang war. Der Eigentümer des Hundes ruft die Polizei und kann auch gleich zur Identität des Toten beitragen. Es handelt sich um den ca. 60 Jahre alten Vorsitzenden des katholischen Gemeinderates Joseph Beck. Die Leiche wurde auf einer Wiese so drapiert, dass beim ersten Hinsehen der Betrachter denken könnte, der Mann bete dort. Doch beim genaueren Hinsehen kann man an der Stirn ein Einschussloch erkennen.

Da Joseph Beck Witwer ist und seine Tochter in Kanada lebt, erzählt die Haushälterin des Toten, dass seit einiger Zeit merkwürdige Telefonanrufe im Vorfeld stattgefunden haben. Sobald jemand den Hörer abgenommen hatte um das Gespräch anzunehmen, wurde aufgelegt….

Sonderlich beliebt scheint der Tote auch nicht gewesen zu sein, so werden ihm mehrere Affären nachgesagt, die skandalumwittert sind.

Der nächste Opfer des Mörders ist der 59-jährige Friedhelm Burger, der an eine Blutbuche gelehnt in der Nähe eines Radweges tot aufgefunden wird. Genau wie beim ersten Mord ist der Schuss aus einer großkalibrigen Waffe aus großer Distanz abgegeben worden.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und man sucht den gemeinsamen Nenner. Doch es könnte besser voran gehen, wenn sich nicht einige Personen vehement den Befragungen der Polizei entziehen würden. Eine Spur bei  den Ermittlungen führt zu einem Journalisten, der dann auch ins Visier des Mörders rückt….

Aus vielen verschiedenen Fäden spinnt sich zum Schluss ein Knäul von Fakten, die dann letztendlich zur Lösung des Falles führen.

Mord im lieblichen Taubertal” ist genau wie das vorherige Buch “Tot auf dem Schlossplatz“  mit viel Lokalkolorit geschmückt, wobei Essen und Trinken und eine Nuance feiner Humor wieder mit dabei sind.

Fazit: Bitte mehr davon!

 

Das Dorf der Moerder von Elisabeth Herrmann

Irgendwo in Brandenburg fangen eines nachts die Hunde eines  kleinen unscheinbaren Dorfes an zu jaulen bzw. es ist ein herzzerreißendes Wehklagen, was sie anstimmen, denn es ist irgendetwas Schreckliches passiert…

Berlin, 20 Jahre später: Es ist Mai und es sollte ein schöner Tag werden, den eine Kindergartengruppe im Tierpark verbringen wollte. Die Stimmung ist ausgelassen und nach einiger Zeit bleiben sie am Gehege kleiner Schweine, auch Pekaris genannt, stehen und schauen die Tiere an und dann machen die Kinder eine schreckliche Entdeckung: Eines der Schweine hat eine menschliche Hand im Maul…

Die junge engagiert Polizeimeisterin Sanela Beara und ihr Kollege sind die ersten im Tierpark, denn die Erzieherin der Kindergartengruppe hatte einen Notruf abgesetzt und ist gerade dabei die Gruppe zu beruhigen und zusammenzuhalten, denn die Kinder stehen unter Schock.

Als Sanela zu der aufgeregt durcheinander redenden Gruppe von Kindern geht, fängt sie Satzfetzen auf wie: „Das Schwein hatte die blutige Hand im Maul“, „der Clown hatte eine Schubkarre“, „da war eine Kugel, die aussah wie ein Kopf“, „fressen Schweine auch Kin…“

Nachdem der grausige Fund näher untersucht wurde, ist bald klar, das nicht nur eine menschliche Hand  im Futtertrog der Pekaris gelandet war, sondern verschiedene Körperteile einschließlich des Kopfes eines Mannes dort entsorgt werden sollte.

Einige Zeit später gibt es eine geständige Mörderin, doch Sanela und auch der eingeschaltete Psychologe haben da so ihre Bedenken und fangen unabhängig von einander an sich für die Biographie bzw. Herkunft der Mörderin zu interessieren und was sie dann herausfinden, bringt sie selbst in größte Gefahr….

Was für ein Buch! „Das Dorf der Mörder“ ist Nervenkitzel pur! Das ganze Buch hindurch zieht eine unheimliche, nicht fassbare Ahnung, was eine junge Frau zu einer geständigen Mörderin werden lässt.  Aber auch die Auflösung dieses Rätsels wird erst fast am Ende des Buches dem Leser präsentiert und das schafft nicht jeder Autor, so einen Spannungsbogen zu halten!

Fazit:  So müssen Krimis sein! Bitte mehr davon!

 

Die Hörbuchfassung von „Das Dorf der Mörder“ wird von Eva Mattes gelesen, was wirklich eine sehr gute Wahl ist. Frau Mattes ist ja u.a. auch bekannt als Ermittlerin Klara Bluhm aus der „Tatort-Reihe“ und deshalb kennt sie sich ja in diesem Metier gut aus. Durch ihr feinsinniges Vorlesen ist man von der wirklich spannungsgeladenen Handlung gefesselt und es fällt einem sichtlich schwer eine Pause beim Anhören einzulegen und nicht gleich  alle sieben CD’s hintereinander anzuhören.

Fazit: Unbedingt anhören, denn besser kann man sich diesen Thriller nicht vorlesen lassen

 

Hier geht es zu weiteren spannenden Krimis aus der Feder von Elisabeth Herrmann:

Schattengrund

Die letzte Instanz

Die Zeugin der Toten

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Dies ist mittlerweile der siebte Krimi um Erica, Patrik und die Kriminalfälle rund um das schwedische Städtchen Fjällbacka. Und genau „Der Leuchtturmwärter“ wird mir persönlich noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben, denn die Autorin befand sich auf Lesereise in Deutschland, wo sie ihr neues Buch vorstellte. Bei einer dieser Lesungen habe ich sie persönlich kennengelernt und mir dieses Buch signieren lassen.

Camilla Läckberg ist eine sehr sympathische junge Frau, die den gebannt lauschenden Zuhörern so einiges aus ihrem Privatleben verraten und auch zur Entstehung  ihrer Bücher erzählt hat. Mittlerweile ist sie in Schweden so bekannt, dass es in Fjällbacka, wo ja ihre Krimis spielen, es für Krimiliebhaber und  Touristen eine Reihe an Guides gibt, die durch den beschaulichen Ort führen und manchmal sogar besser als die Autorin selbst wissen, wo die einzelnen Leichen aus ihren Krimis aufgefunden wurden….

 

Zum Inhalt des Buches:

Mats Sverin, ein ehemaliger Schulkamerad von Erica kommt nach einiger Zeit wieder zurück nach Fjällbacka. Er arbeitet für die Gemeinde und hat mit den Finanztransaktionen für den kurz vor der Eröffnung stehenden Wellnesstempel „Badis“ zu tun. Egal wen man fragt, er gilt als freundlich, zuverlässig und pünktlich und so kann sich niemand erklären, warum er ohne eine Nachricht zu hinterlassen nicht zur Arbeit erscheint. Auch seine Eltern haben keine Erklärung für sein Fernbleiben und machen sich auf den Weg um in seiner Wohnung nach ihm zu sehen. Dort machen sie eine schreckliche Entdeckung, denn im Flur der Wohnung liegt ihr toter Sohn, der augenscheinlich erschossen wurde…..

Wie bereits in den anderen Krimis gibt es auch wieder eine Reise in die Vergangenheit und zwar ins Jahr 1870. Auf der kleinen Schäreninsel Graskär – von den Einheimischen auch  Geisterinsel genannt – lebt der Leuchtturmwärter Karl mit seiner Frau Emelie und dem Gehilfen Julian. Und ihr Schicksal ist eng mit dem von Mats Sverin verknüpft…

Mehr will ich hier nicht verraten, denn um dieses Lesevergnügen will ich niemanden bringen.

Spannung von Anfang bis Ende und wie ich bei der Lesung erfahren habe, gibt es bereits in Schweden Nachschub an weiteren Krimis von Camilla Läckberg!

Dies ist das vorherige sehr spannende Buch aus der Reihe: Meerjungfrau

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Es heißt Abschiednehmen von dem eigenwilligen und doch über die  Jahre aus der nordischen Krimilandschaft nicht wegzudenkenden Ermittler Kommissar Erlendur.  Er hat sich in die Ostfjorde aufgemacht, dort wo er seine Kindheit verbracht hat.  Er kehrt immer wieder auf den bereits verfallenden Hof  seiner Eltern zurück,  wo  er dann campiert und in die Berge wandert um dort seinen Gedanken nachzuhängen…

Auch dort ist er jetzt wieder unterwegs. Er trifft auf den alten Fuchsjäger  Boa, der schon sehr lange in der Gegend lebt und mit dem er einige Zeit durch die Berge streift und ins Gespräch kommt.  Boa erzählt , dass er bei der Suche nach Erlendurs kleinen Bruder mitgeholfen hat,  als der in einem schweren Schneesturm verloren ging.  Erlendur selbst war damals nur knapp dem Tode entronnen und von seinem Bruder fehlt bis heute jede Spur.

Auch kommt die Sprache auf einen Vorfall, der sich 1942 ereignet hat. Dort kamen britische Soldaten auf einer Bergtour in ein Unwetter und viele starben. Zur gleichen Zeit verschwand die  junge Mathilda. Laut ihrem Ehemann war  sie auf dem Weg zu ihrer Mutter, wie immer durch die Berge. Auch das Schicksal von  Matthildur  ist bis heute nicht geklärt und Erlendur lässt diese Geschichte nicht los und er fängt an sich mit der Sache zu beschäftigen und sucht nach noch lebenden Familienmitgliedern.

Erlendur, wäre nicht Erlendur, wenn seine Hartnäckigkeit nicht belohnt werden würde. Es gelingt ihm eine noch lebende Schwester der Vermissten zu besuchen und sich mit ihr über den Fall zu unterhalten.  Er bohrt immer weiter und es treten doch einige Ungereimtheiten auf, die auch nach so langer Zeit  den Verdacht aufkommen lassen, dass Matthildur einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist…

Der Titel „Eiseskälte“ passt hervorragend zu diesem Buch. Dem Autor gelingt es die Kälte der Schneelandschaft und auch die Kälte des Verbrechens dem Leser vor Augen zu führen. Durch seine ganz besondere Erzählkunst und die Hartnäckigkeit seines Ermittlers schauert es einen beim Lesen, wenn so langsam Licht ins Dunkel  gefördert wird…

Fazit: Erlendurs Abschied darf man auf keinem Fall verpassen!

Leseprobe Eiseskälte

Auch diese Bücher von Arnaldur Indridason sind lesens- bzw. hörenswert:

Abgründe

Kältezone

Kälteschlaf

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Der Autor dieses Buches ist Mediziner und Professor für forensische Psychiatrie  an der Charité in Berlin. Ihm obliegt die Aufgabe eine gutachterliche Stellungnahme zu schreiben über Menschen, die z.B.  im Vorfeld einen Mord begangen haben.  In Gesprächen mit den Tätern erfährt er viel über deren Lebenslauf und die Lebensumstände, die zu der Tat geführt haben.  Liegt eine Geisteskrankheit vor oder was hat einen bisher untadeligen Menschen dazu gebracht einen oder mehrere Menschen zu töten.

Wie man im Buch erfährt, hat der Autor  zum Teil über Jahre Kontakt zu diesen Menschen, die inhaftiert sind, ihre Strafe verbüßt haben und nun entschieden werden muss, ob sie in Freiheit keine Gefahr mehr darstellen.

In neun sehr unterschiedlichen Fällen bekommt man einen “Einblick in die Wirklichkeit” (so auch der Untertitel des Buches):

Er schildert die einjährige Odyssee des  Alexander Witte, der aus Kasachstan nach Deutschland reist um vor Ort die Bedingungen abzuschätzen, wie es wäre, wenn er mit seiner Familie hier leben würde, da bereits einige Familienmitglieder übergesiedelt sind und mittlerweile in Brandenburg leben.  Eines Tages saß er dann in einem Bus mit vielen Mitreisenden. Eine beschwerliche Tour und als sie dann an einem Kontrollpunkt von zwei Zöllnern im Bus kontrolliert werden sollen, ergreift Alexander die Waffe des einen und erschießt sie beide und feuert noch weitere Schüsse im Bus ab und verletzt dabei zwei Insassen schwer.  Danach kommt er nicht weit und landet im Gefängnis und es wird ihm von zwei Gutachtern bescheinigt, dass er zum Zeitpunkt der Tat geisteskrank war….

Die anderen Fälle handeln von Entführung, Vergewaltigung, Sklavenhaltung,  Kindermord u.v.m.. Aber es kommt auch die Mutter eines Mörders zu Wort, die den Kriminalbeamten fast wie Scheherazade vorkommt, denn als sie über ihren straffällig gewordenen Sohn berichten soll,  erzählt sie den Beamten ihr bewegtes Leben. Nach der Geburt ihres Sohnes wird sie wegen einer schweren psychischen Erkrankung mehrmals stationär in psychiatrischen Kliniken behandelt.  Ihr Sohn lebt deswegen schon früh in  Pflegefamilien und dann auch im Heim. Aber warum er zum  Kindermörder wurde, da kann sie nur spekulieren und schiebt es auf „schlechte Ernährung“ zurück…

Mord“ ist kein Kriminalroman, sondern ein Tatsachenbericht über Menschen die zu Mördern wurden. Und eins wird mir nach dem Lesen dieses Buches klar: Es ist nur ein schmaler Grat, der von diesen Menschen überschritten wurde und durch widrige Umstände kann jeder in solch eine Situation kommen!

Fazit: Sehr interessanter Einblick in die Biographien von Menschen, die zu Mördern wurden

Leseprobe Mord

 

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Den Stoff des Buches “Böser Wolf“  muss man erst einmal verdauen, denn es geht um Mord und  Missbrauch von Kindern sowie um das weitreichende Netz eines Pädophilen-Rings. Der Autorin ist es gelungen ohne Effekthascherei sich dem Thema zu nähern und es ist daraus ein  spannungsgeladener Krimi geworden. Sie zeigt  die Macht auf, die solch eine kriminelle Vereinigung hat, wie weit verzweigt diese kriminelle Energie reicht und dass sie oftmals unter dem Deckmantel von Wohltätigkeit verborgen ist.

Das Ermittlerduo Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein nebst ihrem Kollegen-Team ermitteln in ihrem bereits 6. Fall.

Es ist Sommer und im Sportverein wird ausgiebig ein Fest gefeiert, dass dann wohl etwas aus dem Ruder gelaufen zu sein scheint, denn viele Jugendliche sind stark alkoholisiert. Als eine dieser Jugendlichen  auf der Suche nach ihren Freunden dann eine Leiche im nahegelegenen Fluss entdeckt, ist die Feierstimmung dahin.

Es stellt sich heraus, das die Leiche des jungen Mädchens wohl schon etwas länger im Fluss gelegen haben muss und sie gehörte auch nicht zu den Jugendlichen, die im Sportverein gefeiert haben.  Die Obduktion ergibt, dass sie schwer misshandelt worden ist und dass sie zwar ertrunken ist, aber nicht in diesem Fluss. Die Ermittlungen im Fall „Nixe“ gestalten sich schwierig, da anscheinend niemand die Tote kennt.

Doch es bleibt kaum Zeit zum Überlegen, denn eine Fernsehmoderatorin, die bekannt für ihre brisanten Themen, aber  auch  im Umgang mit ihren Talkgästen nicht zimperlich ist, wird zusammengeschlagen und vergewaltigt im Kofferraum ihres Wagens gefunden. Ihr Leben hängt am seidenen Faden. Niemand kann sagen, mit was für einer Story sie  beschäftigt war und mit wem sie sich als letztes getroffen hat.

Zwei unterschiedliche Ermittlungsansätze, aber alles führt die Ermittler zum “bösen Wolf”…..

Wer nicht so gerne selber liest, aber Krimis liebt , der sollte sich  „Böser Wolf“ vorlesen lassen und somit  zum Hörbuch greifen. Nele Neuhaus selbst liest höchstpersönlich den Prolog des Buches und Julia Nachtmann, die auch die anderen Krimis aus dieser Reihe bisher vorgetragen hat,  übernimmt dann gekonnt.  Mit ihrer facettenreichen Stimme schafft sie es schnell die Spannung der Geschichte auf den Zuhörer zu übertragen, so daß man von der Handlung gefanden ist.  Aus der Kombination Neuhaus/Nachtmann ist mittlerweile ein gutes Team geworden.

Hörprobe Böser Wolf

Fazit: Egal ob selbst lesen oder anhören, auf keinem Fall verpassen!

 

 

 

Am Abend des Mordes von Hakan Nesser

Ein Fall mit Kriminalinspektor Gunnar Barbarotti.

Gunnar Barbarotti hat privat eine sehr schwierige Situation zu meistern und ist deshalb kaum arbeitsfähig und er geht zum Psychotherapeuten. Außerdem er hat ein großes Bedürfnis mit Gott zu sprechen, was er auch regelmäßig macht.

Als er dann endlich wieder an seinem Arbeitsplatz sitzt, bekommt er  von seinem Chef den Auftrag einen fünf Jahre alten Fall noch einmal zu durchleuchten, da es um eine vermisste Person geht, die bis jetzt nicht wieder aufgetaucht ist, in der einen oder anderen Form.

Bei dieser vermissten Person handelt es sich um Arnold Morinder, der nach einem Tankstellenbesuch per Moped nicht wieder zuhause erschienen ist.  Das Moped wird einige Zeit später in einem Waldstück aufgefunden, doch von Arnold Morinder fehlt jede Spur. Das brisante an der ganzen Angelegenheit ist die Lebensgefährtin von Arnold, denn die hat bereits elf Jahre im Gefängnis gesessen, da sie gestanden hatte, dass sie ihren Mann getötet und dann in Einzelteile zerlegt hat….

Da Barbarotti allein ermitteln muss, da seine Kollegin Eva Backmann den Tod eines umstrittenen Politikers aufzuklären hat, gehen die Recherchen langsam voran und doch scheint er irgendwie auf eine Spur gekommen zu sein, denn die ehemalige Lebensgefährtin, die er telefonisch um einen Gesprächstermin gebeten hatte, ist dann von jetzt auf gleich nicht mehr erreichbar, was dann noch mehr Fragen aufwirft……

Mehr soll hier nicht verraten werden, denn ich will keinem den Genuss nehmen, das Buch selbst zu lesen. „Am Abend des Mordes“ ist wieder einfach nur gelungen und durch die am Ende des Buches erwähnten Personen, könnte ich mir denken, dass zumindest gewisse Anteile des Buches auf wahren Begebenheiten beruhen könnten. Auch sind durch den Autor wieder so geschickte Wendungen in der Handlung aufgezeigt, dass man beim Lesen gewisse Ahnungen hat, wer der Täter ist, doch es wäre nicht ein Buch aus der Feder von Hakan Nesser, wenn es nicht am Ende doch noch eine Kehrtwendung gibt und das Knäul aus Spuren und Hinweisen und vagen Verdächtigungen beginnt sich zu entwirren und es kommt dann alles ganz anders, als man vermutet.

Fazit: Unbedingt lesen!

Leseprobe: Am Abend des Mordes

 

Auch ein Barbarotti-Fall: Die Einsamen

Im Schutz der Schatten von Helene Tursten

Kaum hat sich Familie Huss von dem Schrecken mit dem Stalker erholt und es ist einige Zeit vergangen, so wird es in diesem neuen Krimi um die Kriminalinspektorin Irene Huss und ihre Familie wieder sehr aufregend und spannend.

Seit dem letzten Fall haben sich einige Dinge bei Familie Huss ereignet und deswegen wird heute gefeiert: Irene und Krister haben Silberhochzeit,  Katarina und Felipe
haben sich verlobt, Jenny hat ihre Ausbildung zur Köchin abgeschlossen und Krister ist seit neuestem Besitzer des „Glady´s“, das sein früherer Chef Jan-Erik Mansson wegen Spielschulden verkaufen musste.  Die letzten Formalitäten sind abgewickelt und  nun wollen Manson und seine Freundin Jeanette ein  neues Leben auf Mallorca beginnen.

Am nächsten Morgen wird Irene durch das Klingeln des Telefons geweckt und obwohl sie eigentlich frei hat, muss sie zu einem Tatort fahren, denn niemand anderes ist erreichbar. Sie fährt mit ihrem Kollegen Frederik zu einer Lagerhalle,  die vormals einer Bikergang mit Namen Gothica MC gehörte. Genau aus dieser Lagerhalle sah ein Pizzabote einen in Flammen stehenden Mann laufen, für den dann jede Hilfe zu spät kam.

Bei der Besichtigung der Lagerhalle werden dann Blutspuren, die auf einen Kampf hindeuten gefunden. Außerdem finden die Beamten noch eine Harley Davidson gut versteckt unter einer Plane.  Schnell ist der Eigentümer ermittelt; sein Name ist Patrik Karlsson und er ist Mitglied der berüchtigten Gothica MC-Gang. Auf das Konto dieser Gang gehen einige schwere Straftaten wie z.B. Drogenhandel.

Nach der Obduktion der verbrannten Überreste steht bald fest,  dass der Tote besagter Patrik Karlsson ist.  Schwierige Ermittlungen warten auf Irene, denn mit diesen Typen ist nicht zu spaßen und bald geschehen noch weitere Morde im Biker-Milieu …

Kurze Zeit nachdem das Gladys unter Kristers Leitung eröffnet hat, herrscht mal wieder Hochbetrieb in der Küche und als einer der Köche sich kurz den Wagen von Krister ausleihen will um nach Hause zu fahren, explodiert eine Bombe genau unter Kristers Wagen und kurze Zeit später stellt sich heraus, das Kristers früherer Chef nie in Mallorca angekommen ist……

Bald befindet sich die ganze Familie Huss mal wieder in höchster Lebensgefahr und sie müssen untertauchen, nur Irene ermittelt aus dem Verborgenen in einem Sumpf aus Schutzgelderpressung, Drogenhandel und Mord……

In Null Komma Nix habe ich „Im Schutz der Schatten“ gelesen. Spannung pur ist hier  angesagt und die Verfilmung des Buches dauert bestimmt auch nicht lange.

Fazit: Unbedingt lesen!

Leseprobe Im Schutz der Schatten

Auch sehr lesenswert: Der im Dunkeln wacht

 

 

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Was treibt eine Frau dazu sich einen Termin bei einem Psychotherapeuten geben zu lassen, die eigentlich ein unbeschwertes Leben führen könnte?

Ja, könnte, wäre da nicht ihr brutalterEhemann, der sich vor der Ehe als einfühlsam und zärtlich darstellt und sich in der Hochzeitsnacht als Schläger und Vergewaltiger entpuppt.  Durch Erfolge im Beruf hat er reichlich Geld angesammelt und eigentlich könnten sie ein gutes Leben führen.  Um seine Macht zu demonstrieren, droht er ihr sie totzuschlagen, falls sie jemandem  von den immer wiederkehrenden brutalen Übergriffen erzählt.

Doch irgendwann erträgt Claudia Röder diese Demütigungen nicht mehr. Durch den einmaligen Kontakt mit dem Therapeuten Dr. Bing, dem sie vorrangig erzählt, dass sie abnehmen will um ihre, durch das Luxusleben anhäuften Kilos loszuwerden, kommt sie an die Visitenkarte eines Lauftrainers mit Namen Tim.

Noch etwas unentschlossen kontaktiert sie ihn und läßt sich dann  von ihm zu einem Lauftraining motivieren.   Ihre Pfunde schmelzen durch das kontinuierliche Laufen. Ihr Selbstbewusstsein steigert sich dadurch fortwährend  und sie schafft es ihrem brutalen Ehemann Paroli zu bieten.

Sie hat sportlich einen Marathon vor Augen, den sie unbedingt laufen will, was dann aber wenige Tage vor Startbeginn wieder  durch einen brutalen Übergriff ihres Mannes  kaum möglich erscheint. Diesmal schafft sie es aus dem Haus zu fliehen und in die benachbarte Ortschaft zu fahren um  dort ein Krankenhaus aufzusuchen. Dort werden ihre Wunden versorgt und der diensthabende Arzt erkennt, dass Claudias Angabe, sie sei die Treppe heruntergefallen nicht so ganz stimmen kann,  So berichtet sie dem Arzt was wirklich geschehen ist.  Dabei reift zum erstem Mal ganz konkret der Plan sich ihres Mannes zu entledigen, denn diesmal hat sie zu viele Blessuren davon getragen…….

Der stille Schrei“ ist das Erstlingswerk des Autors und eigentlich kein Krimi an sich, sondern eher die Leidensgeschichte einer gepeinigten Frau, die dann mit Hilfe der Erkenntnis, das Laufen ihrem Leben einen neuen Sinn gibt, dann auf Rache sinnt.

Das Buch liest sich gut, aber für meinen Teil beinhaltete die Geschichte zu viele
Laufdetails und zu wenig Krimispannung, die zwar am Ende etwas aufkeimt,
aber im ganzen Buch für mich zu wenig vorhanden ist.

Fazit: Guter Ansatz, der bestimmt noch steigerungsfähig ist

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