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Dies Hörbuch wird von Dietmar Bär gelesen! Er trägt mit seiner Stimme dazu bei, dass man von Anfang an gefesselt zuhört und durch seine Stimmnuancen auch gut die Mitwirkenden unterscheiden kann.

Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen, was diese Geschichte an sich hat, dass sie einen so fesselt, dass man gar nicht anders kann als gebannt zuzuhören um mitzuerleben, was hier für schreckliche Dinge geschehen:

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln und verschiedenen Personen zugeordnet,  wird dieser sehr spannende Krimi erzählt. Man wird nach Bergen in Norwegen versetzt, wo ein Mörder sein Unwesen treibt:

Anfangs wird man Zeuge wie eine junge Frau nachdem sie gekidnappt wurde in einem dunkeln Raum aus ihrer Ohnmacht erwacht.  Ihre Hände sind auf dem Rücken mit Klebeband zusammengebunden. Später geht ihr Entführer mit ihr an ein Gewässer ….

Julia ist zurück in Bergen und sie bezieht ihre eigene Wohnung. Vorher hatte sie noch kurze Zeit bei ihrer Mutter der Psychologin Merette gewohnt. In dieser Wohnung sucht sie ihre letzten Habseligkeiten zusammen und das geht am besten mit Musik. Da sie ihre CD noch im Player vermutet,  drückt sie den Abspielknopf, doch was sie dann hört ist keine Musik, sondern eine aufgezeichnete Therapiesitzung ihrer Mutter:

Eine männliche Stimme erklärt: „Ich war 14 Jahre alt als ich meinen ersten Mord begangen habe.  Das war zu früh, aber es hat mir nichts ausgemacht, ich hatte Spaß!“

Julia ist zuerst erstarrt, denkt sich aber dann, dass dies keine reale Sitzung war, sondern ein Projekt an dem ihre Mutter arbeitet.

Doch bald wird allen Beteiligten klar, dass hier wirklich ein Mörder ein Geständnis abgelegt hat, denn Merette hat gleich ein merkwürdiges Gefühl bei ihrem Gegenüber und sie fängt an zu sich mit seinem Betreuer vom Jugendamt zu unterhalten und dort erfährt sie so einiges aus der Vergangenheit von Aksel, dessen Schwester bei einem Badeunfall ums Leben gekommen ist….

Überall wo Aksel jemals gelebt hat, sind immer wieder junge Mädchen oder Frauen gestorben, doch es gab nie eine Verbindung zwischen ihnen und es deutete immer auf einen Unfall hin, dass kann doch kein Zufall sein und dann verschwindet Julias beste Freundin und niemand weiß wo man sie suchen soll…..

Das Hörbuch „Schwesterlein muss sterben“  hat Thrillercharakter und Sogwirkung, denn durch wirklich sehr geschickte Fährtenlegung und sehr gekonnte Irreführungen auf der Suche nach dem Killer wird der Zuhörer von einem Verdächtigen zum anderen katapultiert und das von Anfang an!

Fazit: So muss ein spannendes Hörbuch sein: Knisternde Spannung vorgetragen von einen Sprecher, der mit seiner Stimme diese Stimmung ganz genau einfängt

 

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Ann Kathrin Klaasen ermittelt wieder!

Klaus-Peter Wolf selbst liest dieses Hörbuch vor!

Dem Autor ist es gelungen einen sehr spannenden Krimi zu schreiben, der durch die gruseligen Tötungsmethoden des Mörders echt  heftig ist. Doch Rupert, der junge Kollege von Ann Kathrin Klaasen mit seiner etwas anderen Weltanschauung hat genügend Potential in dieser Geschichte, so dass der Hörer durchaus zu spontanen Lachanfällen hingerissen wird.

Ann Kathrin Klaasen heiratet  ihren Kollegen Frank Weller  und nach der Feier wollen die beiden eigentlich in ihre Flitterwochen starten, doch daraus wird nichts, denn zum Einen wird ihr Chef Ubbo Heide überfallen und landet schwer verletzt im Krankenhaus und zum Anderen findet ausgerechnet Rupert die Überreste einer Leiche.  Was war gesehen?

Nun, nach dem Osterfeuer, das wie jedes Jahr am Nordseestrand angezündet und feuchtfröhlich begossen wird, schafft Rupert es wegen des übermäßigen Alkoholgenusses nicht nach Hause und schläft am Strand. Als er am nächsten Morgen auf die heruntergebrannte Feuerstelle blickt, geht er erst einmal von einer Sinnestäuschung aus, aber er hat sich nicht geirrt, denn es ragen wirklich menschliche Knochenteile aus der Asche.

Da wie bereits erwähnt  Ubbo Heide im Krankenhaus liegt, müssen alle ran, auch das frischgebackene Ehepaar.

Es stellt sich raus, dass die Knochenreste zu einem Mann gehören. Nun müssen alle Teilnehmer des Osterfeuers befragt werden, was eine schwierige Aufgabe ist. Als sich ein Teilnehmer zwecks Befragung aber nicht mehr vor Ort aufhält und nach Mallorca in den Urlaub geflogen ist, findet Rupert das verdächtig und  nimmt ohne den anderen Kollegen Bescheid zu sagen die Verfolgung auf und fliegt nach Mallorca. Dort gerät er etwas außer Kontrolle, was dann später zu Freude aller im Internet zu sehen ist……

Der Mörder ist nicht so schnell auszumachen, denn er mordet fleißig weiter und es scheint, dass er auf Rache aus ist. Als ein Verdächtiger ausgemacht scheint und eine Verhaftung ansteht, finden die Beamten auch diese Person ermordet auf. Ganz besonders emotional wird es dann für Ann Kathrin Klaasen, als der Mörder ihren Sohn verschleppt……

Ostfriesenfeuer“ ist spannend und nur erst ganz am Ende tritt der Mörder zum Vorschein. Einen besonders Augenmerk sollte man auf die Ermittlungsansätze von Rupert richten, denn da sind Lachsalven vorprogrammiert. Einfach herrlich!

 

Fazit: Tolle Kombination aus spannendem Krimi und Humoreinlagen

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Frank Geissler bekommt eines schönen Tages in einem Briefumschlag einen Memory-Stick zugesandt. Kein Anschreiben, kein Absender, nur der Stick.  Wer schickt ihm so etwas, soll das ein Scherz sein?

Als er den Stick benutzt, landet er auf einer Internetseite irgendwo im Ausland.  Auf der Website „Das Spiel“ beginnt dann eine Videosequenz, die Frank erschauern lässt: Ein nackter hagerer Mann liegt auf einem Betonboden. Er ist an Armen und Beinen gefesselt. Doch das ist noch nicht alles, denn ein Käfig mit ausgehungerten Ratten steht daneben..

Frank kann den Mann retten, wenn er ein Teil des Spiels wird.  Doch will er dort überhaupt mitspielen? Bald hat er keine Wahl mehr, denn derjenige, der ihm den Briefumschlag zugesandt hat, treibt ein böses Spiel mit ihm.

Aber Frank ist nicht allein betroffen, sondern drei weitere Personen, die er in seiner Jugend gut gekannt hat, müssen an diesem Spiel auf Leben und Tod mitmachen, ob sie wollen oder nicht, denn die Vier hüten ein Geheimnis, dass niemals gelüftet werden sollte..

Sie müssen sich in  einer verlassenen Bunkeranlage einfinden und kurze Zeit später sind sie dort in der Dunkelheit eingeschlossen und werden wie Spielfiguren eingesetzt. Sie bekommen von einer blechernen Stimme Anweisungen, die sie befolgen müssen, denn sonst stirbt ein Mitglied ihrer Familie. Bald müssen sie um Punkte kämpfen mit dem Ziel, dass der Beste aus der Bunkeranlage freikommt. Erst heißt es jeder gegen jeden, dann aber ändern sich die Spielregeln und erneut gilt es irgendwie zu überleben…

Die Handlung des Hörbuchs “Das Rachespiel” ist bedrückend und allein die Vorstellung, was die Vier in dieser dunklen Bunkeranlage für Qualen erleiden, ist beängstigend und treibt einen die Nackenhaare hoch.

Zwar wird der Spannungsbogen lange gehalten, aber wer genau zuhört,  der kommt vielleicht genau wie ich bald auf des Rätsels Lösung und erkennt, denjenigen, der hier auf Rache aus ist. Ein besonderes Lob muss man noch dem Sprecher Sascha Rotermund aussprechen. Die Figuren werden durch seinen Vortrag lebendig und lassen sich gut voneinander unterscheiden.

Fazit: Hörbuch mit Gänsehautgarantie

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Eine geheimnisumwobene Stadt steht im Mittelpunkt dieses Hörbuchs.

Die sechs Episoden der ersten Staffel sind zeitlich nicht hintereinander verfasst, sondern sind eher zufällige Berichterstattungen und  Erzählungen von Personen, die etwas mit der geheimnisumwitterten  Stadt zu tun haben und tauchen wie Puzzlesteinchen auf, die langsam ein Gesamtbild  entstehen lassen. So muss man schon gut zuhören und die verschiedenen Szenen genau verfolgen, damit man sich in Porterville zurechtfindet und sich nicht verirrt…..

 

Die Stadt „Portervillee“  ist von dem bedrohlichen „Draussen“ umgeben.  Man hat  Schutzschilde und Mauern errichtet, damit die Menschen vor der äußeren Bedrohung sicher sind. Jeder in der Stadt weiß, dass er  ”draußen” nicht  lange überleben würde. Erdbeben erschüttern die Stadt, wodurch die errichteten Mauern Risse  bekommen und eine weitere  Bedrohung  auf die Menschen einwirkt: Käferartigen Tiere dringen durch die Risse in die Stadt und können nur mit Hilfe eines scharfen Cuttermessers beseitigt werden,  weswegen auch jeder Einwohner mit so einem Messer ausgestattet ist.

Die verliebten Teenager  Emily Prey und  Jonathan Sato , dem Enkel des Bürgermeisters  wollen auf ihre Art das Geheimnis der Stadt ergründen und sie machen sich trotzt aller Warnungen auf den Weg nach „draußen“….

In einer anderen Zeitebene  suchen einige Studenten  mit Hilfe einer geheimen Karte den Eingang oder das Portal zu einem sagenumwobenen Ort. Sie gelangen tatsächlich auf ein eingezäuntes Territorium, wo sie allerdings nicht willkommen sind…..

Der Zuhörer lernt die Eltern von Emily Prey kennen.  Man erfährt über ihre Bekanntschaft mit Bürgermeister Sato, doch ihre  Ansichten prallen irgendwann gegeneinander und man wird Zeuge als jemand ein Attentat auf den Bürgermeister plant.

Ein anderes Puzzleteil erzählt von den Erkundungstrupps die nach „draußen“ geschickt werden, doch bisher ist nur ein völlig verstörter Mann zurückgekommen….

Die sechs Folgen dieses spannenden Hörbuchs habe ich gebannt verfolgt,  was natürlich aus mit der guten Besetzung der unterschiedlichen Sprecher zusammenhängt,  die wirklich sehr passend dafür ausgesucht wurden.  Da noch viel Nebel über Porterville schwebt, kann man auf die Fortsetzung nur gespannt sein.

Fazit:  Ungewöhnlicher puzzleartiger Erzählstil, der durchaus fesselt und  Lust auf mehr macht!

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Dies ist bereits das vierte Hörbuch aus der Feder von Andreas Winkelmann, dass ich mir von Simon Jäger vorlesen lasse, denn so kann man ab und zu unter die Bettdecke kriechen, wenn es zu spannend wird. Und spannend ist das „Deathbook“ in jedem Falle und beängstigend, denn wer ist heute nicht im Internet unterwegs?! Diese Szenerie die hier aufgeschrieben wurde, ist hoffentlich nur den Gedankengängen des Autors entsprungen und nicht Realität, denn wenn doch, dann müssen alle Nutzer des Internets  ganz besonders auf der Hut sein! Außerdem müsste man im Nachhinein Herrn Winkelmann noch zu seinem Verlust kondolieren.

Warum das, werden sich einige jetzt fragen, nun hier kommt ein kleiner Einblick in dieses dunkle, aber überaus fesselnde Hörbuch, was höchstwahrscheinlich auch mit der besonderen Stimmpräsenz von Simon Jäger zusammenhängt. Autor und Vorleser sind mittlerweile eine sehr gute Kombination in Sachen Krimi und Thriller, was hoffentlich noch lange so bleibt.

Andreas Winkelmanns 15-jährige Nichte Kathi ist tot! Niemand in der Familie kann sich mit der Tatsache anfreunden, dass sie sich zum Selbstmord auf die Bahngleise gelegt hat. Die Eltern sind wie erstarrt und in ihrer Trauer gefangen. Auch der Autor, der bekanntermaßen spannende Thriller wie „Wassermanns Zorn“,  “Bleicher Tod” oder auch “Blinder Instinkt” verfasst hat,  kennt seine Nichte nur als lebenslustigen Menschen und  deshalb unterhält er sich auf der Trauerfeier mit ihrer Lehrerin, die ihn dann Einblick in die Schulthemen und ihren Freundeskreis ermöglicht.

So muss er dann schmerzlich erfahren, dass Kathi sich mit dem Thema „Tod“ für ein Schulprojekt befasst hatte und bei der Durchsicht ihres Computers stößt er auf Videos mit haarsträubendem Inhalt. Außerdem erfährt er von einer Mitschülerin, dass Kathi sich verfolgt gefühlt hat.

Bei der weiterführenden Recherche im Netz scheint der Autor auf etwas gestoßen zu sein, was dann auch sein eigenes Leben zu bedrohen scheint, wovon er anfangs jedoch nichts ahnt…..                  l

Als er mit einer angehenden  Polizistin und guten Freundin eine Spur verfolgt, wird es makaber, denn sie finden einen Art Scheiterhaufen mit einer verkohlten Leiche…….

Mehr will ich gar nicht verraten,  denn das „Deathbook“  darf keinem Thrillerfan entgehen.

Fazit: Fesselnde Story am Puls der Zeit mit Gänsehautfaktor

Hörprobe: Deathbook

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Dieses Hörbuch ist eine Sammlung von vier Kriminalgeschichten, die  von Katharina Thalbach, Johannes Streck, Christan Rudolf und Robert Missler vorgelesen werden. Alle vier sind hervorragende Stimmakrobaten und ganz besonders die von Katharina Thalbach vorgetragene Geschichte „Der Racheengel“  hat mich gefesselt.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die vier Stories. Es sind Einblicke in menschliche Abgründe, dass es einen beim Zuhören gruselt:

In Der Teufel soll Dich holen (gelesen von Johannes Streck) hat ein Lehrer in gewisser Weise Angst vor seinen Schülern, dass die ihn mobben könnten.  Er ist als Aufsichtsperson mit in ein Ferienlager gefahren und dann passiert es:  Auf einmal ist der kleine Gerd verschwunden. Der Lehrer sucht ihn, dabei hat er das Gefühl er wird verfolgt…

Wie schon erwähnt liest Katharina Thalbach „Der Racheengel“. Sie spricht mit unterschiedlicher Stimmlage eine Frau und auch einen jungen Mann.  Dieser junge Mann heißt Kai. Er ist aus der Gerichtsverhandlung gegen ihn geflohen. Er ist wegen dem Verdacht auf  mehrfachen Mord angeklagt worden. Auf der Flucht nimmt er kurzerhand eine Frau in ihrem Auto als Geisel und bedroht sie mit einer Nagelfeile. Doch seine Geisel entpuppt sich als mutige Frau, die es mit ihrem Entführer aufnimmt und es findet langsam ein Rollentausch statt….

Bei Die Hexenverbrennung gelesen von Christan Rudolf standen mir zeitweise die Nackenhaare hoch, da ein verlassener Mann darüber nachdenkt, wie er sich an seiner Frau rächen kann.  Er teilt dem Zuhörer in einer Art Zwiegespräch mit, welche  Gedanken durch seinen Kopf huschen, wenn es darum geht seine Frau umzubringen…..

Robert Missler  liest die gleichnamige Geschichte, die wie das Hörbuch den Titel   „Unter Menschen“ trägt . Und auch hier wird man als Zuhörer Zeuge von den Gedankengängen  eines Mannes, der sich fragt ober er noch ein realer Mensch ist oder ob er nur noch ein menschliches Experiment ist…

Fazit: Über 80 Minuten voller spannender Einblicke in die menschliche Psyche!

 

 

 

 

 

v250xv300shadow_Williams Broken

Genau wie beim ersten Buch mit dem Titel „Cut“ ist das Cover des Hörbuchs  wieder sehr gut gestaltet.  Es entsteht der Eindruck, als wenn Glas gesprungen ist, was gut zum Buchtitel „Broken“ paßt. Ein neuer Fall für die Ex-FBI-Profilerin Keye Street, die jetzt als Privatdetektivin arbeitet.

Keye, die ihre Detektei mit dem Nerd Neil Donovan als ihren einzigen Mitarbeiter betreibtwird von ihrer Cousine Miki kontaktiert. Miki war lange Zeit das Sorgenkind der Familie, denn ihr bisherige Leben war durch den Konsum von allerlei Drogen und zahlreichen Klinikaufenthalten geprägt. Jetzt arbeitet sie als Fotografin  und scheint sich gefangen zu haben.

So ist Keye auch erst nicht ganz sicher, was sie  von der Aussage ihrer Cousine halten soll,  denn sie fühlt sich verfolgt und sie meint,  es sei jemand bei ihr eingebrochen.  Als dann in Mikis Wohnung ein fremder alter Mann erhängt aufgefunden wird,  glaubt sie ihr und hilft ihr bei der Suche nach dem stalkenden Mörder.

Doch allein  als Detektivin kann Keye diesen Fall nicht lösen und sie wendet sich an ihren Freund Aaron Rauser, der mit seinem Team die Überwachung Mikis und die Ermittlungen offiziell übernimmt.

Der Stalker scheint es letztendlich nicht nur auf Miki abgesehen zu haben, denn nachdem noch einige weitere Morde passieren, die alle anscheind auf sein Konto gehen, erhält Keye auf ihrem Handy einen angsteinflößenden Anruf und es fallen Schüsse…

Parallel zu diesen Ermittlungen arbeit Keye auch an einem anderen,  etwas bizarren Auftrag. Sie soll herauszufinden, was mit den sterblichen Überresten aus einer Urne passiert ist, denn die laborchemischen Untersuchen hatten ergeben, dass es sich um Zement  und andere Beigaben handelt und nicht um menschliche Überreste.   In dem zuständigen Krematorium machen Keye und Neil eine schaurige Entdeckung…

Uuh, das Hörbuch,  das sehr einfühlsam von Stephanie Kellner vorgetragen wird, hat schon stellenweise einen Gruselfaktor.  Die Geschichte ist von Anfang an fesselnd geschrieben, was über sechs Stunden knisternde Spannung garantiert,  nur den Teil mit dem „Suchtdruck“ finde ich entbehrlich.

Fazit: Spannungsgeladenes Hörbuch mit Gruselfaktor

Die Totentaenzerin von Max Bentow

Nach „Der Federmann“ und „Die Puppenmacherin“ ermittelt  Kommissar Nils Trojan nun in seinem dritten Fall.

Die vollständige Hörbuchfassung wird wieder von Axel Milberg vorgetragen. Die vielen unterschiedliche Personen, die in der Handlung vorkommen, werden durch die Stimmnuancen, die Axel Milberg beherrscht, lebendig und unterscheidbar und das Zuhören macht dann einfach nur noch Spaß!

Zum Inhalt:

Im Fall Die Totentänzerin“ hat Nils Trojan kaum eine freie Minute und die Beziehung zu Jana, die sich ganz langsam entwickelt, wird auf eine harte Probe gestellt. Janas Bruder taucht auf und nimmt seine Schwester sehr stark in Beschlag, was bei Nils nicht gut ankommt und so ist seine private Situation angespannt.

Ein Mord an einem Liebespaar erschüttert Berlin.  Als Nils am Tatort eintrifft bietet sich ihm ein bizarres Bild: Ein nacktes Pärchen liegt in einer merkwürdigen Umarmung auf einem Bett.  Sie sind mit einer Schnur aneinandergefesselt. Die Obduktion wird später ergeben, dass der Mann erschlagen wurde und die Frau unter ihm noch gelebt hat und erst später verstorben ist….

Beim Verlassen des Tatorts bemerkt Nils flüchtig eine Frau, die ihm auf sonderbare Weise bekannt vorkommt, doch er kann die kurze Begegnung zuerst nicht einordnen.

Dann geschieht ein weiterer Mord. Wiederum ist ein Liebespaar, daß ebenfalls auf eine groteske Art drapiert wurde.

Die Recherchen führen Nils dann zu der Erkenntnis, wer die Frau war, die er am ersten Tatort gesehen hat. Es handelt sich um die psychisch etwas angeschlagene Theresa Landsberg, die  Ehefrau seines Chefs. Der will und kann nicht glauben, dass seine Frau etwas mit den Morden zu tun hat.  Allerdings muss er sich auch den Tatsachen stellen, dass er manche Dinge von seiner Frau nicht weiß, denn neben ihrer gemeinsamen Wohnung, hat sie anscheinend seit längerer Zeit noch eine Zweitwohnung und sie scheint ein Doppelleben zu führen……

Die Story ist spannungsgeladen, anfangs noch etwas verwirrend, sich dann aber durch die Erzählkunst des Autors durchaus erklärt und bis zum Schluss fesselt.

Fazit: Spannung pur! Durch die stimmliche Interpretation von Axel Milberg ein Hörgenuss!

 

 

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Das ungleiche Ermittlerpaar Zorn und Schröder haben einen neuen Fall. Das heißt diesmal ist Zorn anfangs auf sich allein gestellt, denn Kollege Schröder verunglückt  mit seinem Wagen in einer schweren Massenkarambolage.  Lange Zeit weiß keiner im Revier, wo er sich befindet und wie schwer er verletzt ist. Zorn kann mit dieser Ungewissheit nicht umgehen und er setzt alle Hebel in Bewegung um Herauszufinden, was mit dem „dicken Schröder“ passiert ist.  Die Ungewissheit über den Gesundheitszustand seines Kollegen  und mittlerweile auch guten Freundes  ist für Zorn eine Zerreißprobe und außerdem ist er unglücklich verliebt, da es in der noch frischen Beziehung zu Malina bereits  kriselt.

Das Hörbuch beginnt mit dem vermutlichen Selbstmord eines  älteren ehemaligen Bankangestellten, der nur mit einem Pyjama bekleidet von einer Brücke gesprungen ist.

Der Wagen, der den schweren Autounfall verursacht hat, in den auch Schröder verwickelt war, wurde manipuliert, das finden die Ermittler eher zufällig raus, da Zorn befohlen hatte, dass jede kleine Schraube umgedreht werden solle um den Kollegen Schröder zu finden.

Außerdem werden im Verlauf ein Richter und ein Anwalt vermisst.

Zorn ist ohne die scharfsinnige Denkweise seines Kollegen, der  aber vorerst  im Krankenhaus liegt, etwas überfordert  und so fallen ihn die Ermittlungen in den unterschiedlichen Fällen auch besonders schwer, aber irgendwie hat er den Verdacht, dass alles zusammenhängt und meint auch, dass er weiß wer dahintersteckt und wie der Zuhörer bald erfährt, hat er damit gar nicht so Unrecht. Im Verlauf der Handlung wird Claudius Zorn dann unfreiwillig Zeuge einer improvisierten Gerichtsverwandlung und  gerät damit selbst auch in Lebensgefahr……

Dieses Hörbuch habe ich  verschlungen, denn die Stimme von David Nathan schafft es immer wieder einen in den Bann zu ziehen und man kann nicht anders und hört gebannt zu, denn man ja will wissen, wie die Geschichte bzw. der Krimi ausgeht.

Stephan Ludwig hat mit Zorn und Schröder ein Ermittler-Dream-Team erschaffen und auch der dritte Fall „Zorn – Wo kein Licht“ ist unbedingt hörenswert. Auch die Kombination aus Spannung und Humor ist wieder vorhanden und perfekt miteinander verbunden.

Hier geht es zum 1. Fall  “Tod und Regen

und hier zum 2.”Vom Lieben und Sterben“, die beide auch sehr zu empfehlen sind.

 

 

 

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Der dritte Fall für  Sebastian Bergmann.  Nach langem Überlegen hat Kommissar Torkel Höglund den etwas im Umgang schwierigen und frauenverschleißenden Kriminalpsychologen wieder mit ins Team genommen.  Aber eigentlich hat er auch gar keine Wahl, denn er hat einen schwierigen Fall zu lösen, wo er seine Hilfe braucht:

Eine Wanderin hat bei einer Bergtour wohl menschliche Knochen gefunden.  Beim Bergen dieser Knochen stoßen die Ermittler  auf ein großes Grab, worin sich sechs Leichen befinden. Augenscheinlich sind auch zwei Kinder darunter.  Das allein ist schon schlimm, doch noch schlimmer sind die Einschusslöcher im Kopf bei allen Toten…..

Parallel dazu wird von einem Vermisstenfall  berichtet. Ein afghanischer Mann wird seit geraumer Zeit von seiner Familie vermisst. Seine Frau wendet sich immer wieder an die Behörden um etwas über seinen Verbleib zu erfahren. Doch niemand kann ihr weiterhelfen, bis sie sich an einen Fernsehreporter wendet, der dann Nachforschungen anstrengt.

Leider vermisse ich die spannende Krimi-Handlung wie man sie aus den beiden vorherigen Teilen kennt. Die beiden  Fall-Ansätze klingen vielversprechend, doch leider verliert sich die Geschichte irgendwie in den privaten Problemen von Sebastian Bergmann.  Besonders schwer haben es die Zuhörer, die die ersten beiden Teile nicht kennen, da man mit Erklärungen gespart hat (z.B.  die Beziehung Wanja – Sebastian).

Sebastian Bergmann hat Probleme mit einer  Frau, die er irgendwann  bei sich aufgenommen hat und nun wieder loswerden will, was ihm aber nicht gelingt, denn die will oder kann sich nicht von ihm trennen (auch hier fehlt der Bezug zum letzten Fall).

Auch über die anderen Ermittler erfährt man mehr über das Privatleben, als dass die eigentliche Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht.

Kurz vor Ende des Hörbuchs, das wieder unverkennbar und sehr gut besetzt von Douglas Welbat vorgetragen wird, nimmt die Handlung eine drastische Wende…

Man kann das Hörbuch „Die Toten, die niemand vermißt  vielleicht als eine gewisse Zwischensequenz  ansehen, die zu weiteren spannenderen Fällen führen soll…

Fazit: Wer Teil 1  und Teil 2 kennt,  sollte diesen nicht verpassen

 

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