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Andreas Kolb ist ein Pseudonym und wie man am Anfang des Buches lesen kann, ist er selbst Pfarrer im Thüringer Wald. Und wenn man dann diesen Krimi liest, kann man nur über die Fantasie (hoffentlich!) und den Humor des Autors staunen!

Also bisher ist mir noch kein Krimi untergekommen, wo ein Diener Gottes zum Killer wird und auch die Gemeinde Düsteroda selbst hat eine sehr ungewöhnliche Auffassung von Recht und Gesetz und eine ganz besondere Art von Kontrollorgan, dem nichts entgeht,  ist der sogenannte „Ausschuss“….

Wie oben schon erwähnt, ist der Buchtitel: „Der gute Mensch von Düsteroda “ eher in Richtung schwarzer Humor anzusiedeln und die Handlung beginnt damit,  dass man kurz die Vergehen eines Günther Blech beschrieben bekommt und dann überlegt Samuel Pistorius, der Pfarrer des Ortes, viele Schüsse er auf Günther abgeben könne, ohne dass jemand darauf aufmerksam wird,  denn da gibt es selbst bei Jägern ganz bestimmte Vorgaben um nicht aufzufallen…..

Doch Schießen und Treffen sind zwei unterschiedliche Dinge und tatsächlich gelingt es Günther Blech nach dem ersten Treffer zu fliehen und dabei vergisst  er allerdings, dass sich hinter dem Waldstück, in dem er sich gerade befindet, eine befahrene Straße verläuft und dann hört man nur noch Bremsgeräusche und einen dumpfen Aufschlag……..

Auch ist der Seelsorger von Düsteroda kein keusch lebender Mann, sondern man findet ihn dann und wann im „Roten Herz“ und ganz besonders Jaqueline hat er in sein Herz geschlossen…..

Wie gesagt, dieser Pfarrer hat es faustdick hinter den Ohren und auch sein beruflicher Werdegang wird hier erzählt und man erfährt wie es überhaupt dazu kam, dass er im beschaulichen Düsteroda vor zehn Jahren seinen Dienst antrat….

Doch die Polizei ist nicht untätig, denn das Ergebnis der Gerichtsmedizin in Sachen Todesfall Günther Blech hat da doch einige Fragen aufgeworfen und bald taucht in Düsteroda ein Kommissar auf, der sich dann mangels freier Hotelbetten gleich mal beim Herren Pfarrer im Pfarrhaus einnistet, was dem nicht sonderlich behagt…..

Wer schwarzen Humor, bissige und deftige Dialoge mag und dabei einen Pfarrer auf Abwegen begleiten möchte, der ist bei diesem Krimi genau  an der richtigen Stelle.  Ich für meinen Teil hatte etwas Schwierigkeiten bei der Handlung am Ball zu bleiben, denn der Autor erzählt teilweise so, dass man erst überlegen muss, befindet man sich in der Gegenwart oder noch in
der Vergangenheit des Pfarrers. Auch bin ich nicht so bibelfest, dass ich beurteilen kann, ob die zitierten Texte zu der Handlung passen.  Die Idee an sich, dass ein Geistlicher zum Killer wird und dies dann mit schwarzem Humor zu kombinieren, ist mal was anderes und man kann augenzwinkernd darüber lachen….

Fazit: Bissige Dialoge und schwarzer Humor führen zu einem Pfarrer, der irgendwie vom Pfad abgekommen ist

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Ich habe lange überlegt, ob ich die Neuübersetzung des Buches  „Mystic River“ überhaupt lesen sollte, da ich  vor einiger Zeit die Verfilmung gesehen habe. Denn die Spannung ist ja dahin, wenn man den Mörder schon kennt…

Doch tatsächlich konnte ich mich nur noch an die drei Hauptdarsteller (Kevin Bacon als Sean, Tim Robbins als Dave und Sean Penn als Jimmy), aber nicht an den genauen Inhalt des mit zwei Oscar prämierten Films erinnern.

Beim Lesen des Buches hatte ich dann die Schauspieler vor Augen und konnte so die Romanfiguren besser unterscheiden, was bei der komplexen Handlung und den vielen Mitwirkenden hilfreich war.
Die Geschichte beginnt in der Kindheit von Sean und Jimmy, deren Väter Arbeitskollegen sind und die beiden Jungen, obwohl sie in unterschiedlichen Bezirken wohnen, zusammen spielen. An Jimmys Rockzipfel hängt immer Dave, der es schwer hat im Leben, denn er wächst ohne Vater auf und seine Mutter ist psychisch nicht ganz auf der Höhe, außerdem wird er in der Schule gehänselt und verspottet.  Doch mit Sean und Jimmy verbindet ihn so etwas wie eine Freundschaft, bis dann etwas passiert, was Daves Leben für immer verändern sollte……

Dann sind 25 Jahre vergangen und die drei Jungen haben sich aus den Augen verloren und so ihre Erfahrungen im Leben mit Höhen und Tiefen gemacht. Durch den  Tod einer jungen Frau, die nach einer feuchtfröhlichen Feier erschossen in einem Park aufgefunden wird, kreuzen sich plötzlich die Wege der drei Freunde von damals wieder. Durch die folgenden Ereignisse, die sehr aufwühlend und für alle eine psychische Herausforderung sind, bleibt ihre Freundschaft auf der Strecke und nichts ist mehr so wie es einmal war….

Wer die junge Frau im Park getötet hat, kommt erst ganz am Ende zum Vorschein und durch die vielen falschen Fährten, die der Autor hier ausgelegt hat, ist dies Buch auch ein Zusammenschluss vieler Psychogramme, denn man erfährt viel von den Gedanken und Emotionen der Mitwirkenden. Streckenweise hätte ich mir eine etwas straffere Erzählweise gewünscht, aber dann hätte man natürlich nicht die ganzen Beweggründe und Abgründe der Menschen aus dieser Geschichte so gut erklärt bekommen.

Fazit: Keine leichte Krimi-Kost, die jedoch lesenswert ist und tief in die Abgründe der menschlichen Psyche führt und bereits oscarprämiert verfilmt wurde!

 

 

 

 

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Meinen ersten humorvollen Krimi mit Pippa Bolle, “Unter allen Beeten ist Ruh” habe ich 2011 gelesen. Zwischenzeitlich sind die Veröffentlichungen wohl an mir vorbeigegangen, denn „Tote trinken keinen Whisky“ ist bereits der 5. Fall für die berliner Hobbydetektivin Pippa Bolle, die aber eigentlich ihren Lebensunterhalt mit mehrsprachigen Übersetzungen bestreitet. Durch ihre auffallend roten Haare, die sie immer mit einer anderen Kopfbedeckung im Zaum hält und ihrem freundlichen und aufgeschlossenen Wesen, behält die Umgebung sie in Erinnerung.

Eine Einladung von Freunden führt Pippa und ihren Bruder Freddy, nach Schottland, wo sie als Haushüterin engagiert wurde, da ihre hochschwangere Freundin Anita den Schotten Duncan Blakely heiraten will.

Schon während der Überfahrt zu der schottischen Halbinsel Kintyre kommt es zu einem tragischen Zwischenfall: Eine Frau stürzt von der Fähre und im Verlauf der Handlung stellt sich die Frage: War es Mord?

Nachdem Pippa und Freddy ihr Feriendomizil in der wunderschönen schottischen Landschaft bezogen haben, lernen sie viele unterschiedliche Menschen kennen, die nicht unbedingt alle dem Brautpaar freundlich gesinnt sind, denn Duncan Blakely ist nicht nur Schotte, sondern auch Erbe einer renommierten Whiskybrennerei, wo es erst kürzlich zu einem folgenschweren Unfall gekommen ist…

Die Stimmung während der Hochzeitsvorbereitungen ist angespannt und wird nicht besser als während einer Kinovorstellung genau neben Pippa jemand erschossen wird…

Die am Buchanfang namentliche Nennung aller Mitwirkenden mit kleinen Hinweisen zum Wiedererkennen fand ich sehr hilfreich, so konnte man immer mal wieder nachschauen, wer den hier sein Unwesen treibt.

Zusammenfasst findet man hier neben wundervoller Landschaftsidylle, eine Geschichte über Whiskybrennen, Schmuggel, schottischer Mentalität nebst Dudelsackmusik und unheimlichen Todesfällen. In einer sehr humorvollen Art ist dieses Buch geschrieben, so dass man über die etwas naive Art eine Schmugglerbande zu stellen, hinwegsehen kann. Passend beim Lesen wäre ein Gläschen Whisky, an dem man nippen kann um noch mehr in die Handlung einzutauchen.

Fazit: Humor, unheimliche Todesfälle in schottischer Landschaft und sympathische Charaktere machen dieses Buch lesenswert

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Eine unsichtbare Organisation, die über sehr viel Macht und Einfluss verfügt, hält in dieser Geschichte alle Fäden in der Hand. Sie ist im Besitz eines geheimnisvollen Codes, der in der menschlichen DNA zu finden sein soll. Viele haben schon versucht diesen Code zu entschlüsseln, doch niemand scheint auf die richtige Lösung gekommen zu sein….

Zwei Menschen verschwinden spurlos: In Stockholm hatte der Kryptologe William Sandberg gerade versucht sich das Leben zu nehmen und seine Rettung war knapp. Im Krankenhaus bekommt er Besuch von zwei Männern und bald ist er wie vom Erdboden verschwunden. Die Polizei vertritt die Ansicht, dass William abgehauen ist, denn sein Arbeitszimmer  und  sämtliche Kleiderschränke sind leer. Williams Ex-Frau ist da ganz anderer Ansicht….

Die zweite Person, die ebenfalls spurlos verschwindet,  ist Janine Charlotta Haynes, Doktorantin für Archäologie, allerdings befand sie sich in einem Cafe in Amsterdam und ward fortan nicht mehr gesehen. Ihr Freund, der sie in diesem Cafe treffen wollte, setzt alle Hebel in Bewegung um sie zu finden….
Beide Personen haben eins gemeinsam, denn sie werden von besagter Organisation entführt und an einem geheimen Ort gefangen gehalten damit sie den Code entschlüsseln um die Menschheit vor einer bevorstehenden viralen Katastrophe zu retten….

Spätestens seit den Büchern von Dan Brown weiß ich, dass es tatsächlich Menschen gibt, die aus irgendwelchen Zahlenkolonnen oder Zeichen und Symbolen etwas herauslesen können, was den meisten Menschen verborgen bleibt. War es bei Dan Brown noch interessant und spannend umgesetzt, so muss ich nach dem Lesen des Buches “Der Code sagen, dass es am Anfang noch vielversprechend war, aber dann war irgendwann die Spannung raus. Der Autor kann  sehr gut mit Worten Situationen beschreiben und hat auch versucht durch die sehr ausführlichen Schilderungen die psychische Zerrissenheit der Hauptakteure einzufangen, aber für meinen Teil war das zu viel des Guten  und ich hätte eine gestraffte Version der Ereignisse besser gefunden.

Fazit: Vielversprechender Anfang, dann verliert sich der Autor in der Ausführlichkeit

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Fall Nr. 2 für Femke Folkmer und Tjark Wolf

Femke arbeitet  jetzt in Wilhelmshaven bei der Kripo und KHK Tjark Wolf ist abgetaucht um nachzudenken und niemand kennt seinen Aufenthaltsort.

Femke trifft sich mit ihrer Kollegin Ceylan, die gerade Leiterin der Sonderkommission für organisierte Kriminalität beim LKA geworden ist, wo sie Jagd macht auf rivalisierende Banden, die ihre Finger in Drogen- und Waffengeschäften haben.

Die beiden Frauen bummeln unbeschwert über einen Rummel im Hafengebiet als plötzlich Ceylan blutüberströmt zusammenbricht, irgendjemand hat ihr mit einem Messer in den Rücken gestochen….

Die Vermutung liegt nahe, dass jemand aus dem Bandenmilieu Rache an Ceylan nehmen will und man sie deswegen niedergestochen hat.  Nach dem anfänglichen Schockzustand fängt es bei Femke an zu arbeiten und sie setzt alle Hebel in Bewegung um Tjark ausfindig zu machen, denn sie braucht jetzt dringend jemanden zum Reden, denn Ceylan liegt mit ihrer schweren Verletzung im Koma…

Das Buch „Dünentod“ beginnt aber mit einer ganz anderen Geschichte:  Der fast 30-jährige Maxim Ferner  lebt immer noch bei seinen Eltern, die ihn wegen einer schweren Erkrankung beschützen wollen. Doch Maxim will das nicht mehr, denn er will sich als „gefährlichster Mann Deutschlands“ outen,  in dem er schwer bewaffnet und mit zwei Bomben im Gepäck sich auf eine Nordseefähre begibt, wo er Rache nehmen will an allen Menschen, die ihn sein ganzes Leben lang nur gemobbt und gepeinigt haben.  Als die Fähre unplanmäßig stoppt, gibt es kein Halten mehr für Maxim,  er dringt in das Steuerhaus vor und erschießt den Kapitän und den Steuermann, denn nun gab es auch Maxim nicht mehr,  sondern Charon, der Fährmann, der die Verstorbenen über den Fluss Styx in die Unterwelt geleitet, hatte nun das Ruder übernommen!

Wie die beiden Handlungsstränge zusammenkommen, erzähle ich hier bestimmt nicht, denn dieses Buch fesselt einen von der ersten Seite an und das bleibt so bis zum dramatischen Ende. Der Autor hat hier ein Alptraum-Szenario aufgeschrieben, dass es einem kalt den Rücken runterläuft…..

Fazit: Nach dem spannenden ersten Buch „Dünengrab“  mit den beiden ostfriesischen Ermittlern,  ist dieser neue Fall noch eine Steigerung in Sachen Spannung, aber auch mit einem kleinen “open end”, was auf weitere Fälle hoffen läßt.

 

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Bevor man anfängt zu lesen, sollte man sich das wirklich toll gestaltete Cover  des neuen Mamma-Carlotta-Krimis einmal ansehen. Die Möwe im Vordergrund ist lebensecht gelungen. Auch was an den Fallschirmen zu Boden segelt passt hervorragend in die Küstenlandschaft und zum Inhalt des neuen Taschenbuchs „Strandläufer“.  Der Titel ist doppeldeutig angelegt  und man findet zwischen der eigentlichen Handlung eine Art tierisches Beobachtungsprotokoll, das sich herrlich in die Geschichte einfügt!

Der Kriminalhauptkommissar Erik Wolf hat mal wieder Besuch auf Sylt von seiner italienischen Schwiegermutter Carlotta. Sie hat die Küche der Familie Wolf wie üblich übernommen und bekocht Freunde und Familienmitglieder zu der mittlerweile auch Wiebke Reimers, die rothaarige Reporterin und neue Liebe von Erik gehört.

Das Gästezimmer des Hauses ist an Wiebkes beste Freundin Larissa vergeben, denn diese ist nach dem Tod ihrer Eltern verarmt und musste von heute auf morgen ihr Luxusleben aufgeben, was ihr sichtlich schwer fällt, denn sie muss sich jetzt mit einem Kellnerjob über Wasser halten.  Eines schönen Tages steht Larissas Onkel und Weltenbummler Paul vor der Tür, der ihr seelischen Beistand leisten will und er zieht ins Gästehaus auf dem Nachbargrundstück.  Und genau dieser Mann macht vom ersten Augenblick an Mamma Carlotta schöne Augen, was ihr anfangs nicht schicklich erscheint, doch sie kann sich seinem Charme nicht entziehen und bald nennt sie ihn bereits liebevoll Paolino.

Auch Erik und sein Kollege Sören haben wieder alle Händevoll zu tun: Per Zufall wird ein seit langem verschollenes wertvolles Gemälde entdeckt, das bei einem Kunstraub gestohlen wurde und nun muss dieser alte Fall wieder neu aufgerollt werden und so muss in manchen Sylter Kellern und Dachböden nach Hinweisen gesucht werden.

Der Tod eines bekannten Talkmasters kommt hinzu und muss untersucht werden, er galt als Kunstliebhaber.  Hängen diese beiden Fälle zusammen?  Die Ermittlungen laufen schleppend und dann besteht auch noch die Gefahr, dass ein ausgebrochener Mörder sich nach Sylt durchschlagen könnte……

Fazit: Es geht wieder turbulent auf der Insel zu und ganz besonders das Gefühlsleben von Mamma Carlotta gerät durch Paolino ins Wanken, was zu einem ganz besonderen Lesespaß führt!

 

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24 ganz unterschiedliche Krimis erwarten den Leser hier. 

Das Cover verspricht blauen Himmel, Strand und …… Große Verbrechen aus Schleswig-Holstein. 

Nach dem Lesen des Buches hatte ich die Idee, dass man es auch als Reiseführer nehmen könnte, denn wer Schleswig-Holstein und seine Landschaft noch nicht kennt, hätte mit den Tatorten wie Ahrensburg, Amrum, Bad Segeberg, Dahme, Fehmarn, Flensburg, Föhr, Friedrichs­koog, Glückstadt, Haithabu, Hallig Hooge, Heide, Helgoland, Husum, Itze­hoe, Kiel, Laboe, Lübeck, Oldenburg/Holstein, St. Margarethen, St. Peter-Ording und Sylt doch gleich Anlaufpunkte, wohin man mal einen Ausflug machen könnte.

Die Kurzkrimis haben eins gemeinsam, denn sie sind unter dem Motto des Buches „SCHÖNER MORDEN IM NORDEN“ zusammengefasst und bilden ein durchweg spannendes Taschenbuch.

Dies soll nur ein ganz kleiner Einblick sein, damit man eine Vorstellung hat,  was einen hier erwartet:

Auf Hallig Hooge ist in der Nachsaison ein Pärchen gestrandet, dass unbedingt für einige Tage hier übernachten möchte und eine Bleibe sucht, sie findet und dann doch für immer auf Insel bleibt!?

In Oldenburg begegnen wir dem arbeitslosen Ozman, der an einen Arbeitgeber gerät, der ihn nicht sonderlich achtet und ihn immer nur abfällig Ali nennt. Eines schönen Tages wird dem Arbeitgeber diese Nichtachtung noch teuer zu stehen kommen! Hier hat mir besonders das Telefonat am Ende der Geschichte gefallen….

Oder es geht zu den Ausgrabungsstätten der Wikinger nach Haithabu, wo auf einmal nach ganz vielen Jahren einem Wissenschaftler ein überzähliger Fingerknochen zum Verhängnis wird….

In Friedrichskoog begegnen wird dem rasenden Reporter Marc Detlefsen, der immer auf der Suche nach einer Schlagzeile ist und wenn auch mal Nachrichtenflaute besteht, schafft er es trotzdem immer wieder eine Exklusivstory an Land zu ziehen, denn er hat ein Geheimnis und das befindet sich in einer kleinen Flasche…..

Die Kriminalgeschichten aus der Feder von Eva Almstädt, Richard Birkefeld, Oliver Buslau, Anke Clausen, Heike Denzau, Christiane Franke, Kurt Geisler, Gunter Gerlach, Frank Göhre, Marina Heib, Britta Heitmann, Michael Koglin, Regine Kölpin, Tatjana Kruse, Cornelia Kuhnert, Bernd Mannhardt, Michael Mehrgardt, Hannes Nygaard, Gisa Pauly, Reinhard Pelte, Hardy Pundt, Jobst Schlennstedt, Sabine Trinkaus und Wimmer Wilkenloh haben alle etwas Besonderes zu bieten, denn es wird grausam, düster, hinterhältig, schwarzhumorig, selbstmörderisch oder ganz still,  wenn die Mörder auf die Pirsch gehen und sich ihren Opfern nähern…..

Beim Lesen über Wind und Wetter und die schönen Gegenden hat man Lust auf Tee mit Kluntjes und ein prasselndes Kaminfeuer oder Sehnsucht nach einem Strandkorb, wo man dann genüsslich in diesem Buch lesen kann.

Fazit: Mörderisch gute Kurzgeschichtensammlung!

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Das Cover suggeriert dem Leser ja bereits in was für Bereiche man hier eintaucht! Fesseln sind hier angesagt und führen bei einem Teil der Handlung in einem SM-Club in Frankfurt.

Lena Borowski ist eine junge Sozialarbeiterin die beim Jugendamt arbeitet. Gerade wurde sie von ihrem eigentlichen Wirkungskreis in einen sozialen Brennpunkt versetzt, wo sie mit anderen Kollegen aus anderen Bereichen in einem Art Pilotprojekt direkt vor Ort an den bestehenden sozialen Problemen arbeiten soll.  Dort begegnet sie der kleinen Samantha, die von ihrer Mutter vernachlässigt wird.  Lena hat im Verlauf noch einige Male Kontakt zu dem Mädchen und der Familie, denn da liegt einiges im Argen…..

Lena wird von einer sehr guten Freundin gebeten desssen Schwägerin Sabrina zu suchen, denn die Familie ist sehr in Sorge, da sie seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr von ihr erhalten haben. Lena bekommt den Schlüssel zu Sabrinas Wohnung, doch die ist so penibel aufgeräumt,  dass sich dort kein Hinweis auf den Verbleib von ihr findet. Sabrinas frühere WG-Mitbewohnerinnen sind da dann etwas aussagekräftiger und es führt eine Spur in oben erwähnten SM-Club, wo Sabrina des Öfteren verkehrt hat und sie scheint dort den Mann bzw. Meister ihres Lebens gefunden zu haben,  doch dann wird eine Frauenleiche gefunden und es könnte sich um Sabrina handeln……

Böse Spiele” ist ein Buch, dessen Inhalt noch lange nachklingt! Es ist der Autorin gelungen durch ihre Beschreibung der krassen Familiensituationen und Lebensumstände, in denen ein Teil der Handlung spielt, so realistisch niederzuschreiben, als ob diese Fälle geradewegs aus der aktuellen Tagespresse stammen.   Besonders gut hat mir die Hauptfigur Lena Borowski gefallen, die mal ganz anders ist als alle sonst so bekannten „Ermittler“.  Da ich anfangs etwas skeptisch bezüglich des SM-Inhalts war, wurde ich aber schnell eines besseren belehrt, denn der Autorin ist der Spagat gut gelungen zwischen der fesselnden Spannung und der Fesseln im SM-Club.

Ich könnte mir ein weiteres Buch mit Lena Borowski als „Ermittlerin“ gut vorstellen, zumal sie ja auch in einem sehr spannungsgeladenen Umfeld arbeitet.

Fazit: Fesselnde Spannung ist hier garantiert vorhanden

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Paul Finch war früher Polizist und Journalist und hat bereits einige Drehbücher, Kurzgeschichten etc. veröffentlicht, die mit Preisen ausgezeichnet wurden.

Dies ist nun sein erster Thriller, den er um den Ermittler DS Mark Heckenburg oder kurz “Heck“ geschrieben hat.

Noch eins will ich vor der dem Einblick ins Geschehen zu bedenken geben,  “Mädchenjäger” ist  „hard stuff“,  und man braucht schon starke Nerven um das Niedergeschriebene zu verdauen.

Das Buch spielt in und um London. DS Heckenburg  befasst sich bereits seit einigen Jahren mit dem Verschwinden von mittlerweile 30 Frauen. Sie sind von heute auf morgen einfach nicht mehr da. Die Angehörigen und die Polizei stehen vor einem Rätsel. Auch wird nie eine Leiche gefunden.  Nur “Heck” sieht einen Zusammenhang, steht aber bald ohne polizeiliche Unterstützung da. Nur seine direkte Vorgesetzte erlaubt ihm während er offiziell  in Urlaub ist, noch eine Spur zu verfolgen…

Da Heck ein Einzelgänger ist,  kann er sich anfänglich überhaupt nicht mit der Tatsache anfreunden, dass die Schwester einer der vermissten Frauen sich an seine Fersen heftet und ihn dann auch noch bei einer Kneipenschlägerei tatkräftig zur Seite steht, denn Lauren Wraxford ist eine ausgebildete Armeeangehörige und hat bei Auslandseinsätzen schon einiges erlebt.

Eines der verschwundenen Mädchen ist die Tochter eines Unterweltbosses, der Heck ganz besonders unter Druck setzt, denn er will wissen was mit seiner Noreen geschehen ist.

Die eine Spur die Heck und Lauren noch verfolgen, erweist sich als Desaster, denn auf der Suche nach einem ehemaligen Häftling geraten die beiden in einen Hinterhalt und müssen fliehen.  Bald ist ihnen ein Profikiller auf den Fersen und ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt,  zeigt Heck aber ganz deutlich, dass er auf der richtigen Spur ist….

Heck und Lauren haben es bald mit einer kampferprobten Bande zu tun, die für Geld alles machen und auch vor Mord nicht zurückschrecken!

Wie bereits erwähnt, kein leichter Stoff, den Paul Finch hier niedergeschrieben hat. Nur eins fand ich etwas störend, denn der Autor geht sehr ins Detail, was von der spannungsgeladenen Handlung ablenkt!

Fazit: Was für eine Story! Von diesem Autor wird man bestimmt noch hören!

Hoellental von Andreas Winkelmann

Nach den ersten Seiten dieses Buches habe ich im Internet recherchiert und mir Bilder von der Höllentalklamm angesehen. Mir gruselte es schon beim Anblick dieser Schlucht und auf einigen Fotos fand ich dann auch die wahrscheinlich im Buch erwähnte Brücke über die Schlucht. Allein der Gedanke in schwindelnder Höhe über diese Brücke zu gehen, macht mir eine Gänsehaut. Doch so kann mich noch besser in die Geschichte hineinversetzen, die hier erzählt wird.

Die angespannte bedrückende Stimmung hat der Autor sehr geschickt in Worte gefaßt und man hat die junge Frau direkt beim Lesen vor Augen, die dort oben bei einsetzendem Schneetreiben auf der Metallbrücke in schwindelnder Höhe steht. Sie hat beim Aufstieg Spuren hinterlassen, die Roman Jäger einem passionierten Bergsteiger und Mitglied der Bergwacht aufgefallen sind und er folgt diesen Spuren, denn bei diesem Wetter in den Bergen zu klettern, ist lebensgefährlich.

Als Roman an der Brücke ankommt, sieht er mittig darauf eine junge Frau stehen, die anscheinend in Selbstmordabsicht von dort springen will. Er versucht sie davon abzubringen, was ihm aber nicht gelingt, er kann nur noch während ihres Sprungs eine ihrer Hände festhalten, doch sie will sich nicht retten lassen, sondern versucht sich aus der Umklammerung zu befreien und dann fällt sie und Roman wird bis in seine Träume von ihrem Blick verfolgt…….

Die Polizei geht von Selbstmord aus und stellt nachdem die Leiche geboren und sie von ihren Eltern als Laura Waider identifiziert wird, die Ermittlungen ein.  Doch Roman, der von Lauras angsterfüllten Blick  verfolgt wird und auch die Eltern wollen hinter die Beweggründe für den Freitod ihrer Tochter kommen. Auf der Beerdigung lernt Roman Mara kennen, die beste Freundin der Toten, die ihm dann von der Clique erzählt, mit der Laura und sie Bergtouren im Höllental unternommen haben. Während einer dieser Touren muss mit Laura etwas Schreckliches passiert sein, denn von da an hat sie sich von allen ihren Freunden abgekapselt und auch Mara hatte keinen Zugang mehr zu ihr.

Zwar ahnt der gewiefte Krimi-Leser was mit Laura passiert sein könnte, davon lenkt der Autor aber geschickt ab in dem er von der Clique erzählt,  deren Mitglieder alle sehr speziell sind, denn sie scheinen irgendein Geheimnis verbergen zu wollen.

Doch ob das der Grund für den Selbstmord war, wird hier nicht verraten, denn welches „Höllental“ die junge Frau durchlaufen hat, sollte jeder selbst herausfinden. Außerdem ist der Suizid erst der Anfang, denn bald sind nicht mehr viele Mitglieder der Clique am Leben, da scheint noch jemand anders seine Finger im Spiel zu haben….

Fazit:  Andreas Winkelmann ist ein sehr guter Geschichtenerzähler, der den Leser auf eine spannungsgeladene Spurensuche mitnimmt und am Ende noch verblüfft.

Leseprobe Höllental” . Das Taschenbuch ist übrigens im “Goldmann-Verlag” erschienen noch mehr Infos gibt es auf der “facebook-Seite

Hier geht es zu weiteren spannenden Thrillern von Andreas Winkelmann:

Deathbook

Bleicher Tod

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