torchwood md_bd_front

Für Fans von Mysteries-Serien ist Torchwood mit Sicherheit  ein Begriff und die können auch  mit dem Begriff „Der unsterbliche Captain Jack ist back“ was anfangen.

Für diejenigen, die bisher Torchwood nicht kennen, ist  die neue Staffel “Torchwood – Miracle Day “ ein guter Einstieg, denn man muss nicht die vorherigen Staffeln kennen, um hier Fuß zu fassen.

Torchwood, was oder wer ist Torchwood. Diese Frage wird von Captain Jack Harckness (John Barrowman) wie folgt beantwortet: 1879 wurde von
der englischen Königsfamilie diese absolut geheime Abteilung ins Leben gerufen und sie befasst sich seitdem mit ungewöhnlichen, seltsamen und auch außerirdischen Phänomenen.

Doch die Abteilung galt lange Zeit als ausgelöscht und das letzte was der Serienfan sah, war das Captain Jack Richtung Weltall davonreiste…

Die neue Staffel beginnt mit einer geplanten Hinrichtung, die fehlschlägt. Der verurteilte pädophile Mörder Oswald Danes entgeht seiner gerechten Strafe. Doch er ist nicht der einzige, der  an diesem “Miracele-Day” nicht stirbt, sondern weltweit stirbt niemand mehr und auch am nächsten Tag  nicht und am übernächsten….

Doch was hat diesen sogenannten „Wundertag“ hervorgerufen. Dieser Frage geht in Amerika ein CIA-Agent mit Namen Rex Matheson nach, da er eigentlich durch einen schweren Unfall nicht mehr am Leben sein müsste,  doch  er überlebt und mit Hilfe von vielen Schmerzmitteln gelingt es ihm weiter an seinem persönlichen Fall zu arbeiten.

Am Anfang des Miracle Day flackert für Sekunden weltweit eine Botschaft durchs Internet, die wie folgt lautete: TORCHWOOD…..

Es erfolgt ein Szenewechsel und der Zuschauer befindet sich in Wales, denn Gwen  Cooper lebt dort im Verborgenen, denn sie ist das einzige noch lebende Torchwood-Mitglied. Wie auch immer er es geschafft hat, Rex Matheson steht auf einmal bei Gwen und ihrer Familie vor der Tür und schon überstürzen sich die Ereignisse und es wird geschossen und niemand ist mehr sicher…..

Im entscheidenden Augenblick kommt Hilfe in Form von Captain Jack Harkness und das kann nur bedeuten: „Torchwood“ hat einen Auftrag!

Wow, was für eine Fortsetzung der Serie! Dadurch dass jetzt nicht nur in Großbritannien gedreht wurde, sondern auch in Amerika (das erfährt man übrigens auf der 3. DVD im Bonusmaterial) sind auch neue Gesichter hinzugekommen. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder selbst entscheiden, aber die neue Staffel „Torchwood – Miracle Day “ beinhaltet diesmal noch mehr Action und Spezial-Effects als bisher.

Die neue Staffel hat mir bis auf  folgende Kleinigkeiten gut gefallen: Captain Jacks bisher nicht klar definierte Sexualität ist diesmal zu klar ersichtlich und die teilweise abwertenden Sprüche des CIA-Agenten diesbezüglich fand ich auch nicht sehr passend.

Fazit: Durchaus sehenswerte neue Staffel

 

z-

Dies ist der erste Band einer Trilogie (so erfährt man es aus dem Klappentext), die 2013 und 2014 fortgesetzt wird.

Gelesen habe ich Fantasie-Abenteuer eigentlich bisher nicht, aber die Verfilmungen  von   „Herr, der Ringe“, „Avatar“ oder auch „Harry Potter“ um nur einige zu nennen habe ich alle verschlungen und dachte mir jetzt, ich lese auch mal ein spannendes Buch aus dieser Reihe.

Deshalb habe ich mich auch an diesen Wälzer herangewagt, da der Text auf der Rückseite des Buches auf eine spannende Reise hoffen lies.
Doch ich habe mich eher durch das Buch gequält, da von den Undae, den hohen
Frauen, die das Wasser lesen können anfangs überhaupt nichts im Buch steht.
Sondern man begegnet dem jungen Hirten Babu und der Leser erfährt wie der noch kindliche Babu zu seiner Rinderherde kommt und wer alles zu seiner Familie gehört. Man erhält Einblick in die Familiengeschichte, denn sein Vater ist nicht mehr am Leben und sein Onkel Bator Thon ist der Anführer des Volksstamms der Merzer.

Eines Tages wird Babu zu seinem Onkel gerufen und dort bekommt er etwas ganz Besonderes geschenkt…

Dann erscheint im zweiten Kapitel des Buches Felt, ein Offizier des Volksstamms der Welsen auf der Bildfläche und nun auch endlich besagte Undae-Damen. Diese erzählen davon, dass irgendetwas vor sich geht, denn die Wasser sinken und Welt scheint unterzugehen. Um diesen Prozess aufzuhalten müssen zwölf Quellen aufgesucht werden um das Schicksal der Menschheit abzuwenden….

Soweit so gut, wer auf Fantasie-Abenteuer steht, der kommt hier sicherlich auf seine Kosten, denn man muss sich schon viel Zeit nehmen und darf nicht abgelenkt werden beim Lesen von „Zwölf Wasser – Zu den Anfängen -, denn der Autor springt in seiner Erzählung sehr häufig hin und her und erzählt dann wieder sehr ausführlich von Mythen und Sagen aus alter Zeit, die man dann erst einmal mit der ganzen Geschichte kombinieren muss.

Wie bereits gesagt, ich habe mich dabei sehr schwer getan, aber ich könnte mir vorstellen, dass es durchaus Leser gibt, die dieses 1. Buch der Trilogie wirklich spannend finden.

Fazit: Selber lesen und sich seine eigene Meinung bilden

Leseprobe Zwölf Wasser

1633348e75

Paul und sein Freund Mac  sind zwei 17-jährige Teenager. Sie  gehören zu den nicht sonderlich beliebten Schülern und hängen deswegen die meiste Zeit zusammen ab und sehnen sich nach dem „ersten Mal“.

Paul wird seit einiger Zeit von beängstigenden,  immer wiederkehrenden  Alpträumen geplagt,  in denen es Asche regnet. Deswegen geht er zur Psychotherapie. Er hat nur einen Wunsch, dass diese Träume aufhören und er wieder ein normales Leben führen kann, doch dass bleibt ein Wunschtraum…

Durch Zufall entdeckt er, dass er gewisse magische Kräfte besitzt, so kann er mit seinen Händen Feuerbälle werfen, was im weiteren Verlauf der Serie recht nützlich wird.

Der Vater von Mac ist Polizist und hat zurzeit arbeitsmäßig viel um die Ohren. Es häufen sich Vermisstenfälle auf seinem Schreibtisch und dann werden auch noch Tote gefunden, die menschliche Bissspuren aufweisen…

Im weiteren  Verlauf der Serie lernt Paul den etwas merkwürdig daher kommenden Neil und sein Gefolge kennen, die so eine Art Geisterjäger sind. Sie erzählen von den Geistern der Untoten, den so genannten „Fades“, die immer noch auf der Erde wandeln, da ihre Aufstiegslöcher in den Himmel versperrt sind.

Im weitern Verlauf der Handlung nehmen Pauls  magische Kräfte immer weiter zu und schließlich ist er derjenige, der diese Aufstiegslöcher wieder öffnen soll…

Die Fades haben einen Anführer und sie tuen sich zusammen.

Mit der Zeit werden sie  immer stärker, da sie herausgefunden haben, dass wenn sie sich an den Lebenden nähren, sie wieder zum Leben erweckt werden.  Für die Menschen endet das dann allerdings tötlich und so kommt es zu einer Art Krieg zwischen den Lebenden und den Fades. Dieses wiederum  führt dazu, dass die gesamte Stadt evakuiert wird und nun muss Paul zeigen, ob er gegen die Macht der Fades bestehen kann…..

Nach der ersten Folge der Serie „The Fades “ habe ich gedacht, „O Gott, was ist das denn…“ und am Ende kann ich gar nicht richtig sagen, in welche Kategorie ich diese englische Mini-Serie einordnen soll:
Teenie-Film, neue Art von Zombie-Film mit Horroreffekten, Gut gegen Böse oder alles in einen Topf geworfen, zusammengemengt und  dann Gruselunterhaltung, die so fasziniert, dass man am Fernseher haften bleibt.

Fazit: Gut gemachter Genre-Mix mit Gruseleffekten

black moon

Aus dem Buchtitel kann man schon erkennen, dass sich die Handlung des Buches in London im Stadtteil Soho abspielt.  Dort arbeitet Constable Peter Grant in einer speziellen Abteilung der Polizei. Diese wird von dem letzten Magier des Landes, DI Nightingale geleitet.

Da Peter Grant sein einziger Mitarbeiter ist, muss dieser ganz viel lernen, was von lateinischen Vokabeln bis hin zur Handhabung von Zauberformeln reicht. In diese Arbeit hinein wird er zu einem toten Jazzmusiker gerufen.

Durch seine übersinnliche Fähigkeit erkennt Peter, dass über der Leiche von Cyrus Wilkinson eine Melodie schwebt, nämlich “Body und Soul”. Peters Vater  ist selbst in ein bekannter Jazzmusiker und so ist der Constable von klein auf mit Jazzmusik aufgewachsen und kennt  sich deshalb etwas  in diesem Metier aus.

Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass  Cyrus zwar an Herzversagen
gestorben ist, doch etwas Auffälliges gibt es doch, denn er nicht der einzige Jazzmusiker der in letzter Zeit  in London plötzlichen ohne ersichtlichen Grund tot umgefallen ist. Und so ermittelt Peter Grant bald in mehreren Fällen, die alle etwas mit der Melodie “Body and Soul” zu tun haben…..

Während der Untersuchung zum Tod von Cyrus Wilkinson lernt Peter dessen Freundin Simone kennen. Durch Zufall trifft er sie nach einiger Zeit wieder und beginnt eine stürmische Affäre mit ihr. Doch als Peter Simone seinen Eltern vorstellen will, kommt es zwischen seiner Mutter und Simone zu einem folgenschweren Zwischenfall….

Parallel zu diesen Ermittlungen treibt noch eine geheimnisvolle Frau in London ihr Unwesen. Überall wo sie auftaucht,  gibt es Bissspuren und teilweise fehlen den Herren mit denen sie Bekanntschaft geschlossen hatte die Genitalien…

 

Den ersten Band  habe ich nicht gelesen. Wahrscheinlich  hatte ich deswegen einige Schwierigkeiten „Schwarzer Mond über Soho“ zu verstehen, da doch vielleicht einiges Vorwissen hier nützlich wäre. Die Handlung mit einem Constable, der für eine geheime Abteilung der Londoner Polizei arbeitet, die sich mit Magie befasst,  fand ich erst ganz interessant. Der Schreibstil des Autors ist auch sehr gut, aber der gute Constable Peter Grant  schweift teilweise mit seinen Gedanken so vom der eigentlichen polizeilichen Ermittlung ab, dass ich mehrfach den Faden der Handlung verloren habe und immer wieder zurückblättern musste umd bei der eigentlichen Ermittlung zu bleiben.  Auch der eigentliche Grund,  warum es so viele Jazzmusiker  zu Tode gekommen sind,  bleibt etwas im Unklaren.

Fazit: Schade, vielleicht hätte der Autor sich auf eine Sache konzentrieren sollen Krimi oder Magie,  beides zusammen fand ich dann nicht so gelungen.

Erebos von Ursula Poznanski

Nick Danmore ist ein 16-jähriger Junge, der auf eine Londoner Schule geht.  Unter strengster Geheimhaltung kreist unter den Schülern irgendein Gegenstand. Jedes Mal wenn Nick jemanden darauf anspricht, tut dieser so, als wenn er nicht wüsste worum es geht.

Sein Freund Colin hat sich seit einiger Zeit verändert. Er kommt nicht zum Training, sieht verschlafen aus,  unterhält sich mit Schülern, mit denen er sonst nie Kontakt aufgenommen hätte. Das ganze Wochenende war von Collin nichts zu  hören oder  zu sehen,  auch am Montag sprach er nur belangloses Zeug mit Nick.  Nick und sein anderer Kumpel  Jaimie überlegen ob Collin vielleicht verliebt ist, doch das kann es eigentlich nicht sein und dann kommt Collin nicht zur Schule und will anscheinend auch keinen Kontakt zu seinen Freunden. Was war nur los mit ihm?

Dann beobachtet Nick wie ein Junge versucht eine CD unter die Leute zu bringen, doch manche lehnen ab und diejenigen die CD bekommen, verhalten sich nach einiger Zeit merkwürdig oder erscheinen nicht mehr in der Schule.

Dann bekommt Nick eine CD zugespielt, aber bevor er die CD in Händen halten kann wird er gefragt, ob er einen eigenen PC hat und wird zu absoluter Verschwiegenheit verdonnert, was er ein bisschen doof findet,  es wird ihm aber gesagt, das seien nun mal die Regeln, sonst bekomme er die CD nicht.

Er die CD voller Erwartung  in den Rechner: Es ist keine Musik oder ein Film der sich darauf befindet, sondern ein Spiel mit Namen “Erebros”.  Und von jetzt an, sollte sich Nicks Leben auf einen Schlag verändern.  Er taucht ab in eine virtuelle Welt. Anfänglich ist Nick noch skeptisch, doch dann wird er in den Bann des Spiels gezogen und muss um seine Lebensenergie in der virtuellen Welt aufzufrischen kleine Aufgaben in der Realität erledigen.  Anfangs sind es Kleinigkeiten, doch dann soll er ein Röhrchen mit  Pillen in die Thermoskanne seines Lehrers tun. Nick ist nicht wohl bei der Sache und er tut nur so als ob er etwas in die Kanne hineintut und wirft hinterher das Röhrchen samt Inhalt in einen nahegelegenen Papierkorb. Doch das Spiel kann man nicht täuschen…

Noch bevor Nick überlegen kann, wie das Spiel erfahren haben kann, dass er geschummelt hat, darf er nicht weiterspielen, denn sein Bildschirm bleibt schwarz. Jeder Versuch wieder ins Spiel einzusteigen, schlägt fehl und dann wird es in der realen Welt für Nick lebensgefährlich, denn jemand versucht ihn zu töten und auch sein Freund Jamie liegt plötzlich nach einem schweren Unfall im Krankenhaus und ringt um sein Leben…..

Wer sich das Hörbuch „Erebos“ anhören möchte, der sollte schon einmal Kontakt zur virtuellen Spielwelt gehabt haben. Durch den hervorragenden Sprecher Jens Wawrczeck werden die Spielfiguren lebendig. Die gekonnte Schreibweise der Autorin lässt den Zuhörer in die virtuelle Welt abtauchen und durch  die genaue Beschreibung der Figuren und Kämpfe kann man die Handlung vor seinem inneren Auge miterleben.

Fazit: Ein gelungenes Hörbuch, das von der Realität in die virtuelle Welt führt.

Hörprobe Erebros

Laue - Schwarze Dame Tod

Wochenende, Braunschweig, Hannoversche Straße, Hochsommer, irgendwann zu späterer Stunde: Robert Asmund, der Schwiegersohn des größten Baulöwens der Stadt wird bei seiner Rückkehr vom abendlichen Reitausflug mit anschließender Einkehr in die mittelalterlich geprägte Musikkneipe „The Magic Song“ beim Warten auf den Bus erschossen. Bevor er verstirbt gelingt es ihm noch, einem herbei eilenden Taxifahrer die Worte „Schwarze Dame Tod“ zuzuraunen.

Kriminalhauptkommissar Ralf Zell kommt am nächsten Tag aus seinem Urlaub in die regnerische niedersächsische Großstadt zurück und wird von seinen Kollegen sofort über den ungewöhnlichen Fall unterrichtet. Da sie aus der Aussage des Taxifahrers und den letzten Worten des Toten nicht richtig schlau werden beschließen sie, den Ort des Geschehens gemeinsam in Augenschein zu nehmen. Als sich die Polizisten auf den Weg in Richtung des Tatortes machen wollen fällt einem der Kollegen beim Blick auf das Foto mit dem Toten auf, dass er ihn kennt. Kommissar Seifert identifiziert ihn als Stammgast des „The Magic Song“, einer Musikkneipe, die er auch selbst hin und wieder besucht, um der Musik und dem Gesang der dortigen Wirtin zu lauschen, wie er sagt. Die Polizisten beschließen daraufhin, das Lokal aufzusuchen und die Wirtin Nicki Raven zum Fall zu befragen. Diese erkennt Robert Asmund sofort auf der ihr vorgelegten Fotografie und ist mehr als bestürzt über sein Ableben. Sie erzählt, dass beide in einem freundschaftlichen Verhältnis zueinander gestanden hätten. Er habe ihr diverse Male sein Leid über seine unglückliche Ehe geklagt. Zu seinen letzten Ausspruch „Schwarze Dame Tod“ fällt ihr allerdings keine plausible Erklärung ein.

Was den Polizisten jedoch im weiteren Verlauf des Gesprächs auffällt: Die hübsche Sängerin hüllt sich auch selbst gerne in Schwarz und hat eine Vorliebe für morbide Songthemen. Könnte das ein Hinweis darauf sein, dass sie etwas mit Asmunds Tod zu tun hat? Hauptkommissar Zell fällt zusätzlich zu dieser Fragestellung auf, dass ihm Nicki Raven nicht so egal ist, wie sie es eigentlich sein sollte. Er empfindet die Gegenwart der attraktiven Frau sogar als äußerst angenehm. Darum ist er froh darüber, sich im Anschluss an den Besuch im Lokal mit der Witwe des Verstorbenen beschäftigen zu müssen. Deren herrschsüchtiger Vater Gerhard Holbeck und auch Isabella Asmund selbst machen jedoch keine Anstalten, um Robert Asmund zu trauern. Ja, es scheint sogar, als seien sie regelrecht froh darüber, ihn endlich los zu sein. Nur Isabellas Stiefmutter Bianca Holbeck bricht in Tränen aus, als sie von Robert Asmunds Tod hört. Schon bald stellt sich heraus, dass Asmund vor seinem Tod Kontakt zu Gerhard Holbecks größtem Konkurrenten aufgenommen hatte. Sollte sich der Fall als die Beseitigung eines Verräters entpuppen? Hauptkommissar Zell und seine Kollegen tappen weiterhin im Dunkeln…

Man merkt Mara Laues Roman an zahlreichen Stellen deutlich an, wo die Autorin des ersten, aber hoffentlich nicht letzten Ralf Zell-Romans schriftstellerisch normalerweise zuhause ist. Als Autorin für Serien-Plots im Fantasy- und Mystery-Business hat sie sich seit dem Jahr 2004 einen Namen gemacht. Sie ist zudem engagiertes Mitglied bei den „Mörderischen Schwestern“, einem europaweiten deutschsprachigen Zusammenschluss von Krimi-Autorinnen. Ihr erster im Sutton Verlag erschienener Braunschweig-Krimi ist nicht nur von charismatischen Charakteren, einer immer wieder neuen Wendungen nehmenden Handlung und ihrem deutlichen Hang zu mittelalterlicher Musik geprägt, sondern auch von der Liebe zu ihrer Heimatstadt. Doch auch, wer keinen unmittelbaren Bezug zur Stadt Heinrichs des Löwen in Niedersachsen hat sollte in dieses Buch hinein schauen. Ein wirklich tolles Krimi-Debüt, dem hoffentlich noch viele weitere düster-geheimnisvoll geprägte Fälle folgen werden.

Leseprobe Schwarze Dame Tod

Raven

Fantasy-Freunden unter den Krimilesern ist Wolfgang Hohlbein natürlich ein Begriff. Allen anderen sei gesagt, dass er seit seinem 1982 veröffentlichten gemeinsam mit seiner Frau Heike verfassten Romandebüt „Märchenmond“ mit mehr als 35 Millionen verkauften Büchern zu den erfolgreichsten Autoren dieses Landes gehört. Als „König der Vielschreiber“ schafft er es außerdem, jedes Jahr gleich mehrere neue Titel zu veröffentlichen, was Verleger wie Fans gleichermaßen freuen dürfte. Bei Bastei Lübbe sind nun in diesem Frühjahr zwei Hörbücher erschienen, die auf einer bereits Anfang der Achtziger Jahre als Subserie der Heftroman-Reihe „Gespenster-Krimi“ erschienenen zwölfteiligen Detektiv-Serie aus seiner Feder beruhen. Beide Hörbücher enthalten jeweils sechs Geschichten der Serie um den in London ermittelnden Privatdetektiv Raven.

Obwohl die Geschichten schon fast dreißig Jahre alt sind haben sie absolut nichts an in ihrer Faszination verloren. Dazu trägt nicht zuletzt der sie vortragende Hörbuchinterpret David Nathan bei, der zurzeit zu den besten „Vorlesern“ Deutschlands zählt. Als Synchronstimme von Johnny Depp und Christian Bale begegnet er einem auch immer mal wieder im TV und auf der Kinoleinwand. Nathan besitzt wie kaum ein anderer die Gabe, durch seine Stimme den Hörer regelrecht in die Geschichte mit hinein zu ziehen. Am Ende jeder Episode um den stets zwischen Realwelt und Mystik wandelnden Detektiv hat man darum auch wirklich das Gefühl, gerade live dabei gewesen zu sein.

Ihren Anfang nimmt die Geschichte um Privatdetektiv Raven in der Episode „Schattenreiter“ die dem ersten Hörbuch auch seinen kompletten Titel eingebracht hat. Er wird in dieser Folge mit merkwürdigen Ereignissen um einen Millionär und dessen besten Freund konfrontiert. Der Millonär Pendrose kontaktiert den Detektiv aus einer beinahe wahnsinnigen Angst heraus. Er fürchtet vehement um sein Leben und das seines Freundes Candley. Beide hatten sich während ihres Archäologie-Studiums kennengelernt und waren bei Ausgrabungen im Nahen Osten in die Höhle eines fürchterlichen Dämons geraten, der wie ein reitender Schatten ausgesehen habe. Dieser hatte ihnen unendlichen Reichtum innerhalb der nächsten beiden Jahre zugesagt, wollte jedoch nach Ablauf dieser Frist von ihnen eine Gegenleistung haben. In dem Glauben, den bösen Geist beizeiten zu überlisten willigten sie ohne zu überlegen ein. Die Zusage hatte sich daraufhin erfüllt und beide waren ohne großes Zutun reiche Männer geworden.

Nun forderte der Dämon jedoch seinen Preis für den Reichtum. Sie sollen für ihn zwei Menschen umbringen. Wenn sie dies nicht täten, würden sie selber sterben. Sowohl Pendrose als auch Candley wollen die ihnen aufgetragenen Morde nicht begehen. Nun soll Raven auf die beiden Männer aufpassen. Doch ehe er überhaupt damit beginnen kann schlägt der Dämon in Form eines dunklen, nur für die Opfer sichtbaren Reiters zu und tötet Pendrose. Raven versucht daraufhin, eine mögliche verwundbare Stelle des Dämons zu finden und kommt dem Bösen dabei gefährlich nahe. Was er in diesem Moment ebenfalls noch nicht ahnt: Diese Geschichte wird erst den Anfang zu weiteren gefährlichen Begegnungen mit dem dämonischen Fluch der Schattenreiter darstellen…

Für Freunde von Fantasykrimis ist Raven ein wahrer Leckerbissen, den man immer wieder hören kann ohne dass es langweilig wird. Sowohl die ersten sechs Episoden des Hörbuches „Schattenreiter”, als auch die Fortsetzung „Schattenchronik“ mit weiteren sechs Geschichten sind nicht nur meisterhaft geschrieben, sondern werden ebenso erzählt. Reinhören, gruseln und mitfiebern!

Hörprobe Raven Schattenreiter