Hjorth und Rosenfeldt: Die Toten, die niemand vermisst

8 September 2013 · Hörbuch,Thriller · 0 Kommentare

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Der dritte Fall für  Sebastian Bergmann.  Nach langem Überlegen hat Kommissar Torkel Höglund den etwas im Umgang schwierigen und frauenverschleißenden Kriminalpsychologen wieder mit ins Team genommen.  Aber eigentlich hat er auch gar keine Wahl, denn er hat einen schwierigen Fall zu lösen, wo er seine Hilfe braucht:

Eine Wanderin hat bei einer Bergtour wohl menschliche Knochen gefunden.  Beim Bergen dieser Knochen stoßen die Ermittler  auf ein großes Grab, worin sich sechs Leichen befinden. Augenscheinlich sind auch zwei Kinder darunter.  Das allein ist schon schlimm, doch noch schlimmer sind die Einschusslöcher im Kopf bei allen Toten…..

Parallel dazu wird von einem Vermisstenfall  berichtet. Ein afghanischer Mann wird seit geraumer Zeit von seiner Familie vermisst. Seine Frau wendet sich immer wieder an die Behörden um etwas über seinen Verbleib zu erfahren. Doch niemand kann ihr weiterhelfen, bis sie sich an einen Fernsehreporter wendet, der dann Nachforschungen anstrengt.

Leider vermisse ich die spannende Krimi-Handlung wie man sie aus den beiden vorherigen Teilen kennt. Die beiden  Fall-Ansätze klingen vielversprechend, doch leider verliert sich die Geschichte irgendwie in den privaten Problemen von Sebastian Bergmann.  Besonders schwer haben es die Zuhörer, die die ersten beiden Teile nicht kennen, da man mit Erklärungen gespart hat (z.B.  die Beziehung Wanja – Sebastian).

Sebastian Bergmann hat Probleme mit einer  Frau, die er irgendwann  bei sich aufgenommen hat und nun wieder loswerden will, was ihm aber nicht gelingt, denn die will oder kann sich nicht von ihm trennen (auch hier fehlt der Bezug zum letzten Fall).

Auch über die anderen Ermittler erfährt man mehr über das Privatleben, als dass die eigentliche Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht.

Kurz vor Ende des Hörbuchs, das wieder unverkennbar und sehr gut besetzt von Douglas Welbat vorgetragen wird, nimmt die Handlung eine drastische Wende…

Man kann das Hörbuch „Die Toten, die niemand vermißt  vielleicht als eine gewisse Zwischensequenz  ansehen, die zu weiteren spannenderen Fällen führen soll…

Fazit: Wer Teil 1  und Teil 2 kennt,  sollte diesen nicht verpassen