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Meinen ersten humorvollen Krimi mit Pippa Bolle, “Unter allen Beeten ist Ruh” habe ich 2011 gelesen. Zwischenzeitlich sind die Veröffentlichungen wohl an mir vorbeigegangen, denn „Tote trinken keinen Whisky“ ist bereits der 5. Fall für die berliner Hobbydetektivin Pippa Bolle, die aber eigentlich ihren Lebensunterhalt mit mehrsprachigen Übersetzungen bestreitet. Durch ihre auffallend roten Haare, die sie immer mit einer anderen Kopfbedeckung im Zaum hält und ihrem freundlichen und aufgeschlossenen Wesen, behält die Umgebung sie in Erinnerung.

Eine Einladung von Freunden führt Pippa und ihren Bruder Freddy, nach Schottland, wo sie als Haushüterin engagiert wurde, da ihre hochschwangere Freundin Anita den Schotten Duncan Blakely heiraten will.

Schon während der Überfahrt zu der schottischen Halbinsel Kintyre kommt es zu einem tragischen Zwischenfall: Eine Frau stürzt von der Fähre und im Verlauf der Handlung stellt sich die Frage: War es Mord?

Nachdem Pippa und Freddy ihr Feriendomizil in der wunderschönen schottischen Landschaft bezogen haben, lernen sie viele unterschiedliche Menschen kennen, die nicht unbedingt alle dem Brautpaar freundlich gesinnt sind, denn Duncan Blakely ist nicht nur Schotte, sondern auch Erbe einer renommierten Whiskybrennerei, wo es erst kürzlich zu einem folgenschweren Unfall gekommen ist…

Die Stimmung während der Hochzeitsvorbereitungen ist angespannt und wird nicht besser als während einer Kinovorstellung genau neben Pippa jemand erschossen wird…

Die am Buchanfang namentliche Nennung aller Mitwirkenden mit kleinen Hinweisen zum Wiedererkennen fand ich sehr hilfreich, so konnte man immer mal wieder nachschauen, wer den hier sein Unwesen treibt.

Zusammenfasst findet man hier neben wundervoller Landschaftsidylle, eine Geschichte über Whiskybrennen, Schmuggel, schottischer Mentalität nebst Dudelsackmusik und unheimlichen Todesfällen. In einer sehr humorvollen Art ist dieses Buch geschrieben, so dass man über die etwas naive Art eine Schmugglerbande zu stellen, hinwegsehen kann. Passend beim Lesen wäre ein Gläschen Whisky, an dem man nippen kann um noch mehr in die Handlung einzutauchen.

Fazit: Humor, unheimliche Todesfälle in schottischer Landschaft und sympathische Charaktere machen dieses Buch lesenswert

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Bevor man anfängt zu lesen, sollte man sich das wirklich toll gestaltete Cover  des neuen Mamma-Carlotta-Krimis einmal ansehen. Die Möwe im Vordergrund ist lebensecht gelungen. Auch was an den Fallschirmen zu Boden segelt passt hervorragend in die Küstenlandschaft und zum Inhalt des neuen Taschenbuchs „Strandläufer“.  Der Titel ist doppeldeutig angelegt  und man findet zwischen der eigentlichen Handlung eine Art tierisches Beobachtungsprotokoll, das sich herrlich in die Geschichte einfügt!

Der Kriminalhauptkommissar Erik Wolf hat mal wieder Besuch auf Sylt von seiner italienischen Schwiegermutter Carlotta. Sie hat die Küche der Familie Wolf wie üblich übernommen und bekocht Freunde und Familienmitglieder zu der mittlerweile auch Wiebke Reimers, die rothaarige Reporterin und neue Liebe von Erik gehört.

Das Gästezimmer des Hauses ist an Wiebkes beste Freundin Larissa vergeben, denn diese ist nach dem Tod ihrer Eltern verarmt und musste von heute auf morgen ihr Luxusleben aufgeben, was ihr sichtlich schwer fällt, denn sie muss sich jetzt mit einem Kellnerjob über Wasser halten.  Eines schönen Tages steht Larissas Onkel und Weltenbummler Paul vor der Tür, der ihr seelischen Beistand leisten will und er zieht ins Gästehaus auf dem Nachbargrundstück.  Und genau dieser Mann macht vom ersten Augenblick an Mamma Carlotta schöne Augen, was ihr anfangs nicht schicklich erscheint, doch sie kann sich seinem Charme nicht entziehen und bald nennt sie ihn bereits liebevoll Paolino.

Auch Erik und sein Kollege Sören haben wieder alle Händevoll zu tun: Per Zufall wird ein seit langem verschollenes wertvolles Gemälde entdeckt, das bei einem Kunstraub gestohlen wurde und nun muss dieser alte Fall wieder neu aufgerollt werden und so muss in manchen Sylter Kellern und Dachböden nach Hinweisen gesucht werden.

Der Tod eines bekannten Talkmasters kommt hinzu und muss untersucht werden, er galt als Kunstliebhaber.  Hängen diese beiden Fälle zusammen?  Die Ermittlungen laufen schleppend und dann besteht auch noch die Gefahr, dass ein ausgebrochener Mörder sich nach Sylt durchschlagen könnte……

Fazit: Es geht wieder turbulent auf der Insel zu und ganz besonders das Gefühlsleben von Mamma Carlotta gerät durch Paolino ins Wanken, was zu einem ganz besonderen Lesespaß führt!

 

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Devid Striesow  (vielen bekannt als Jan Martensen aus „Bella Block“ oder als neuer “Tatort”-Kommissar)  liest diese Hörbuch, nein eigentlich spielt er es und das passt perfekt zu dieser Krimihandlung, die eine Kombination aus Spannung und schrägem Humor ist. Durch die Mundart bzw. das Plattdeutsch,  das auf Rügen und Umgebung gesprochen wird, würzt der Vorleser seine Vortragsart, die dann die Charaktere so richtig lebendig werden lässt.

Die Handlung in groben Zügen beinhaltet  eine Liebesgeschichte, die Jahre überdauert hat,  einen mysteriösen Todesfall, Erpressung und zu guter Letzt einen tragischen Todesfall.  All dies kombiniert die Aurtorin mit einer gehörigen Portion Humor und ganz viel Augenzwinkern. Einfach nur herrlich!

Henning Zapotek ist Kriminalhauptkommissar. Er hat lange daraufhin gearbeitet um ein Jahr lang Urlaub zu haben und sich seinen großen Traum von einer Reise nach Jan Mayen, einer Insel in der Nähe von Grönland, zu verwirklichen. Aber zuvor muss er noch zum Haus seiner Eltern fahren, das sich in einem kleinen Dörfchen in der Nähe Rügens befindet.

Diese Fahrt lastet sehr auf ihn,  denn seine Vergangenheit holt ihn wieder ein. Er ist vor 27 Jahren durch Flucht in den Westen dort weggegangen und hat seine Jugendliebe Ulrike ohne ein Wort verlassen. Außerdem ist  Ingo, der Mieter bzw. Bewohner von Zapoteks Elternhaus dort erhängt aufgefunden worden.. Mord oder Selbstmord?

Nachdem Zapotek die Nacht in seinem Elternhaus verbracht hat, passieren dort merkwürdige Dinge. Anscheinend ist jemand eingebrochen und hat Ingos Hinterlassenschaft durchsucht. Es wäre Henning wahrscheinlich gar nicht aufgefallen, aber der Einbrecher hat die alte Katze des Hauses in einem Zimmer eingeschlossen, was diese gar nicht mag, denn das ganze Haus ist und bleibt ihr Revier, dass sie ohne Barrieren betreten oder verlassen kann…

Auch bei Ingos ehemaligen Arbeitgeber Klöwer scheint etwas nicht in Ordnung zu sein, denn Zapotek erfährt von dessen Frau Gitti, das ihr Mann Drohbriefe bekommt…

Der Kontakt Gittis zu Henning Zapotek gefällt dem Ehemann überhaupt nicht und er ist rasend eifersüchtig, was dann zu schweren Verwicklungen und letztendlich den Einsatz der Polizei notwendig macht…

Fazit:  In „Zapotek und die strafende Hand“ treffen Spannung und Humor aufeinander und werden durch den Vorleser zu einem besonderen Hörerlebnis

Hörprobe Zapotek

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Ich fange mal am Cover des Buches an: Durch ein Schiffsbullauge sieht man einen älteren Herren mit einer  Pistole und auf der Nase eine coole Brille. Daneben eine Dame, ebenfalls mit einer coolen Brille. Das allein schon hätte mich schon zum Kauf dieses Buches verleitet. Cover und Titel zusammen, assoziieren eine Kriminalgeschichte mit einem gewissen Augenzwinkern.

Ich wurde beim Lesen nicht enttäuscht, denn hier kommt alles zusammen: Ein etwas in die Jahre gekommener Ermittler, dessen Spürsinn, aber immer noch am Puls der Zeit ist und eine Rahmenhandlung, in der Humor und Spannung gut kombiniert sind und zum Schluss mit einem nicht hervorsehbaren Ende das Ganze abrundet.

Zum Inhalt:

Eine Einladung zum 90. Geburtstag ist der Grund warum James Gerald,  ein ehemaliger Agent des britischen SIS (Secret Intelligence Service),  sich jetzt nebst seiner ehemaligen Kollegin Sheila Humphrey an Bord der „Victory“, einem Luxuskreuzfahrtschiff,  befindet und sich steinalt fühlt, denn obwohl er selbst bereits 70 Jahre alt ist, meint er immer noch „Kreuzfahrten sind was für alte Leute“. Aber was tut man nicht alles, denn die Jubilarin ist niemand anderes als Phyllis, die Mutter von Sheila.

Die alte Dame ist zwar körperlich etwas eingeschränkt und dadurch auf einen Elektrorollstuhl angewiesen, aber sie besticht durch ihren scharfen Verstand und ihre unverblümte Art, Dinge auf den Punkt zu bringen: „Ich will es noch mal so richtig krachen lassen, denn in meinem Alter, kann es morgen schon zu spät sein“.  Phyllis war auch sonst kein Kind von Traurigkeit, denn durch ihre zahlreichen Ehen ist sie zu einigem Wohlstand gekommen. Vor nicht allzu langer Zeit hat sie zum siebten Mal geheiratet und diesmal einen sehr viel jüngeren Mann mit Namen Eden Philpotts. Im Familien- und Freundeskreis wird Eden zwar argwöhnisch beäugt, aber Phillys hält fest zu ihm und Gerüchte, dass Eden nur hinter ihrem Geld her wäre, lässt sie an sich abprallen.

Die Geburtstagsgesellschaft vergnügt sich bei Landausflügen und genießt die luxuriöse Umgebung, die es an nichts fehlen lässt. Doch dann fehlt doch etwas bzw. jemand, nämlich der frisch angetraute 7. Ehemann. Das ganze Schiff wird unauffällig nach ihm durchsucht, aber alle Bemühungen sind zwecklos, er bleibt wie vom Erdboden verschwunden und dann wird die nächste Person aus Phyllis Umkreis vermisst. James alter Spürsinn ist erwacht und mit Sheila Hilfe macht er sich an die Nachforschungen……

Fazit: “Null-Null-Siebzig: Agent an Bord” ist humorvolle Krimiunterhaltung

Leseprobe: Null-Null-Siebzig

 

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Eine Einladung auf die Sonneninsel Mallorca führt fünf ehemalige College-Freunde nach einigen Jahren wieder zusammen. Alvo, einer der Fünf hat es mittlerweile zu einigem Reichtum gebracht und ist Besitzer einer Traumvilla. Und er war es auch der seine Freunde dahin eingeladen hat.  Sie sind mittlerweile alle um die 40 und irgendwie hat das Leben bei allen irgendwo oder irgendwie Spuren hinterlassen. Nur Alvo, scheint auf der Sonnenseite des Lebens zu wohnen und er lässt nun seine Freunde daran teilhaben. Sie verbringen die ersten Tage in Saus und Braus und erkunden Land und Leute und genießen die Sonne auf ihrer Haut.

Zwischendrin erhält Alvo immer wieder irgendwelche merkwürde Anrufe, die er als „Geschäfte“ abtut. Niemand stört sich daran und hinterfragt seine „Geschäfte“. Doch dann schwimmt auf einmal eine tote Ziege im Pool…

Auch dieses Ereignis hinterfragt keiner der Freunde, sondern man vergräbt sie hinter dem Haus…

Dann fängt Alwo an zu stänkern und versucht die ausgelassene Stimmung in andere Bahnen zu lenken, was auch kurzfristig gelingt und einige Probleme werden sichtbar. Doch das eigentliche Problem sieht immer noch keiner und es kommt wie es kommen muss…..

Eines Abends sitzen alle fünf Freunde zusammen und plötzlich stürmt eine maskierte Person in die Villa und fuchtelt mit einer Pistole herum. Er schreit auf Spanisch etwas, doch nur Alvo scheint zu verstehen, was gefordert wird und sagt etwas. Doch das scheint dem Maskierten nicht zu gefallen und plötzlich fällt ein Schuss und Alvo liegt tot mit einem Loch im Kopf auf dem Tisch und der Schütze ist wie vom Erdboden verschwunden….

So endet die erste der vier Folgen der Mini-Serie „Mad Dogs “. Was zu Anfang ein Traumurlaub werden sollte, endet für die Freunde in einem Alptraum. Doch mehr zur Story soll hier nicht verraten werden, denn diese Serie ist durch die bekannten Schauspieler wie z.B. Ben Chaplin oder Philip Glenister, John Simm (Life on Mars)  oder auch Marc Warren schon allein sehenswert. Von Anfang an ist die Atmosphäre des Films darauf ausgerichtet, dass gleich etwas passieren wird, womit niemand gerechnet hat. Außerdem fließt ganz viel schwarzer Humor in die Handlung hinein, der dann des Öfteren auch die Lachmuskeln kitzelt. Die Serie endet mit einem gewissen open end und lässt auf eine zweite Staffel hoffen

Fazit: Hier passt alles prima zusammen: Schauspieler, Handlung und ganz viel schwarzer Humor

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Ein Wohnwagen im Nirgendwo der texanischen Wüste. Lorna (Gina Gershon) hat Probleme und sie ruft ihre beste Freundin Tiny (Kelli Giddish) an damit diese zu ihr in den Wohnwagen kommt. Als diese dort eintrifft sieht sie Dale (Val Kilmer), den Mann von Lorna auf dem Boden liegen und fragt: Was ist mit Dale los? Daraufhin antwortet die kettenrauchende Lorna: „Ich habe ihm mit Mamas gusseiserner Bratpfanne einen übergezogen, sonst geht es ihm gut“. …

Nachdem Dale wieder erwacht ist, sitzt er mit gefesselten Armen und Beinen auf einem Stuhl und muss über einen stattgefunden Bankraub seiner Frau Rede und Antwort stehen. Obwohl er schwört, nichts damit zu tun zu haben, glaubt ihm Lorna nicht und fuchtelt mit einer Pistole vor seinem Gesicht herum, damit er endlich sagt, wo er das Geld versteckt hat. Und dann löst sich ein Schuss aus der Pistole und Dale ist mausetot….

Jetzt stehen die beiden Frauen vor einem großen Problem, wohin mit seiner Leiche? Beim Nachdenken über dieses Problem helfen den beiden Ladies viel Alkohol und Zigaretten und dann ist klar: „Wir haben viele Haushaltsgeräte hier im Wohnwagen, da wird sich schon das richtige Werkzeug finden, damit wir Dale Stück für Stück beseitigen können.  Da Tiny erst kürzlich einen Handwerkerlehrgang besucht hat, kann sie sehr gut mit einem elektrischen Messer umgehen. Sie überlegt nicht lange und bald sieht das Innere des Wohnwagens nur noch rot aus….

Doch damit nicht genug, denn das Geld haben sie immer noch nicht und müssen es suchen. Doch dazu haben sie nicht richtig Zeit, denn schon klopft die Polizei an die Tür und Lorna gelingt es nur sehr kurz den Sheriff davon abzuhalten, den Wohnwagen zu betreten…..

Breathless “ ist eine rabenschwarze Komödie, mit vielen bekannten Gesichtern. Val Kilmer als Dale hat allerdings die kürzeste Rolle in diesem Film! Die Rolle der Lorna ist mit Gina Gershon wirklich klasse besetzt und die irren Dialoge runden diesen Film ab. Obwohl wirklich viel Blut fließt bzw. spritzt, gibt es doch auch sehr viel zu lachen…..

Fazit: Tolle Schauspieler in rabenschwarzer Krimikomödie

 

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Vielen Lesern sind bestimmt  die Bücher von Jane Evanovich und somit auch ihre etwas tollpatschige Krimiheldin Stephanie Plum bekannt.

Katherine Heigl verkörpert in der Buchverfilmung von “Einmal ist keinmal“ besagte Dame und das ist,  wie ich finde eine gute Wahl.

Zum Inhalt: Stephanie Plum schafft es gerade noch mit ihrem Wagen zu ihren Eltern und dann wird er abgeschleppt, das sie arbeitslos ist und die Raten nicht mehr zahlen kann.

Auf der Suche nach einem neuen Job gerät sie an ihren Cousin Vinnie, der eine Kautionsagentur betreibt. Da für einen Bürojob keine freie Stelle zur Verfügung steht, setzt er sie,  noch etwas zögernd,  als Kautionseintreiberin oder wie man so schön sagt, als „Kopfgeldjägerin“ ein. Da sie in diesem Geschäft ganz neu ist, bekommt sie Unterstützung von Granger, der sie in die Feinheiten des Jobs einweist.

Besonders gut gefällt Stephanie, dass sie Schießtraining bekommt und dann auch eine eigene Waffe, die sie zwar in ihrer Handtasche tief vergraben immer mit sich trägt, aber dann doch lieber zum Pfefferspray greift um die bösen Buben dingfest zu machen.

Da sie in der Gegend aufgewachsen ist, kennt sie noch viele Leute von früher und so auch Joe Morelli, mit dem sie bereits sehr engen Körperkontakt hatte und der nun auf der Fahndungsliste steht, da er zu einer  Gerichtsverhandlung nicht erschienen ist.

Das vertrackte an der Sache ist, dass Morelli ein ehemaliger Cop ist und der nun außer Dienst jemanden erschossen haben soll. Er beteuert seine Unschuld und will beweisen, dass er aus Notwehr behandelt hat. Doch die Beweise sehen anders aus. Stephanie will unbedingt die 50.000 Dollar Fangprämie ergattern und es gelingt ihr auch ihn ausfindig zu machen, doch er tricks sie aus und so beginnt ein amüsantes Katz- und Mausspiel….

Ich habe zwar das Buch zum Film „Einmal ist keinmal “ nicht gelesen, aber der Film ist recht amüsant und die Rollen gut besetzt.
Als Bonusmaterial bekommt man Einblick in die Arbeit von wirklichen Kautionsjägerinnen, denn die gibt es in Amerika anscheinend recht häufig. Auch die Autorin selbst kommt zu Wort und es gibt einen Blick hinter die Kulissen.

Fazit: Amüsante Krimikomödie mit Katherine Heigl in der Hauptrolle

 

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Man wird sofort mit Reggae-Musik beim Einlegen der ersten DVD empfangen und so kommt schon ein gewisses Feeling für Sommer, Sonne und Meer auf. Doch wie schon der Titel verheißt, gibt es auch im Paradies Mord und Totschlag und damit befasst sich diese neue Krimi-Serie, die auf Saint Marie in der Karibik spielt. Da die Insel immer mal wieder in französischem oder britischem Besitz ist, gibt es dort auch beide Sprachen.

Wenn man Karibik hört, denkt man eigentlich an die schönen Strände und an Urlaub und für denjenigen der sich eine Reise dorthin leisten kann, ist es ein Traum. Doch für  Inspector Richard Poole, seines Zeichens durch und durch britischer Kriminalinspektor,  ist es eher ein Horror- bzw. Alptraum, den er durchleben muss. Sein Vorgänger auf der Insel wurde ermordet und deswegen wird er für die Klärung des Falls nach Saint Marie geschickt.

Dort angekommen (im Anzug und Krawatte, wie es sich für einen britischen Beamten gehört) kann er nichts Traumhaftes entdecken. Er ist nur am Stöhnen über die Hitze und so richtig willkommen ist er bei der Belegschaft der Polizei der Insel auch nicht, denn die meinen, sie könnten auch allein den Mord aufklären.

Nicht nur das die Hitze dem Inspektor zusetzt, seine Unterkunft ist eher hüttenartig und durch das Wohnzimmer wächst ein Baum. Außerdem wohnt bereits ein  kleiner Gecko in der Unterkunft,  was der ganzen Situation noch etwas Würze gibt.

Damit aber nicht genug, denn für den Inspektor kommt es noch viel schlimmer, denn sein Reisekoffer ist nicht auffindbar..

Als er den Fall seines ermordeten Vorgängers endlich gelöst hat, ist der guter Hoffnung, dass er die Insel jetzt so schnell wie möglich wieder gen Heimat verlassen kann. Doch seine Vorgesetzten sehen das anders und er muss die freigewordene Stelle besetzen. Außerdem bekommt er eine neue Kollegin an die Seite mit der er auch zuerst so seine Schwierigkeiten hat,  zumal sie eine Einheimische ist und viele Dinge ganz anders angeht als er.

Über die verschiedenen Fälle will ich gar nicht so viel erzählen, denn allein die komischen Situationen die teilweise bei den Ermittlungen durch die unterschiedlichen Kulturen aufkommen sind herrlich zum Schmunzel und
nach kurzer Zeit hat man DI Poole schon in sein Herz geschlossen und hofft auf weitere Fälle,  die ihn nicht so schnell von der Insel weglassen…..

Fazit: “Death in Paradise – Staffel 1“  ist humorvolle Krimiunterhaltung vor einer traumhaften Kulisse mit einem wirklich liebenswerten britischen Ermittler

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Seit er den Oscar für „The Artist“ erhalten hat, ist Jean Dujardin über Frankreichs Grenzen hinaus bekannt. In diesen zwei Filmen spielt er den „besten Agenten Frankreichs“, nämlich Hubert de la Bath oder auch OSS 117. Beide Filme „Der Spion, der sich liebt“ und „Er ist sich selbst genug“ sind in guter alter James-Bond-Manier gedreht, nur mit dem Unterschied, dass bei James Bond die Nerven angespannt sind und in diesem Fall eher die Lachmuskeln strapaziert werden.  Aber den Frauen ist Frankreichs Agent genauso zugetan, wie man es von 007 kennt.  Und egal ob nun nur in Badehose oder gar im Smoking der gute Monsieur Dujardin kann sehr gut mit allen 007-Darstellern mithalten.

Oliver Kalkofe, bekannt auf Funk und Fernsehen(Frühstyxradio, Der Wixxer) hat die deutsche Fassung dieser beiden Filme geschrieben und auch gleich die Synchronstimme von OSS 117 übernommen. Auch schon deshalb sollte man sich diese Filme nicht entgehen lassen.

In „Der Spion, der sich liebte“ muss Hubert de la Bath nach Kairo reisen um in das Agentenchaos, das dort herrscht ein wenig Ordnung zu bringen.  Getarnt als Hühnerzüchter und mit Parolen „Wie ist das Frikassee?“ oder Sprüchen wie „Ich war es nicht, hab aber gesehen, wer es war, aber ich verrate es nicht“ kann man sich vorstellen, dass dies nicht unbedingt Ordnung schafft. Er hat es mit hübschen Damen zu tun, die ihm aber nicht verfallen wollen, was so ganz gegen seine verführerische Masche ist.

In „Er selbst ist sich genug“ muss OSS 117 nach Rio de Janeiro reisen und  in einer Hippiekommune nach jemandem suchen. Dort macht er dann Erfahrung mit LSD und er hat ein durchgreifendes erotisches Erlebnis, das im Hintergrund der Story immer wieder für Lacher sorgt.

Also beide Filme sind eine Persiflage auf die  James-Bond-Reihe und durch die deutsche Fassung aus der Feder von Oliver Kalkhofe sind die beiden „The Agent“-Filme ein Genuss für Augen und Ohren.  Besonders nachhaltig im Ohr bleibt das Lachen des Geheimagenten,  ein Hahahaha,,,, in allen Variationen und ist gleichzusetzen mit einem Lachsack, denn wenn dieses Lachen erklingt, kann man nicht anders , dann  muss man mitlachen…

Fazit: Die französische Antwort auf James Bond kann sich wirklich sehen lassen und das im wahrsten Sinne des Wortes

 

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Ich habe schon lange bei einem Krimi nicht mehr so gelacht. Bei diesem Film passt alles perfekt zusammen, die Besetzung, die Landschaft, die Handlung und am besten sind die Dialoggefechte zwischen den Hauptdarstellern. Und das sind in diesem Fall Brendan Gleeson als „The Guard“ Garry Boyle und Don Cheadle als schwarzer  FBI-Agent Wendell  Everett.

Die Handlung spielt in Conemara einer idyllischen Gegeng in Irland, in der es kaum Kriminalität gibt und wenn dann weiß der unbestechliche, aber auf seine Art Dienst tuende Sergent Gary Boyle bestens darüber Bescheid. Doch das sollte sich mit Antritt seines neuen Kollegen ändern. Ein anonymer Anrufer meldet einen Mord und dann sollen auch noch Drogenschmuggler in der Gegend sein und sie sollen in den nächsten Tagen eine große Ladung Kokain im Wert von einigen Millionen Dollar in Empfang nehmen wollen. Aus diesem Grunde schickt das FBI ihren Agenten Wendell Everett um die Schmuggler dingfest zu machen.

Bei einer einberufenen Dienstbesprechung treffen Sergent Boyle und Agent Everett auf einander und damit fangen die irren Wortgefechte an. Agent Everett unterrichtet die Polizisten über  Identitäten der Drogenschmuggler, als Boyle sich zu Wort meldet und meint: „Ich dachte immer Schwarze sind nur Drogendealer“.  Sein Vorgesetzter ist empört und er soll sich für seine rassistischen Äußerungen bei Agent Everett entschuldigen. Doch Boyle sieht das nicht ein und meint:  „Wofür soll ich mich entschuldigen, ich bin Ire, ich bin mit Rassismus aufgewachsen“

Als Agent Everett versucht bei Hausbefragungen etwas über die Schmuggler herauszubekommen,  wird im regelmäßig die Tür vor der Nase zugeschlagen, da ihn anscheinend niemand versteht,  es scheinen alle nur Gälisch zu sprechen. Doch Evertt und Boyle müssen sich zwangsläufig zusammenraufen, denn Agent Everett scheint von keinem anderen Polizisten Unterstützung bei seinen Ermittlungen zubekommen, denn die sind alle von den Schmugglern geschmiert und  wenn Informationen  an den FBI-Agenten weitergegeben werden, sind sie falsch.

So kommt es dann zu einem  showdown bei dem  die beiden Ermittler allein gegen die Schmugglerbande antreten müssen und diesmal gibt es nichts zu lachen, denn dieser Film ist nicht als Slapstick-Komödie anzusehen.  Obwohl witzige gepfeffert Dialoge zum Einsatz kommen, bleibt es doch ein Krimi.

Fazit: Trotz Krimihandlung, ist hier auch herzhaftes  Lachen angesagt

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