Verleumdet von Thomas Enger

Endlich ist der da, der dritte Fall für Henning Juul!

Wie im ersten Teil „Sterblich“ zu erfahren war, ist Henning Juul ein Journalist, der durch einen Wohnungsbrand seinen kleinen Sohn verloren hat. Beim Versuch ihn zu retten wird Henning Juul selbst schwer verletzt und hat Brandwunden im Gesicht davon getragen.  Nach seiner Genesung rekapituliert er, was eigentlich geschehen ist und er hat die Vermutung, dass der Brand in seiner Wohnung gelegt worden ist, doch von wem und warum ist die Frage, doch da er sich kaum an das Geschehen erinnern kann, stochert er im Trüben.

Im zweiten Teil „Vergiftet“ erhält er von Tore Pulli, einem in Haft sitzenden verurteilten Mörder einen Hinweis darauf, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt, dass der Brand gelegt worden ist. Den Namen des Täters kann er ihm dann aber nicht mehr nennen, da ermordet wird.

Im dritten Teil „Verleumdet“ geht die Suche nach den Zusammenhängen zum Tod seines Sohnes Jonas weiter, aber so richtig Licht in die Sache kommt nicht.  Dafür ist Hennings Schwester Trine, die Justizministerin ist, in großen Schwierigkeiten, denn sie wird öffentlich bezichtigt einen Kollegen sexuell genötigt zu haben. Die Öffentlichkeit wartet auf eine Erklärung, aber Trine schweigt. Zwar haben sich die Geschwister lange Zeit nicht gesehen und schon gar nicht miteinander gesprochen, aber Henning will ihr trotzdem irgendwie helfen und fängt an zu recherchieren und erkennt, warum seine Schwester beharrlich schweigt…..

Außerdem soll er für seinen Arbeitgeber die Onlinezeitung „123nyheter” über einem brutalen Mord an einer Seniorin im Altenheim berichten. Die ehemalige Lehrerin war kein sonderlich beliebter Mensch, doch das ist ja noch kein Grund jemanden zu ermorden und dann auch noch Stricknadeln in die Augen zu stechen…..

Thomas Enger schafft es erneut einen dermaßen spannenden Krimi zu schreiben, den ich in einem Rutsch gelesen habe. Auch wer die zwei vorherigen Bücher nicht kennt, kommt schnell in die Vorgeschichte und hechtet mit dem Reporter von einer Recherche zur nächsten.

Fazit: Dieser Krimi ist  spannend, fesselnd und man bekommt Lust auf weitere Fälle mit Henning Juul

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Dieses Hörbuch ist eine Sammlung von vier Kriminalgeschichten, die  von Katharina Thalbach, Johannes Streck, Christan Rudolf und Robert Missler vorgelesen werden. Alle vier sind hervorragende Stimmakrobaten und ganz besonders die von Katharina Thalbach vorgetragene Geschichte „Der Racheengel“  hat mich gefesselt.

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die vier Stories. Es sind Einblicke in menschliche Abgründe, dass es einen beim Zuhören gruselt:

In Der Teufel soll Dich holen (gelesen von Johannes Streck) hat ein Lehrer in gewisser Weise Angst vor seinen Schülern, dass die ihn mobben könnten.  Er ist als Aufsichtsperson mit in ein Ferienlager gefahren und dann passiert es:  Auf einmal ist der kleine Gerd verschwunden. Der Lehrer sucht ihn, dabei hat er das Gefühl er wird verfolgt…

Wie schon erwähnt liest Katharina Thalbach „Der Racheengel“. Sie spricht mit unterschiedlicher Stimmlage eine Frau und auch einen jungen Mann.  Dieser junge Mann heißt Kai. Er ist aus der Gerichtsverhandlung gegen ihn geflohen. Er ist wegen dem Verdacht auf  mehrfachen Mord angeklagt worden. Auf der Flucht nimmt er kurzerhand eine Frau in ihrem Auto als Geisel und bedroht sie mit einer Nagelfeile. Doch seine Geisel entpuppt sich als mutige Frau, die es mit ihrem Entführer aufnimmt und es findet langsam ein Rollentausch statt….

Bei Die Hexenverbrennung gelesen von Christan Rudolf standen mir zeitweise die Nackenhaare hoch, da ein verlassener Mann darüber nachdenkt, wie er sich an seiner Frau rächen kann.  Er teilt dem Zuhörer in einer Art Zwiegespräch mit, welche  Gedanken durch seinen Kopf huschen, wenn es darum geht seine Frau umzubringen…..

Robert Missler  liest die gleichnamige Geschichte, die wie das Hörbuch den Titel   „Unter Menschen“ trägt . Und auch hier wird man als Zuhörer Zeuge von den Gedankengängen  eines Mannes, der sich fragt ober er noch ein realer Mensch ist oder ob er nur noch ein menschliches Experiment ist…

Fazit: Über 80 Minuten voller spannender Einblicke in die menschliche Psyche!

 

 

 

 

 

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Auch diesmal spielt David Suchet die Rolle des belgischen Privatdetektivs Hercule Poirot.  Im beiliegenden Booklet der vierteiligen DVD-Sammlung erfährt man, dass der englische Schauspieler schon über 20 Jahre in die Rolle des von Agatha Christie erschaffenen Privatdetektivs schlüpft.  Wenn man sich die vier Folgen ansieht, hat man das Gefühl David Suchet lebt diese Rolle!  Der Anzug sitzt perfekt, es findet sich keine Knitterfalte und der mit französischen Worten gespickte Redefluss ist neben seinem hochgezwiebelten Schnauzbart  sein Erkennungszeichen.  Bon!

Als Zuschauer  wird man in eine andere Zeitepoche versetzt, was auch  den Charme der Serie ausmacht.  Besonders interessant ist immer, wie der gute Poirot auf die Lösung der Fälle kommt und was für interessante Familiengeheimnisse er zu Tage fördert.

Hier kommt ein kleiner Einblick in die vier interessanten Kriminalfälle:

Mrs. Mc Ginty ist tot:

Die Folge beginnt mit dem Richterspruch: Tod durch den Strang. Ein junger einfacher Mann mit Namen James Bentley soll seine Vermieterin ermordet haben und sitzt deswegen auf der Anklagebank. Doch so ganz will der ermittelnde Beamte nicht glauben, dass dies der Mörder ist und er wendet sich an Hercule Poirot, der sich dann vor Ort selbst ein Bild macht.  Zwei Fotografien die in der Tageszeitung veröffentlicht wurden, bringen den Detektiv auf eine Spur, was dazu führt, dass man einen Mordanschlag auf ihn verübt……

Die Katze im Taubenschlag:

Eine alte Bekannte von Poirot ist Schulleiterin von Medowbank einer renommierten Mädchenschule. Sie ist auf der Suche nach einer Nachfolgerin und sie bittet Poirot wegen seiner Menschenkenntnis ihr dabei zu helfen.  Kaum hat das Schuljahr begonnen wird die Sportlehrerin tot in der Turnhalle aufgefunden. Es war Mord. Bald überschlagen sich die Ereignisse und im Verlauf wird auch noch eine Schülerin entführt…..

Die vergessliche Mörderin:

Zur frühen Morgenstunde stört eine junge Besucherin Poirot beim Frühstück. Sie ist völlig aufgelöst und berichtet, sie vermute, sie habe einen Mord begangen.  Doch sie will sich von Hercule nicht helfen lassen,  denn sie findet den Detektiv zu alt! Doch die belgische Spürnase lässt nicht locker und bei seinen Nachforschungen findet er heraus, dass tatsächlich im gleichen Wohnhaus der jungen Frau jemand ermordet wurde….

Der Tod wartet:

Dieser Teil hat mich gleich an „Rendezvous mit einer Leiche“ erinnert. Die Verfilmung mit Peter Ustinov als Hercule Poirot,  die auch mit vielen bekannten Schauspielern gespickt war, denn da ging es auch um Ausgrabungsarbeiten in der Wüste.

Im vorliegenden Teil spielt übrigens Tim Curry den Ausgrabungsleiter Lord Boynton, dessen nicht sonderlich beliebte herrische Ehefrau ermordet wird. Weitere bekannte Gesichter tauchen hier auf wie z.B. Mark Gatiss und John Hannah.

Fazit: Durch David Suchet lebt Hercule Poirot und die Spannung der Fälle der “Collection 10 “ist ungebrochen.

Auch “Collection 8” ist  sehenswert

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Wer Krimi-Fan ist so wie ich, der kennt natürlich die Fernsehserie:  „Cold Case- Kein Opfer ist je vergessen“. Genau für diese Serie hat Michael Harvey preisgekrönte Drehbücher geschrieben! Das Buch „Kein Opfer ist vergessen“ würde sich gut als Serienspezial für diese Serie eignen.  Denn genau wie in der Serie geht es in diesem Buch um alte Kriminalfälle:

Die drei Studenten Sarah, Ian und Jake sind herausragende Köpfe an der Medwill Journalistenschule und haben sich als einzige bei einem Kursus eingeschrieben. Dort sollen sie  Cold Cases – alte Kriminalfälle -  in denen eventuell Unschuldige zum Tode verurteilt wurden,  aufarbeiten. Die Leitung dieses Seminars hat die preisgekrönte Journalistin Judy Zombrowski, die von allen nur „Z“ genannt werden will. 

Nach einem kurzem Geplänkel steht fest um welchen ersten Fall sie sich kümmern werden, denn Jake hat eine anonyme Botschaft unter seiner Tür gefunden, die lautet: „98-2425 … Ich hab den Jungn gekillt“. Außerdem findet sich in dem Umschlag noch ein schwarz-weißer Stofffetzen auf dem sich ein Blutfleck befindet…

Die drei fangen zu recherchieren und stoßen auf einen alten Fall in Chicago, wo ein zehn Jahre alter Junge ermordet wurde. Seine verscharrte Leiche wurde in einem Naturschutzgebiet gefunden.  Der Fall hatte viel Aufsehen erregt und es wurde auch ein Täter verurteilt, der kurze Zeit nach der Verurteilung im Gefängnis starb!

Als sie den Fundort der Leiche in Augenschein nehmen, durchstreifen sie das bewaldete Gebiet und kommen zu einer Höhle, wo sie eine schreckliche Entdeckung machen….

Die Geschehnisse überschlagen sich und die drei geraten selbst in höchste Lebensgefahr, denn sie scheinen mit ihren Recherchen und ihren Erkenntnissen auf etwas gestoßen zu sein, was einigen Mitgliedern der Polizei von Chicago gar nicht gefällt und so landet Ian dann kurzerhand im Gefängnis, denn er soll eine schwerwiegende Straftat begangen haben und der ermittelnde Beamte macht ihm deutlich, dass er auch ohne ein Geständnis für Beweise sorgen kann, die Ian vor Gericht bringen…..

Wo sind die drei da nur reingeraten? Nun, ich werde es nicht verraten.  Hier ist selber Lesen angesagt,  denn der Autor weiß genau wie er den Leser fesseln kann: Nach dem vermeintlichen Showdown, kommt dann noch ein großer Paukenschlag zum Schluss!

Fazit: Diesen Thriller muss man gelesen haben!

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Genau wie beim ersten Buch mit dem Titel „Cut“ ist das Cover des Hörbuchs  wieder sehr gut gestaltet.  Es entsteht der Eindruck, als wenn Glas gesprungen ist, was gut zum Buchtitel „Broken“ paßt. Ein neuer Fall für die Ex-FBI-Profilerin Keye Street, die jetzt als Privatdetektivin arbeitet.

Keye, die ihre Detektei mit dem Nerd Neil Donovan als ihren einzigen Mitarbeiter betreibtwird von ihrer Cousine Miki kontaktiert. Miki war lange Zeit das Sorgenkind der Familie, denn ihr bisherige Leben war durch den Konsum von allerlei Drogen und zahlreichen Klinikaufenthalten geprägt. Jetzt arbeitet sie als Fotografin  und scheint sich gefangen zu haben.

So ist Keye auch erst nicht ganz sicher, was sie  von der Aussage ihrer Cousine halten soll,  denn sie fühlt sich verfolgt und sie meint,  es sei jemand bei ihr eingebrochen.  Als dann in Mikis Wohnung ein fremder alter Mann erhängt aufgefunden wird,  glaubt sie ihr und hilft ihr bei der Suche nach dem stalkenden Mörder.

Doch allein  als Detektivin kann Keye diesen Fall nicht lösen und sie wendet sich an ihren Freund Aaron Rauser, der mit seinem Team die Überwachung Mikis und die Ermittlungen offiziell übernimmt.

Der Stalker scheint es letztendlich nicht nur auf Miki abgesehen zu haben, denn nachdem noch einige weitere Morde passieren, die alle anscheind auf sein Konto gehen, erhält Keye auf ihrem Handy einen angsteinflößenden Anruf und es fallen Schüsse…

Parallel zu diesen Ermittlungen arbeit Keye auch an einem anderen,  etwas bizarren Auftrag. Sie soll herauszufinden, was mit den sterblichen Überresten aus einer Urne passiert ist, denn die laborchemischen Untersuchen hatten ergeben, dass es sich um Zement  und andere Beigaben handelt und nicht um menschliche Überreste.   In dem zuständigen Krematorium machen Keye und Neil eine schaurige Entdeckung…

Uuh, das Hörbuch,  das sehr einfühlsam von Stephanie Kellner vorgetragen wird, hat schon stellenweise einen Gruselfaktor.  Die Geschichte ist von Anfang an fesselnd geschrieben, was über sechs Stunden knisternde Spannung garantiert,  nur den Teil mit dem „Suchtdruck“ finde ich entbehrlich.

Fazit: Spannungsgeladenes Hörbuch mit Gruselfaktor

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„Ohne Krimi ging die Mimi nie ins Bett“  besagen schon die Zeilen eines alten Schlagers. Ich kann mir vorstellen, das viele  Krimiliebhaber  vor der eigentlichen Nachtruhe noch ein paar spannende Zeilen brauchen um gut zu schlafen.

Im Diogenes-Verlag ist jetzt das Taschenbuch „Schieß los!“ erschienen. Darin befinden sich 25 kurze, aber spannende  Kriminalgeschichten.

Bekannte Autoren haben einen Beitrag zu diesem Buch geschrieben. Die Aufzählung einiger Namen wie  z.B.  Henning Mankell, Friedrich Dürrenmatt, Ingrid Noll, Patricia Highsmith, Donna Leon,  Andrea Camilleri oder auch der Queen of Crime Agatha Christie lassen auf gute fesselnde Lektüre hoffen.

Hier kommt ein kleiner Einblick in die 25 Kurzgeschichten, wo eine spannender ist als die andere und wo auf ganz unterschiedliche Art und Weise die Krimiautoren ihre Spuren hinterlassen haben:

Henning Mankell schreibt über einen Profikiller. Dieser hat vor in Rente zu gehen nachdem er seinen letzten Auftrag erledigt hat, doch dann passiert etwas Gravierendes und alles kommt ganz anders für ihn als er es geplant hat…

Ingrid Noll erzählt von einem Ehemann, der zu einem  eher ungewöhnlichen Mittel greift und damit mordet.

Friedrich Dürrenmatts Geschichte handelt von einem übermüdeten Autofahrer, der einen Menschen überfährt und Fahrerflucht begeht. Doch auch nach mehreren Tagen erscheint keine Polizei um ihn zu verhaften, im Gegenteil….

Georges Simenon schickt seinen bekannten  Kommissar Maigret auf Mörderjagd. Dieser  überführt auf seine ganz spezielle Art und Weise ein Mörderpärchen….

Andrea Camilleri geht der Frage nach „Was geschah mit Baby Irene?“, denn das drei Monate alte Mädchen verschwindet aus der Schiffskabine seiner Mutter, die sich für kurze Zeit an Deck aufhielt…

Ich habe mich dabei ertappt, dass ich nicht nur eine Geschichte vorm Zubettgehen gelesen habe, sondern bisweilen auch mal zwei oder drei, denn egal wer hier nun ermittelt, spannend und gut geschrieben sind alle Geschichten, die in diesem Taschenbuch zusammengetragen wurden.

Fazit: Beiträge namhafter  Autoren vereinigen sich hier zu spannender Lektüre

 

Die Totentaenzerin von Max Bentow

Nach „Der Federmann“ und „Die Puppenmacherin“ ermittelt  Kommissar Nils Trojan nun in seinem dritten Fall.

Die vollständige Hörbuchfassung wird wieder von Axel Milberg vorgetragen. Die vielen unterschiedliche Personen, die in der Handlung vorkommen, werden durch die Stimmnuancen, die Axel Milberg beherrscht, lebendig und unterscheidbar und das Zuhören macht dann einfach nur noch Spaß!

Zum Inhalt:

Im Fall Die Totentänzerin“ hat Nils Trojan kaum eine freie Minute und die Beziehung zu Jana, die sich ganz langsam entwickelt, wird auf eine harte Probe gestellt. Janas Bruder taucht auf und nimmt seine Schwester sehr stark in Beschlag, was bei Nils nicht gut ankommt und so ist seine private Situation angespannt.

Ein Mord an einem Liebespaar erschüttert Berlin.  Als Nils am Tatort eintrifft bietet sich ihm ein bizarres Bild: Ein nacktes Pärchen liegt in einer merkwürdigen Umarmung auf einem Bett.  Sie sind mit einer Schnur aneinandergefesselt. Die Obduktion wird später ergeben, dass der Mann erschlagen wurde und die Frau unter ihm noch gelebt hat und erst später verstorben ist….

Beim Verlassen des Tatorts bemerkt Nils flüchtig eine Frau, die ihm auf sonderbare Weise bekannt vorkommt, doch er kann die kurze Begegnung zuerst nicht einordnen.

Dann geschieht ein weiterer Mord. Wiederum ist ein Liebespaar, daß ebenfalls auf eine groteske Art drapiert wurde.

Die Recherchen führen Nils dann zu der Erkenntnis, wer die Frau war, die er am ersten Tatort gesehen hat. Es handelt sich um die psychisch etwas angeschlagene Theresa Landsberg, die  Ehefrau seines Chefs. Der will und kann nicht glauben, dass seine Frau etwas mit den Morden zu tun hat.  Allerdings muss er sich auch den Tatsachen stellen, dass er manche Dinge von seiner Frau nicht weiß, denn neben ihrer gemeinsamen Wohnung, hat sie anscheinend seit längerer Zeit noch eine Zweitwohnung und sie scheint ein Doppelleben zu führen……

Die Story ist spannungsgeladen, anfangs noch etwas verwirrend, sich dann aber durch die Erzählkunst des Autors durchaus erklärt und bis zum Schluss fesselt.

Fazit: Spannung pur! Durch die stimmliche Interpretation von Axel Milberg ein Hörgenuss!

 

 

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Nach seinem spannenden Erstlingswerk „Die Judaswiege“ hat Ben Berkeley nun seinen zweiten Thriller veröffentlicht. Der Titel „Ich bin dein Mörder“ ist vielversprechend und schon nach den ersten Seiten war ich in der Handlung gefangen und ich hatte Mühe das Buch aus der Hand zu legen.

Wer wie ich das erste Buch kennt, wird einigen bekannten Figuren begegnen, wie z.B. Sam Burke, den FBI-Agenten, der seine Tätigkeit als Agent beendet hat und nun als Professor für Psychologie tätig ist. Oder seine Lebenspartnerin Klara Swell, die ebenfalls früher beim FBI gearbeitet hat und  jetzt als Privatdetektivin ihr Geld verdient. Beide wollten dem „Bösen“ entfliehen und sich mehr auf ihre Beziehung konzentrieren.

Doch diesen schönen Plan durchkreuzt ein an Sam Burke persönlich adressierter Brief, der folgende Worte beinhaltet: „Lieber Sam, ich schreibe Dir, weil ich so viele Frauen umgebracht habe und ihr habe sie einfach vergessen. Warum suchst Du mich nicht, Sam? Und der Brief endet mit den Worten: „Das nächste Mal erzähle ich Dir von Betty“. Unterschrieben mit „Tom“.

Sam Burke versucht erst diesen Brief zu ignorieren, was ihm nicht gelingt. Dann beginnt er heimlich  ein Profil des Mörders zu erstellen, denn er will sein Versprechen nicht brechen, dass er und Klara sich gegeben haben bezüglich der Suche nach dem „Bösen“.  Doch Klara kennt Sam zu gut und sie merkt das ihn etwas beschäftigt, doch er schweigt beharrlich, denn es kommen immer mehr Briefe und der Mörder erzählt ihm aus seinem Leben und wie er überhaupt zum Mörder wurde. Die Zeit drängt, denn Sam spürt, dass der Briefeschreiber wieder ein neues Opfer ins Auge gefasst hat. Deshalb wendet sich er an seine alten Kollegen beim FBI, denn allein kann er diesen eiskalten Mörder nicht schnappen….

Die Mörderjagd gestaltet sich rasant. Durch die immer neuen Erkenntnisse aus den Briefen und die Art wie  der Mörder schreibt,  ist das Spannungsniveau sehr hoch und bleibt auch bis zum Ende des Buch so erhalten.

Fazit: Ein Thriller, den man kaum aus den Händen legen kann und unbedingt gelesen haben sollte!

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Das ungleiche Ermittlerpaar Zorn und Schröder haben einen neuen Fall. Das heißt diesmal ist Zorn anfangs auf sich allein gestellt, denn Kollege Schröder verunglückt  mit seinem Wagen in einer schweren Massenkarambolage.  Lange Zeit weiß keiner im Revier, wo er sich befindet und wie schwer er verletzt ist. Zorn kann mit dieser Ungewissheit nicht umgehen und er setzt alle Hebel in Bewegung um Herauszufinden, was mit dem „dicken Schröder“ passiert ist.  Die Ungewissheit über den Gesundheitszustand seines Kollegen  und mittlerweile auch guten Freundes  ist für Zorn eine Zerreißprobe und außerdem ist er unglücklich verliebt, da es in der noch frischen Beziehung zu Malina bereits  kriselt.

Das Hörbuch beginnt mit dem vermutlichen Selbstmord eines  älteren ehemaligen Bankangestellten, der nur mit einem Pyjama bekleidet von einer Brücke gesprungen ist.

Der Wagen, der den schweren Autounfall verursacht hat, in den auch Schröder verwickelt war, wurde manipuliert, das finden die Ermittler eher zufällig raus, da Zorn befohlen hatte, dass jede kleine Schraube umgedreht werden solle um den Kollegen Schröder zu finden.

Außerdem werden im Verlauf ein Richter und ein Anwalt vermisst.

Zorn ist ohne die scharfsinnige Denkweise seines Kollegen, der  aber vorerst  im Krankenhaus liegt, etwas überfordert  und so fallen ihn die Ermittlungen in den unterschiedlichen Fällen auch besonders schwer, aber irgendwie hat er den Verdacht, dass alles zusammenhängt und meint auch, dass er weiß wer dahintersteckt und wie der Zuhörer bald erfährt, hat er damit gar nicht so Unrecht. Im Verlauf der Handlung wird Claudius Zorn dann unfreiwillig Zeuge einer improvisierten Gerichtsverwandlung und  gerät damit selbst auch in Lebensgefahr……

Dieses Hörbuch habe ich  verschlungen, denn die Stimme von David Nathan schafft es immer wieder einen in den Bann zu ziehen und man kann nicht anders und hört gebannt zu, denn man ja will wissen, wie die Geschichte bzw. der Krimi ausgeht.

Stephan Ludwig hat mit Zorn und Schröder ein Ermittler-Dream-Team erschaffen und auch der dritte Fall „Zorn – Wo kein Licht“ ist unbedingt hörenswert. Auch die Kombination aus Spannung und Humor ist wieder vorhanden und perfekt miteinander verbunden.

Hier geht es zum 1. Fall  “Tod und Regen

und hier zum 2.”Vom Lieben und Sterben“, die beide auch sehr zu empfehlen sind.

 

 

 

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Sven Kochs führt den Leser diesmal an die Nordseeküste in den kleinen Ort Werlesiel. Dort leitet Femke Folkmer die Polizeidienststelle und träumt  von einer Versetzung zur Kripo um der ländlichen Idylle zu entfliehen. Ihr Lieblingsbuch wurde von Tjark Wolf einem Kripo-Mann geschrieben, der damit einen Überraschungserfolg gelandet hat und darin seine Erfahrungen anhand von realen Kriminalfällen schildert.

Die Beschaulichkeit, die in dem kleinen Örtchen Werlesiel herrscht, ändert sich in einzigen nebeldurchtränkten Nacht:

- In der Polizeidienststelle geht beim Diensthabenden um 1.22 Uhr ein Notruf von einer verängstigten Frau ein, aber die Verbindung ist schlecht, es sind nur  Wortfetzen zu verstehen und dann reißt die Verbindung ab…

- Fokko Broer, ein Anwohner der Küstenstraße meldet sich bei der Polizei und teilt mit, dass eine junge Frau, die verwirrt gewirkt habe,  mitten in der Nacht bei ihm an die Haustür geklopft habe und um seine Hilfe gebeten habe. Doch dazu sei es nicht gekommen, denn angeblich habe ein Wesen mit glühend roten Augen sie in den Nebel gezogen und sie ward nicht mehr gesehen….

-Am nächsten Morgen wird die etwas 20-jährige Vikki Richmers von ihrer Mitbewohnerin als vermisst gemeldet.

Auch nach 72 Stunden findet sich kein Hinweis auf den Verbleib von Vikki, die vermutlich den Notruf getätigt und auch die junge Frau gewesen ist, die bei Fokko Broer mitten in der Nacht um Hilfe gebeten hat und dann vom Seenebel verschluckt wurde.

Zu Femke großer Überraschung bekommt sie prominente Hilfe bei der Vermisstensuche, denn auf einmal steht Tjark Wolf mit seinem Kollegen Fred in der Tür und bietet bei dem Fall seine Hilfe an.

Auch mit der Unterstützung von den beiden Kollegen ist es nicht möglich den Aufenthaltsort  von Vikki zu ermitteln, doch auf der Küstenstraße in der Nähe von Fokko Broers Haus werden einige Blutflecken und ein roter Damenschuh gefunden, was zu einer großangelegten Suchaktion im Küstenstreifen führt. Dort finden die Ermittler  grabhügelartige Erhebungen und später drei weibliche Leichen. Ist eine davon Vikki?

Der Leser ist zeitweise den Ermittlern etwas voraus, denn ein Teil der Handlung ist  aus Sicht des Ofers erzählt, was einen erschaudern lässt.

Nachdem ich die vorherigen beiden Bücher von Sven Koch „Purpurdrache“ und “Brennen muss die Hexe“  gelesen habe, war ich auf „Dünengrab“ gespannt und wurde wieder mit einem spannenden Krimi belohnt. Er ist sehr anschaulich geschrieben und  wer schon einmal an der Nordsee erlebt hat wie schnell Nebel aufziehen und wie dicht und undurchdringbar er sein kann, der kann der Handlung besonders gut folgen. Auch die Schauergeschichten, die an der Küste erzählt werden und hier in die Handlung einfließen runden dieses lesenswerte Buch ab.

Fazit: Gelungener, spannender Krimi

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