978-3-257-24300-0

Ich habe lange überlegt, ob ich die Neuübersetzung des Buches  „Mystic River“ überhaupt lesen sollte, da ich  vor einiger Zeit die Verfilmung gesehen habe. Denn die Spannung ist ja dahin, wenn man den Mörder schon kennt…

Doch tatsächlich konnte ich mich nur noch an die drei Hauptdarsteller (Kevin Bacon als Sean, Tim Robbins als Dave und Sean Penn als Jimmy), aber nicht an den genauen Inhalt des mit zwei Oscar prämierten Films erinnern.

Beim Lesen des Buches hatte ich dann die Schauspieler vor Augen und konnte so die Romanfiguren besser unterscheiden, was bei der komplexen Handlung und den vielen Mitwirkenden hilfreich war.
Die Geschichte beginnt in der Kindheit von Sean und Jimmy, deren Väter Arbeitskollegen sind und die beiden Jungen, obwohl sie in unterschiedlichen Bezirken wohnen, zusammen spielen. An Jimmys Rockzipfel hängt immer Dave, der es schwer hat im Leben, denn er wächst ohne Vater auf und seine Mutter ist psychisch nicht ganz auf der Höhe, außerdem wird er in der Schule gehänselt und verspottet.  Doch mit Sean und Jimmy verbindet ihn so etwas wie eine Freundschaft, bis dann etwas passiert, was Daves Leben für immer verändern sollte……

Dann sind 25 Jahre vergangen und die drei Jungen haben sich aus den Augen verloren und so ihre Erfahrungen im Leben mit Höhen und Tiefen gemacht. Durch den  Tod einer jungen Frau, die nach einer feuchtfröhlichen Feier erschossen in einem Park aufgefunden wird, kreuzen sich plötzlich die Wege der drei Freunde von damals wieder. Durch die folgenden Ereignisse, die sehr aufwühlend und für alle eine psychische Herausforderung sind, bleibt ihre Freundschaft auf der Strecke und nichts ist mehr so wie es einmal war….

Wer die junge Frau im Park getötet hat, kommt erst ganz am Ende zum Vorschein und durch die vielen falschen Fährten, die der Autor hier ausgelegt hat, ist dies Buch auch ein Zusammenschluss vieler Psychogramme, denn man erfährt viel von den Gedanken und Emotionen der Mitwirkenden. Streckenweise hätte ich mir eine etwas straffere Erzählweise gewünscht, aber dann hätte man natürlich nicht die ganzen Beweggründe und Abgründe der Menschen aus dieser Geschichte so gut erklärt bekommen.

Fazit: Keine leichte Krimi-Kost, die jedoch lesenswert ist und tief in die Abgründe der menschlichen Psyche führt und bereits oscarprämiert verfilmt wurde!

 

 

 

 

4006448363161_high

Der Titel „Mammon “ gibt schon einen kleinen Hinweis darauf, um was es hier handlungsmäßig geht, nämlich um Reichtum oder viel Geld, zu dem man  auf nicht seriöse Weise oder wie man so schön sagt auf unmoralische Art gekommen ist.

Der Dreiteiler spielt in Norwegen, wo Daniel Veras für die Finanzen bei einem großen Konzern zuständig ist. Ihm wird vorgeworfen, dass er sich bereichert hat. Obwohl man ihm offiziell nichts nachweisen kann, ist der öffentliche Druck so groß, dass er kurze Zeit später das Handtuch wirft und von seinem Posten zurücktritt.
Niemand anders als sein Bruder Peter, der als Wirtschaftsjournalist bei einer großen Tageszeitung arbeitet, hat durch anonyme Hinweise den Stein ins Rollen gebracht und einen Artikel geschrieben in dem es um den Korruptionsverdacht geht.

Nach seinem Rücktritt bittet Daniel seinen Bruder zu einer Aussprache, in deren Verlauf Daniel  ihm zwar keine Vorwürfe macht, dass er den Artikel geschrieben hat, aber er macht Andeutungen, dass es Peter vielleicht später einmal leidtun könne.  Außerdem bittet er ihn sich um seinen Sohn Andreas zu kümmern, was Peter anfangs nicht versteht, da es im Vorfeld kaum Kontakt zwischen den Brüdern gegeben hat und Andreas seinen Onkel kaum kennt. Doch dies wird sich im Verlauf der Serie drastisch ändern, denn gerade als Peter in sein Auto steigen will, hört er einen Knall aus der Garage, wo sich Daniel erschossen hat……

Durch dieses drastisches Ereignis aufgerüttelt, fängt Peter an noch genauer zu recherchieren und sich der Frage zu stellen, wer der anonyme Tippgeber gewesen ist und auch fünf Jahre später ist er des Rätsels Lösung warum sein Bruder Selbstmord begangen hat noch nicht näher gekommen. Aber anscheinend schickt Daniel aus dem Jenseits eine Botschaft, denn eine Anwältin hatte von ihm den Auftrag genau nach fünf Jahren einen großen Metallkoffer an seine Witwe in Peters Beisein zu übergeben. Der Inhalt ist rätselhaft und bei dem Versuch ihn zu entschlüsseln kommt es wieder zu einem Selbstmord – genau vor den Augen der beiden Koffererben……

Spannung von Anfang bis Ende wird einem hier geboten und ich habe mir den Luxus gegönnt, die drei Teile in einem Rutsch anzusehen, so fesselnd und mysteriös zugleich ist die Mini-Serie.

Fazit: Packender nordischer Dreiteiler, der von Anfang bis Ende fesselt

9783899647815_Hjorth_Maedchen_RGB

Dies ist  bereits der vierte Fall für Sebastian Bergmann.         Das Hörbuch liest wie gewohnt und mit Wiedererkennungsfaktor  Douglas Welbat, der mit seiner markanten Stimme wirklich eine sehr gute Wahl ist um die Spannung des Buches wiederzugegen.

Familie Carlsten (Vater, Mutter und zwei Söhne) ahnt nicht als es klingelt, was gleich passieren wird. Die Mutter geht an die Tür und öffnet und dann erfolgt ein Knall….
Die Reichsmordkommission einschließlich Sebastian Bergman wird hinzugezogen als die ermittelnde Polizei  im Mordfall der Familie Carlston, die alle ohne erkennbaren Grund erschossen worden sind, nicht recht weiter kommt.
Plötzlich kommt Bewegung in den Fall, denn anscheinend war noch jemand im Haus als der Mord geschah und dieser Jemand ist auf der Flucht. Es handelt sich um die zehnjährige Nicole Carlsten, die Cousine der beiden Jungen, die zu Besuch war. Eine ausgedehnte Suche nach dem Mädchen beginnt und kein anderer als Sebastian Bergman findet die Kleine völlig verstört in einer Höhle.

Durch das erlebte Trauma spricht Nicole nicht. Sebastian ermutigt „ rel="nofollow" target=_"blank">Das Mädchen, das verstummte.“ Bilder zu malen. Und so malt sie ihre Erlebnisse auf und bald wird deutlich, dass sie den Mörder gesehen hat. Die Polizei kann nicht ausschließen, dass auch der Mörder von Nicole weiß und zum Schutz des Mädchens zieht sie mit ihrer Mutter bei Sebastian vorrübergehend ein….
Tatsächlich weiß der Mörder von der kleinen Zeugin und bald ist das Versteck nicht mehr sicher und es wird gefährlich für Nicole…

Neben der Mördersuche erfährt der Zuhörer auch wieder viele Details aus den Privatleben der Ermittler und was besonders auffällt, Sebastian Bergman scheint durch den Vorfall aus dem letzten Teil immer noch unter Schock zu stehen, denn Frauen interessieren ihn am Anfang des vierten Teils gar nicht mehr!!!
Doch er legt nur eine kleine Verschnaufpause im Sachen Frauen ein und bald ist er wieder in seinem Element und am Ende des Hörbuch wird es dann ganz besonders brenzlich für ihn, denn jemand ist auf sein sehr gut gehütetes Geheimnis gekommen und versucht ihn zu erpressen……

Auch der vierte Fall enttäuscht nicht und man bekommt wieder einen spannenden Kriminalfall geboten und bei dem brisanten Ende des Hörbuches, kann das hoffentlich nur bedeuten, dass es bald wieder etwas vom Womanizer Sebastian Bergman zu hören gibt….

Fazit: Fesselnder vierter Fall, der auf weitere hoffen lässt

Hörprobe: Das Mädchen, das verstummte

Teil 3: Die Toten, die niemand vermißt

Teil 2: Die Frauen, die er kannte

Teil 1: Der Mann, der kein Mörder war

neuhaus-die-lebenden-und-die-toten-hoerbuch-9783899038484

Acht CD’s beinhaltet die gekürzte Hörbuch-Fassung des mittlerweile 7. Falls für Pia Kirchhof und Oliver von Bodenstein. Gelesen wird „Die Lebenden und die Toten“ wieder sehr gekonnt und mit Wiedererkennungsfaktor von Julia Nachtmann.

Den letzten Fall „Böser Wolf“ musste mal erst einmal verdauen, denn es ging ja um Mord und Kindesmissbrauch. Auch in ihrem neusten Krimi befasst sich Nele Neuhaus wieder einem sehr brisanten Thema, dass allerdings in letzter Zeit auch zu einigen Schlagzeilen in der Presse geführt hat, aber das nur vorweg, hier geht es zum Inhalt:

 

Dezember 2012: Es ist sehr kalt draußen und deshalb freut Pia Kirchhoff, die heimlich ihren Freund Christoph geheiratet hat,  auf die Flitterwochen in Südamerika.  Doch die wird sie im Verlauf der Handlung erst einmal zurückstellen, denn Ingeborg Rohleder wird von einem Unbekannten erschossen. Die Angehörigen können sich nicht vorstellen, warum die Frau getötet wurde. Es dauert nicht lange und noch vier weitere Menschen sterben und ein Warum kann niemand nennen, denn die Opfer waren allesamt beliebt und haben niemanden etwas zu leide getan.

Während die Polizei die Umstände und Zusammenhänge zwischen den fünf Toten aus der Presse heraushalten will, findet der selbsternannte „Richter“ das nicht gut und er verbreitet Todesanzeigen und gibt der Presse selbst Hinweise in welcher Richtung nach ihm gesucht werden muss!

Im Verlauf der Handlung stellt sich heraus, dass die Angehörigen der Toten alle Schuld auf sich geladen haben, denn es gibt tatsächlich einen gemeinsamen Nenner für die anfangs zufällig und wahllos erschossenen Menschen…

Wieder traut sich Nele Neuhaus an ein sehr brisantes Thema heran, allerdings hätten mir etwas weniger Opfer gereicht, denn bei den vielen Personen und der Komplexität der Handlung musste man genau aufpassen, damit man nicht den Faden verliert, denn acht CD’S hört man sich ja nicht am Stück an. Die Spannung geht leider in der Ausführlichkeit der Story und den immer wieder neuen Verdächtigen etwas unter, was schade ist.

 

Fazit: Trotz brisantem Thema verliert sich die Spannung etwas in der sehr komplexen Handlung

produkt-8864

Kommissar Völxen und sein Team ermitteln in einem gruseligen Fall:

In der Nähe Hannovers liegt das Resser Moor. Dort ist man in Herrgottsfrühe dabei und bereitet eine Treibjagd vor. Fabian Zimmer ist als Treiber eingeteilt, da er sich auf seine Jägerprüfung vorbereitet. Noch etwas verkatert nach einer Geburtstagsfeier steht er nun im Wald und wartet auf seinen Einsatz. Um sich die Zeit zu vertreiben will er noch ein paar Pilze einsammeln und er geht etwas in den Wald hinein und seine Augen sind suchend auf den Boden gerichtet als er zwischen einigen Farnen etwas Dunkles liegen sieht. Vorsichtig tastet er sich voran, es dauert einige Zeit bis er wahrnimmt, was dort auf dem Boden liegt:
Ein Mensch wurde ausgeweidet wie ein Tier……

Die herbeigerufene Polizei bekommt schnell die Identität des Toten heraus, denn es handelt sich um Johannes Falkenberg, von seinen Kritikern auch Hühner-Hannes genannt, da er bei der Haltung der Tiere mehrfach angeeckt ist und auch seine Hühnereier als Bio deklariert hat, wovon diese Bezeichnung ganz weit entfernt ist, denn es handelt sich um Massentierhaltung der schlimmsten Art!

Die Ermittlungen sind angelaufen und eine Tierschutzgruppe zu der auch Wanda, die Tochter von Kommissar Völxen gehört, rückt in den Fokus der Polizei. Zwischen Vater und Tochter kommt es zum Disput und bald wird Völxen vom Fall abgezogen…
Doch es gibt auch noch andere Spuren, denn die Familie des Toten ist auch nicht sonderlich kooperativ und auch der Stiefsohn des Opfers macht sich verdächtig, denn er scheint untergetaucht zu sein.

Eine große Wendung nimmt der Fall, als sich herausstellt, dass das Opfer dunkle Wege beschritten hat, um sich sein neues Herz transplantieren zu lassen und dann gibt es wieder einen Toten….

Viele Spuren, viele Verdächtige, aber niemals langweilig ist “Einen Tod musst du sterben“. Susanne Mischke schafft es immer wieder neue Ansatzpunkte und Personen in den Fall einzubeziehen und die Lösung des Rätsels wird dann auch sehr geschickt verpackt präsentiert…

Fazit: Brisantes Thema geschickt in einen spannenden lesenswerten Krimi eingewoben!

Ebenfalls lesenswert: Todesspur

5c7c31a001

Eine unsichtbare Organisation, die über sehr viel Macht und Einfluss verfügt, hält in dieser Geschichte alle Fäden in der Hand. Sie ist im Besitz eines geheimnisvollen Codes, der in der menschlichen DNA zu finden sein soll. Viele haben schon versucht diesen Code zu entschlüsseln, doch niemand scheint auf die richtige Lösung gekommen zu sein….

Zwei Menschen verschwinden spurlos: In Stockholm hatte der Kryptologe William Sandberg gerade versucht sich das Leben zu nehmen und seine Rettung war knapp. Im Krankenhaus bekommt er Besuch von zwei Männern und bald ist er wie vom Erdboden verschwunden. Die Polizei vertritt die Ansicht, dass William abgehauen ist, denn sein Arbeitszimmer  und  sämtliche Kleiderschränke sind leer. Williams Ex-Frau ist da ganz anderer Ansicht….

Die zweite Person, die ebenfalls spurlos verschwindet,  ist Janine Charlotta Haynes, Doktorantin für Archäologie, allerdings befand sie sich in einem Cafe in Amsterdam und ward fortan nicht mehr gesehen. Ihr Freund, der sie in diesem Cafe treffen wollte, setzt alle Hebel in Bewegung um sie zu finden….
Beide Personen haben eins gemeinsam, denn sie werden von besagter Organisation entführt und an einem geheimen Ort gefangen gehalten damit sie den Code entschlüsseln um die Menschheit vor einer bevorstehenden viralen Katastrophe zu retten….

Spätestens seit den Büchern von Dan Brown weiß ich, dass es tatsächlich Menschen gibt, die aus irgendwelchen Zahlenkolonnen oder Zeichen und Symbolen etwas herauslesen können, was den meisten Menschen verborgen bleibt. War es bei Dan Brown noch interessant und spannend umgesetzt, so muss ich nach dem Lesen des Buches “Der Code sagen, dass es am Anfang noch vielversprechend war, aber dann war irgendwann die Spannung raus. Der Autor kann  sehr gut mit Worten Situationen beschreiben und hat auch versucht durch die sehr ausführlichen Schilderungen die psychische Zerrissenheit der Hauptakteure einzufangen, aber für meinen Teil war das zu viel des Guten  und ich hätte eine gestraffte Version der Ereignisse besser gefunden.

Fazit: Vielversprechender Anfang, dann verliert sich der Autor in der Ausführlichkeit

978-3-426-51441-2.jpg.30709499

Fall Nr. 2 für Femke Folkmer und Tjark Wolf

Femke arbeitet  jetzt in Wilhelmshaven bei der Kripo und KHK Tjark Wolf ist abgetaucht um nachzudenken und niemand kennt seinen Aufenthaltsort.

Femke trifft sich mit ihrer Kollegin Ceylan, die gerade Leiterin der Sonderkommission für organisierte Kriminalität beim LKA geworden ist, wo sie Jagd macht auf rivalisierende Banden, die ihre Finger in Drogen- und Waffengeschäften haben.

Die beiden Frauen bummeln unbeschwert über einen Rummel im Hafengebiet als plötzlich Ceylan blutüberströmt zusammenbricht, irgendjemand hat ihr mit einem Messer in den Rücken gestochen….

Die Vermutung liegt nahe, dass jemand aus dem Bandenmilieu Rache an Ceylan nehmen will und man sie deswegen niedergestochen hat.  Nach dem anfänglichen Schockzustand fängt es bei Femke an zu arbeiten und sie setzt alle Hebel in Bewegung um Tjark ausfindig zu machen, denn sie braucht jetzt dringend jemanden zum Reden, denn Ceylan liegt mit ihrer schweren Verletzung im Koma…

Das Buch „Dünentod“ beginnt aber mit einer ganz anderen Geschichte:  Der fast 30-jährige Maxim Ferner  lebt immer noch bei seinen Eltern, die ihn wegen einer schweren Erkrankung beschützen wollen. Doch Maxim will das nicht mehr, denn er will sich als „gefährlichster Mann Deutschlands“ outen,  in dem er schwer bewaffnet und mit zwei Bomben im Gepäck sich auf eine Nordseefähre begibt, wo er Rache nehmen will an allen Menschen, die ihn sein ganzes Leben lang nur gemobbt und gepeinigt haben.  Als die Fähre unplanmäßig stoppt, gibt es kein Halten mehr für Maxim,  er dringt in das Steuerhaus vor und erschießt den Kapitän und den Steuermann, denn nun gab es auch Maxim nicht mehr,  sondern Charon, der Fährmann, der die Verstorbenen über den Fluss Styx in die Unterwelt geleitet, hatte nun das Ruder übernommen!

Wie die beiden Handlungsstränge zusammenkommen, erzähle ich hier bestimmt nicht, denn dieses Buch fesselt einen von der ersten Seite an und das bleibt so bis zum dramatischen Ende. Der Autor hat hier ein Alptraum-Szenario aufgeschrieben, dass es einem kalt den Rücken runterläuft…..

Fazit: Nach dem spannenden ersten Buch „Dünengrab“  mit den beiden ostfriesischen Ermittlern,  ist dieser neue Fall noch eine Steigerung in Sachen Spannung, aber auch mit einem kleinen “open end”, was auf weitere Fälle hoffen läßt.

 

Cover_Morgenstern_04

Folge 4  der E-Book bzw. Hörbuchserie „Die Axt

Da ich die vorherigen Folgen nicht kenne, bin ich mal gespannt, ob man sie vorher gehört haben muss, um hier dem Inhalt folgen zu können:

Das Hörbuch beginnt so: “Mein Name ist Christian Morgenstern, kurz Chris“.  Man erfährt, dass er durch eine schwere Kopfverletzung seinen Dienst als Polizist in Potsdam quittiert hat und nun als Privatdetektiv arbeitet.

Chris bester Freund heißt Knut und ab und zu arbeitet er als Komparse beim Film.  Und zu diesen Dreharbeiten wird Chris gerufen, denn Knuts Freundin Evelyn wurde Augenzeugin bei einem Mord am Set. Nachdem sie völlig verstört ihre Aussage beim ermittelnden Beamten, einem ehemaligen Kollegen von Chris, gemacht hat, veranlasst dieser, dass Knut und Evelyn auf Präsidium gefahren werden. Chris fährt mit seinem Wagen hinterher. Als er hinter eine Kurve fast auf den Wagen der Drei aufgefahren wäre, da dieser abrupt gestoppt hat, wird es brenzlich, denn ein weiterer Wagen steht auf der Straße und daraus heraus wird auf den Polizeiwagen geschossen…..

Im Verlauf fallen noch weitere Schüsse und Chris, Knut und Evelyn müssen sich vor einer Schar Verfolger retten, die jedoch in Polizeikreisen Informanten haben müssen, denn egal wo sie sich verstecken, die Schergen sind kurze Zeit später wieder vor Ort und es fallen erneut Schüsse…..

In den 73 Minuten dieser Krimi-Lesung bin ich mehrmals zusammengezuckt und habe mich reflexartig geduckt, denn neben den Worten von Olaf Reitz vernimmt man als Zuhörer auch Schüsse und andere Geräusche, die die Handlung untermalen, was ich bisher nur aus Hörspielen kannte.

Die Geräuschkulisse ist gut in die Handlung eingepasst und obwohl am Ende der Geschichte jemand auftaucht, den wohl nur die Hörer der vorherigen Folgen kennen, ist die Haupthandlung abgeschlossen und nur ein Teil gibt Hinweise auf weitere Folgen.

Fazit: Unterhaltsames Krimi-Hörbuch mit integrierter Geräuschkulisse, die die Hetzjagd durch Potsdam akustisch noch unterstreicht!

 

BD-Cover_Die_Bruecke_II

Ein Jahr ist vergangen seit Saga Norén und Martin Rohde zusammen den „Brückenmord“ aufgeklärt haben, der die Zusammenarbeit der schwedischen und dänischen Polizei notwendig machte.

Natürlich ist bei „Die Brücke – Transit in den Tod – Staffel 2 “ wieder die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden der Ausgangspunkt des Geschehens:

Ein offenbar führerloses Schiff rammt die Brücke. Es werden fünf  junge Menschen in sehr schlechter körperlicher Verfassung unter Deck vorgefunden. Sie sind allesamt angekettet und offensichtlich vorher entführt worden. Es handelt sich dabei um drei Männer und zwei Frauen.  Von der Besatzung fehlt jede Spur.  Agnus Steenburg ist der Eigner des Schiffes.

Die Fünf, die aus Schweden und Dänemark stammen,  werden im Krankenhaus untersucht und sofort isoliert, denn sie leiden alle an der Lungenpest!

Im Internet werden Botschaften von einer Gruppe verbreitet, die sich mit Tierköpfen maskiert. Sie prangern Umweltvergehen an und wollen endlich den nötigen, aber immer wieder von den Politikern nach hinten geschobenem Klimaschutz.

Ein Junge wird in der Schule gemobbt. Daraufhin steckt er sich vor laufender Handycamera selbst in Brand.  Sein großer Bruder arbeitet im Krankenhaus und gehört zu der „Tiergruppe“.

Menschen werden durch die „Tiergruppe“ vergiftet. Es werden Früchte mit dem Lungenpestvirus infiziert und überall wo die Gruppe tätig war, hinterlassen sie ein Froschsymbol.

Saga und Martin werden wieder ein Team und sie bekommen zwei Mitarbeiter zur Unterstützung, denn sie haben es diesmal mit einem knallharten Gegner zu tun.

Im Verlauf rücken immer wieder der Eigentümer des Schiffs Markus Steenberg, die totkranke Besitzerin einer Chemiefirma und ein Pharmaunternehmen in den Fokus der Ermittlungen.

Neben den aufreibenden Ermittlungen ist auch im Privatleben der beiden Ermittler einiges passiert und so wohnt Saga seit einigen Monaten mit einem Mann zusammen,  Martin dagegen lebt getrennt und er nimmt Kontakt mit dem Mörder seines Sohnes auf….

Während Saga und Martin immer noch mit ihren privaten Problemen zu kämpfen haben, scheint sich dann in der letzten Folge ein Schuldiger gefunden zu haben, doch Saga ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden und stößt auf Ungereimtheiten und dann geht alles Schlag auf Schlag und die Staffel endet mit einen Knall.

Als Bonus gibt es noch Interviews mit den Darstellern, wo man z.B. erfährt, wieviel von der Rolle im wirklichen Leben der Schauspieler verankert ist.

Anfangs waren der verzwickte Fall, der Horrorszenarien beinhaltet und die private Problematik der beiden Ermittler noch interessant und teils wieder zum Schmunzeln durch die tolle Darstellung der Saga, aber die Spannung verliert sich etwas und deshalb favorisiere ich „Die Brücke – Staffel 1

 

goodcop_dvd

Und noch eine britische Mini-Serie,  aber die hat es in sich!

Warren Brown ist Serienfans sicherlich bekannt und er spielt hier die Hauptrolle! Er verkörpert den Polizisten John Paul Rocksavage, der auf den Straßen von Liverpool seinen Dienst versieht.

Anfangs sitzt John Paul in einem Diner und beobachtet wie eine Gruppe von alkoholisierten Männern sich lautstark unterhält. Einer aus der Gruppe belästigt die junge Bedienung. Die Situation eskaliert als dieser der jungen Frau auf die Toilette folgt und sie dort weiter belästigt und bedrängt. Nur durch rechtzeitiges Eingreifen von Rocksavage kann Schlimmeres verhütet werden.  Noel Finch will nicht akzeptieren, dass er durch den Polizisten in seinen Absichten gestört wurde und er stößt wilde Drohungen aus, in dem er schwört, dass er den ersten Polizisten, den er sieht,  töten wird…..

John Paul und sein Kollege Andy Stockwell werden per Funk zu einer nächtlichen  Ruhestörung geschickt. Der Verursacher dieser Ruhestörung ist niemand anderes als Finch nebst seinen Kumpanen. Die Situation vor Ort eskaliert in deren Verlauf Andy von den Trunkenbolden brutal niedergeschlagen wird und John hat keine Chance ihm irgendwie zur Hilfe zu kommen. Als die gerufene Unterstützung eintrifft ist Andy bereits komatös….

Nachdem John Paul seine Aussage bei den ermittelnden Beamten gemacht hat, fährt er noch einmal zu dem Haus, wo sich der Vorfall ereignet hat und er findet unter Dielenbrettern eine Waffe!  Plötzlich taucht Noel Finch wieder vor Ort auf. Es kommt zu einer folgenschweren Auseinandersetzung in deren Verlauf John Paul den brutalen Schläger erschießt….

Niemand ahnt wer auf Finch geschossen hat. Zwar verdächtigt niemand John Paul, doch die ganze Angelegenheit belastet ihn sehr und dann stirbt auch noch Andy…..

John Paul kommt nicht zur Ruhe, denn die anderen Schläger sind aus Mangel an Beweisen immer noch auf freiem Fuss und ein Zeuge will plötzlich den Schuss auf Finch gesehen haben….

Die psychische Anspannung und die Zerrissenheit zwischen Gut und Böse des Polizisten John Paul Rocksavage steht hier im Vordergrund und wird von Warren Brown sehr gut dargestellt. Wie schnell aus einem Polizisten, der das Böse tag täglich bekämpft selbst ein Täter wird, ist in der vierteiligen Mini-Serie „Good Cop“ anschaulich in Szene gesetzt worden. Die Serie an sich ist gut gelungen, nur das Ende ist etwas nebulös und ich hätte nach so viel Spannung etwas anderes erwartet.

Fazit: Trotz open end eine Mini-Serie, die man nicht verpassen sollte

Seite 1 von 151234510...Letzte »