Volker Klüpfel und Michael Kobr: Rauhnacht

31 Mai 2011 · Hörbuch,Krimikomödie · 0 Kommentare

Kluepfel_Kobr - Rauhnacht

Allgäu-Krimis liegen derzeit voll im Trend. Das liegt nicht zuletzt am Autorenduo Klüpfel/ Kobr, deren mittlerweile zur Kultfigur avancierter Kommissar Kluftinger seit dem Erscheinen des Debütromans „Milchgeld“ im Jahr 2003 eine riesige Fangemeinde für sich erobert hat. Stets nach der Veröffentlichung eines neuen Romans um den schrulligen Kommissar aus Altusried im Allgäu kann man den Buchtitel auf den oberen Rängen der SPIEGEL Bestsellerliste wiederfinden. Die beiden Autoren treten zudem regelmäßig bundesweit mit ihren zum Live-Hörspiel-Erlebnis gewordenen Lesungen der Romane auf und lassen es sich ebenfalls nicht nehmen, das jeweils neuste Kluftinger-Werk auch mit ihrer doppelten Besetzung in der Hörbuch-Fassung zum Besten zu geben. Ihren besonderen Charme erhalten die Lesungen nicht zuletzt durch den regionaltypischen Dialekt, den beide aufgrund ihrer ebenfalls im Allgäu verorteten Biografie natürlich perfekt beherrschen. Auch über Verfilmungen der Bücher mit Herbert Knaup in der Rolle Kluftingers konnten sich Fans bereits freuen. Im Gespräch ist außerdem bereits seit einiger Zeit, ob die Serie Eingang in die Tatort-Reihe der ARD finden soll.

In diesem Jahr erwarten die Fans jedoch zunächst mit Spannung den neusten und damit sechsten Roman aus der Feder der beiden Bestsellerautoren. Er wird den Titel „Schutzpatron“ tragen und ab Anfang Juni beim Piper Verlag in der Buchhardcoverversion erscheinen. Um die Wartezeit bis dahin noch ein wenig zu verkürzen kann man beispielsweise auf das Hörbuch des Vorgängerromans „Rauhnacht“ zurückgreifen, das 2009 bei Hörbuch Hamburg erschienen ist. Die Geschichte beinhaltet einen weiteren Baustein in Richtung der Lösung des kleinen Rätsels um den Vornamen des Kommissars, was Klüpfel und Kobr bereits seit dem Beginn der Romanserie aufrecht erhalten. Darüber hinaus erinnert der Plot von „Raunacht“ ungewöhnlich stark an „Mord im Orientexpress“ von Agatha Christie, was die beiden Autoren ganz bewusst beabsichtigt haben, wie man auch an der imaginären schauspielerischen Rolle erkennt, die Kluftinger im Roman zeitweise zum Besten gibt.

Hier eine kurze Zusammenfassung des Inhaltes: Kluftinger und seine Frau sind gemeinsam mit dem Ehepaar Langhammer zu einem winterlichen Kurzurlaub von der ehemaligen Leistungssportlerin Julia König in deren neu eröffnetes Berghotel eingeladen worden. Am ersten Abend ihres Aufenthaltes in der ansehnlichen komfortablen Unterkunft soll ein Live-Kriminalspiel auf dem Programm stehen. Gemeinsam mit den rund zwanzig weiteren Gästen Königs an diesem Wochenende nehmen der Kommissar und Doktor Langhammer in den ihnen zugewiesenen Rollen am Spiel teil. Bis einer der Gäste, der die Rolle eines Polizeibeamten übernehmen sollte, plötzlich nicht vom Umkleiden aus seinem Zimmer zurückkehrt. Als Kluftinger gemeinsam mit der Hotelchefin nach dem Rechten sieht finden sie den Gesuchten tot in seinem Zimmer auf einem Stuhl sitzend auf. Nachdem der Doktor eine natürliche Todesursache ausgeschlossen hat sind alle in höchster Alarmbereitschaft. Unter ihnen ist ganz offensichtlich ein Mörder, und dass, wo ausgerechnet jetzt draußen ein heftiges Unwetter tobt und das Hotel aufgrund von Lawinengefahr von der Außenwelt abgeschnitten ist. Kluftinger und Langhammer nehmen gemeinsam die Ermittlungen auf und schon bald kommt es ganz in der Tradition von Hercule Poirot zum spektakulären Showdown.

Für Krimifans mit Faible für Krimi-Traditionen und süddeutsche Mundart ist dieses von den beiden Autoren wunderbar in Szene gesetzte Kluftinger-Hörbuch in jedem Fall ein absolutes Muss. Wenn der neue „Klufti“ ähnlich gut wird kann man sich schon jetzt drauf freuen.

Hörprobe Rauhnacht